Wochenend-Schaschlik

Was haben Benjamin Netanyahu und Mahmud Abbas gemeinsam? Keiner von beiden wird zustimmen Jerusalem und die Kontrolle einer dritten Macht zu stellen.

Bestimmt keine Sache, der sich die „Free Gaza“-Spinner annehmen werden: 85 Frauen wurden letzten Samstag von der Hamas daran gehindert zu einer Frauenkonferenz in Ramallah zu fahren. Ihre Papier und Konferenzunterlagen wurden konfisziert. (Die Hamas hatte schon vor zwei Monaten Menschen an der Ausreise nach Ägypten gehindert, als dieses die Grenze öffnete.) Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass der Gazastreifen von der Hamas belagert wird!

Die UNO braucht mal wieder einen Vorzeige-Antisemiten. Nicht etwa als abschreckendes Beispiel, nein, als neuen UNESCO-Generalsdirektor: Der ägyptische Kulturminister Faruk Hosni soll es werden. Der hat so hervorragende Dinge von sich gegeben wie die Normalisierung des Verhältnisses seines Landes zu Israel in Grund und Boden zu verdammen und vorgeschlagen die israelischen Bücher, die sich in der Bibliothek von Alexandria fanden (Verbrechen!) zu verbrennen. Weitere Ekel-Äußerungen des großartigen Mannes haben sie bei Israel-Network den Lesern erspart. Hätten sie vielleicht nicht tun sollen, aber egal.

Ein Imam in den USA hat – auch nicht das erste Mal, dass das geschieht – ein Imam die „Hölle in den USA zu leben“ beklagt. Ja, warum bleibt er denn da, verdammt noch mal? Er kann die USA problemlos verlassen, niemand hält ihn ab!

Russland wird militärische „Drohnen“ (unbemannte Kampf-Flugzeuge) bekommen. Die Russen danken es den Israelis mit der Aufwertung der Hamas; allerdings haben sie die Lieferung von Mig-31 an Syrien gestoppt.

Wieder mehr Toleranzalarm in Nahost: Christen werden unterdrückt. Nicht in Israel, sondern im „säkularen“, „moderaten“ Ägypten, wo Kopten seit Monate vermehrt ohne Anklage belästigt, festgenommen und misshandelt werden – ganz abgesehen von ständigen Anschlägen auf ihr Leben. Da ist die aktuelle Schweinemord-Welle wohl nur eine Erscheinung am Rande.
Das passt allerdings in Bild: In der gesamten islamischen Welt wird immer mehr dazu übergegangen Christen nicht mehr nur als Dhimmis zu dulden, sondern aktiv ihr Leben zu beseitigen, wenn sie sich nicht bekehren oder verschwinden.

Die muslimischen Krawalle in Athen lassen wieder einige Gutmenschen mit offenem Mund da stehen: „Dieser vereinzelte Fall [der Verdacht, dass ein Polizist einen Koran zerrissen haben soll] kann doch diese Gewalt nicht rechtfertigen“, sagte der griechische Innenminister Markoyannakis. Robert Spencer erinnert ihn: „Wenn jemand randalieren und die Kuffar verletzen will, dann wird ihm praktisch jede Ausrede reichen.“ (Was übrigens auch für die Spekulationen über die APO nach dem Mord an Benno Ohnesorg eine treffende Aussage ist – s. Bettina Röhl.)

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Und so machte sich eine winzige NGO daran den Gazastreifen abzusuchen und den Völkermord an den Palästinensern durch Bomben mit abgereichertem Uran, Asbest, Cäsium und vielem anderen zu beweisen. Was sie gefunden haben: das Vorhandensein von mindestens einigen Dutzend, vielleicht gar 75 Tonnen abgereichertem Uran im Boden und tiefer liegenden Schichten des Gazastreifens ist höchst wahrscheinlich. Wow! Umgerechnet 100 Pfund radioaktiven Materials pro angeblich von Israel getöteter Person! Was müssen die Israelis da an Material verschossen haben! Und: Höchst „wahrscheinlich“ heißt jetzt schon nichts anderes als: So ist es! Absolute Wahrheit! Dass die Arabische Kommission für Menschenrechte das mit Wohlwollen sieht, braucht wohl nicht erwähnt zu werden. Dass solche Zahlen völliger Unsinn sind, auch nicht. Aber wem wird wohl geglaubt werden? Wessen Zahlen werden wir auch im Westen hören?

Die Verharmlosung von Jihad und Islam im ZDF ist vollendet. „Jihad“ als Krieg zu propagieren, ist „regelrechte Gotteslästerung“, weiß der Experte von der Universität Hamburg. Die Europäer sind die Sklavenhändler (von der Belieferung der Händler durch arabisch-muslimische Fänger ist nichts erwähnt worden) und die muslimischen Eroberungszüge sind rein politisch motiviert, es hat nie etwas mit der Religion zu tun. Überhaupt gibt es nur irrationale Angst der Europäer und wo das nicht ist, da sind es ungerechtfertigte Männerfantasien. Wo immer es Kritisches über islamische Herrscher und Praktiken gibt, findet man schnell etwas, das in Europa viel schlimmer ist und so die Muslime als besser erscheinen lassen darf. Und auch die Regression der arabischen Welt ist Schuld Europas, weil es die Seewege nach Amerika und Indien entdeckte und so die arabischen Zwischenhändler umging. Einzige Kritik: Die Beschränkung der Bildung (ab dem 17./18. Jahrhundert) auf den Koran und seine Auslegung. Welchen Hintergrund das hat, wird nicht erläutert – und dass die geistige Blüte vorher nicht muslimischen, sondern jüdischen und christlichen Geistesgrößen zu verdanken war, ebenfalls nicht. Damit geht einher, dass die Araber nicht begriffen haben sollen, dass hinter dem westlichen Erfolg eine ganze Kultur steht. Weiter ausgeführt wird das nicht. Aber: Ziel erreicht – der Koran ist gut, der Islam ist gut und alles, was dem widerspricht, ist eine Abweichung und anormal.

Bundespräsidentenwahl: Ist eigentlich jemandem aufgefallen, dass die Qualitätsmedien sich wieder mal auf die falsche Sache gestürzt haben? Allesamt stellten sie fest, wie knapp der Bundespräsident gewählt wurde. Wäre die Entscheidung schon im ersten Wahlgang nicht das, auf das sich die Kommentatoren stürzen müssten?

Dazu kommt von Kewil, dass es links der Mitte reichlich Parteigänger gab, die die Nationalhymne nicht mitsangen – was die Qualitätsmedien nicht zeigen mochten und so diesen Teil der Versammlung nicht über den Äther gehen ließen. Würde mich interessieren, ob das stimmt. (Erspart es euch bitte, die Kommentare dort zu lesen…)

Es gibt einen Augenzeugen der Tötung von Benno Ohnesorg. Vielleicht wird seine Aussage jetzt wieder aufgenommen. Ich höre schon, wie von wieder „Diskriminerung“ und ähnliches gebrüllt wird: Als der Polizist noch ein Nazi war, wurde nicht weiter ermittelt; jetzt, wo er Kommunist ist, wird alles wieder ausgegraben. Siegerjustiz! Womit wieder einmal die Frage gestellt werden muss, ob Falsches dadurch besser gemacht wird, dass man denselben Fehler wieder macht. (Aber die Brüller müssen sich dann fragen lassen, warum man den Polizisten weiter als Ausgeburt des rechtsextremen, unterdrückerischen Staatsapparates Bundesrepublik gelten soll…)

Obama Watch:
77% (gegen 18%) der Amerikaner finden, dass das große Problem in den USA der Widerwille der Politik ist die Staatsausgaben herunterzufahren. 47% (gegen 18%) glauben, dass der Staat einen schlechten Job bei der Führung von GM und Chrysler machen wird. 75% (gegen 13%) glauben, dass es besser wäre neue Energiequellen zu entwickeln statt die Autobauer zu zwingen weniger Sprit verbrauchende Autos zu entwickeln. Obamas Politik wird damit mehrheitlich abgelehnt.
– Obama sprach in einer Rede von „Feinden, die sich an keinerlei Kriegsrecht halten“ – er meinte damit die Terroristen, die er wohl grundsätzlich nicht so nennt; Euphemismen sind ja das große Hobby linker Sand-in-die-Augen-Streuer. Nun, vielleicht sollte er sich einmal genauer anhören, was diese „Feinder, die…“ sagen, denn sie halten sich an das Kriegsrecht, das ihnen ihr Prophet vorgegeben hat. Und dieser Ideologe hat den Nerv der Vorgänger-Regierung vorzuwerfen, sie hätte Entscheidungen nicht aufgrund von Fakten, sondern von Ideologie getroffen! Er fasse sich bitte auch an die eigene Nase!
Weitere Begriffsschwurbelung: Al-Qiada-Terroristen und ihre Verbündeten befinden sich mit den USA im Krieg und diejenigen, die wir gefangen nehmen, müssen – wie andere Kriegsgefangenen – davon abgehalten werden uns wieder anzugreifen. Nun, Kriegsgefangene sind Feindsoldaten, die während des von ihnen nach den international anerkannten Regeln der Kriegsführung kämpfend gefangen genommen wurden. Die Terroristen gehören nicht dazu. Sie sind keine „Kriegsgefangenen“, sondern illegale Kämpfer. Sie sind nicht mit den Soldaten der USA (oder irgendwelcher anderen regulären Streitkräfte) vergleichbar. Aber das hat der Superpräsi immer noch nicht begriffen.
Da hält der Superpräsi eine Rede und – weiß nicht mehr, wie sein Verteidigungsminister heißt. Wenn das Bush passiert wäre…
Der Superpräsi wusste offenbar mal wieder nicht, wovon er redete: An diesem Memorial Day, an dem unsere Nation ihre ungebrochene Linie gefallener Helden ehrt – und ich sehen viele von ihnen heute hier im Publikum – ist unser Gefühl des Patriotismus besonders stark. So viel mir bekannt ist, sind die gefallenen Helden alle unter der Erde, ein Menge von ihnen auf den Ehrenfriedhöfen in Arlington und weiteren im ganzen Land, aber z.B. auch in der Normandie. Wie er die im Publikum sehen will, ist mir schleierhaft. Gut, das war letztes Jahr, als Kandidat. Dafür hat er dieses Jahr am Memorial Day eine Rede gehalten, die für einen anderen Gedenktag, den Veterans‘ Day geeignet gewesen wäre. Und in der er weiter auf Bush eindrischt – offenbar muss er sich so definieren und ist immer noch im Wahlkampf. Die Gedenktage bekommen jedenfalls weder er noch seine Berater und Redenschreiber aufeinander.