Knallchargen

Uri Avnery dreht immer weiter ab. Unter Faschisten und Nazis tut er es nicht, wenn es um die neue israelische Regierung im Allgemeinen und Außenminister Lieberman im Besonderen geht. Der erste Kommentar zu der Übersetzung Avnerys bei Hagalil bringt es auf den Punkt:
muß es immer gleich der Nazi-Vergleich sein? Ist man automatisch Nazi, wenn man nicht Avnerys Ansichten teilt? Das ist doch peinlich…
Zumal gerade bei ihm auffällt, daß er an seine Freunde auf palästinensischer Seite wesentlich niedrigere moralische Ansprüche stellt. Auch wenn Lieberman aus Avnerys Sicht fürchterlich sein muß – verglichen selbst mit manch moderatem Fatah-Anführer … naja.
Zumal eine Polemik nicht glaubwürdiger wird, wenn sie mit gewagten Behauptungen (mancher würde sagen Lügen…) gespickt ist. Womit z.B. will er die Aussage
“Der letzte Krieg zeigte eine weitere Abnahme unserer moralischen Maßstäbe.”
belegen!? Sprechen nicht gerade die aktuellen Untersuchungen für das Gegenteil? Auch die Anschuldigung
“Der Hass gegen Israels arabische Minderheit wächst. Und so wächst auch der Hass gegen das besetzte palästinensische Volk, das unter langsamer Strangulierung leidet.”
sollte zumindest durch Zahlen belegt werden, das Bauchgefühl ist da oft ein schlechter Ratgeber. Zumal auch das mit der “Strangulierung” des “besetzten palästinensischen Volkes” eine ziemlich böswillige Unterstellung ist.
Alleine Avnerys Satz „Der Hass gegen Israels arabische Minderheit wächst“ müsste vor allem erst einmal so geschrieben werden: Der Hass von Israels arabischer Minderheit wächst. Und das bewirkt dann mehr Misstrauen gegen Israels Araber und die Befürchtung einer Fünften Kolonne. Doch wie üblich vermittelt Avnery nur einen Bruchteil der Wahrheit. Die Ursachen leugnet er. Er rechtfertigt Terror. Er kuschelt mit denen, die Israel vernichten wollen und leugnet deren Ziele. Hauptsache, er kann Israel verunglimpfen.

Micha Brumlik will auch unbedingt wieder hier auftauchen: Hadsch Amin al-Husseini, Hitlers Mufti-Freund, war kein Muslimbruder und der Islam hat nichts judenfeindliches an sich. Keiner bestreitet, dass es Muslime gegeben hat, die gegen Hitler und seine Judenvernichtung waren. Aber das heißt noch lange nicht, dass damit der Islam Judenfreundlichkeit attestiert werden kann. Man lese bei Gudrun Eussner nach. Ansonsten sollten wir uns aber vornehmlich damit beschäftigen, was Muslime heute über Juden sagen und denken.

Mehr über den Irren von Dachau (Parteigenosse in Die Linke) – „Chris“ Sedlmair. Er tritt von seiner Kandidatur zurück, angeblich aus familiären Gründen. Und natürlich läuft/lief gegen ihn eine Kampagne und er wird absichtsvoll missverstanden. Wer sich diese „Missverständnisse“ in Zusammenfassung ansehen will – hier.

Erich Follath, DER SPIEGEL – an dem Mann wird einmal mehr deutlich, dass Antizionismus auch Antisemitismus ist. Völlig zurecht merkt die Zeitung für Schland an, dass die Ausfälle des Spieglers nicht im luftleeren Raum, sondern in einem gesellschaftlichen Zusammenhang steht – der nicht gerade positiv aussieht.
Allerdings ist angesichts der Hass-Tiraden eines Erich Follath die gesamte SPIEGEL-Redaktion ebenso als vor Hass geifernde Knallchargentruppe einzustufen.

Hanspeter Gysin von der schweizerischen Solidarität mit Palästina – „Der Jude muss weg“, in „Zionismus“-Worthülsen gekleidet. Und dann ist noch der Versuch anzuführen, die Festnahme und (anstehende) Auslieferung des Kriegsverbrechers John Demyaniuk durch die USA als zionistische Propaganda darzustellen – so nuanciert kann sich nur ausdrücken, wer nichts gegen Antisemitismus hat.

Parvez Ahmed, ehemaliger Chef von CAIR (USA) – der Islamist und Terror-Finanzierer beschwert sich, Muslime seien auf der amerikanischen Terrorist Watch List überrepräsentiert. Das sei Islamophobie. Wenn man bedenkt, dass dort Leute stehen, für die die US-Behörden ziemlich viel an Material haben, das Grund dafür liefert, dann ist das etwas seltsam. Und wenn man sich ansieht, wie viele der in den letzten 10, 20 Jahren verübten Terroranschläge von Muslimen begangen wurden, wird’s noch seltsamer. Da fragt Robert Spencer völlig zu recht: Ist es Ihnen, Herr Ahmed, jemals in den Sinn gekommen, dass es vielleicht so viele Muslime auf der Terrorist Watch List stehen, weil – äh – so viele Muslime Terroristen sind? Aber nein, für Herrn Achmed sind die Muslime ungerechtfertigte Opfer rassistischer Behörden – völlig ohne jede vernünftige Begründung. A…

Jonathan Steele, Kolumnist des Guardian – Israel geht gegen die Hamas vor, weil die beliebt ist, nicht weil sie Raketen auf israelische Zivilisten schießt, Waffen in den Gazastreifen schmuggelt oder damit droht den jüdischen Staat zu vernichten. (Und stecken noch ein paar andere Absurditäten in diesem Schmierfinken.)

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