Arabische Liga: Keine 57-Staaten-Lösung für den Nahost-Konflikt

So titelte Ha’aretz gestern:

DPA, letztes Update: 23.05.2009, 21.54 Uhr

Eine „57-Staaten-Lösung“ für den arabisch-israelischen Konflikt, bei dem die mehrheitlich muslimischen Staaten Israel volle diplomatische Anerkennung im Tausch für Frieden anbieten „ist nicht auf dem Tisch“, sagte der Chef der Arabischen Liga am Samstag.

Am Ende eines Treffens der Außenminister der 57 Mitglieder der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) am Samstag in Damaskus sagte Generalsekretär Amr Mussa gegenüber Reportern, Medienberichte, die darauf hin deuteten, dass die OIC Israel gemeinsam einen Friedenshandel anböte, seien ungenau.

„Das ist nicht auf dem Tisch. Alles Reden darüber ist ungenau“, sagte Mussa. Jordaniens König Abdallah II. sprach am 11. Mai in einem Interview mit der Times of London von einer „57-Staaten-Lösung“.

„Wir bieten an, dass ein Drittel der Welt [den Israelis] mit offenen Armen begegnet“, sagte König Abdallah vor zwei Wochen. „Die Zukunft ist nicht der Jordan oder die Golanhöhen oder der Sinai, die Zukunft ist Marokko am Atlantik bis zu Indonesien am Pazifik.“

„Der jordanische Vorschlag geschah in Übereinstimmung mit dem arabischen Vorschlag“, sagte Mussa am Samstag. „Der Konflikt wäre beendet, wenn Israel sich aus allen besetzten Gebieten zurückzieht und ein unabhängiger Palästinenserstaat gegründet wird.“

Mussa sagte, wenn die Araber und Israel solche eine Einigung erzielen könnten, würden andere vorwiegend muslimische Länder möglicherweise folgen.

„Aber wir sehen keinerlei Fortschritt unter den gegenwärtigen Umständen“, fügte er hinzu. „Obwohl es viel Klarheit bei der Position gibt, von der alle Beteiligten profitieren können.“

Ach nee. Fassen wir mal zusammen: Wenn Israel alle selbstmörderischen Forderungen der Arabischen Liga erfüllt (nicht zu verteidigende Grenzen, Überflutung Israels mit feindlichen „Flüchtlingen“), dann gibt es „offene Arme“ und „die Möglichkeit“, dass andere Staaten auch die Arme öffnen. Wobei immer noch nicht definiert wird, was „alle besetzten Gebiete“ sind. Bekanntlich sind „die besetzten Gebiete“ in der Regel das ganze Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer. Und wie glaubwürdig ist ein Friedensplan, der vorsieht den einen Staat zu gründen und den anderen zugrunde zu richten, indem man ihn mit einer feindseligen Bevölkerung flutet? Und dann der kleine Hinweis, dass die arabischen Handlungen gar nicht sicher folgen – sehr gut! Wer fällt drauf rein? (Ist klar, wer drauf reinfällt…)

6 Gedanken zu “Arabische Liga: Keine 57-Staaten-Lösung für den Nahost-Konflikt

  1. Ich seh schon die Schlagzeilen morgen in der UBahn vor mir
    „Merkel befürwortet Friedensangebot im Nahost: „Um die Probleme im Nahen Osten zu lösen muessen wir eine gemeinsame Lösung finden““ blablabla, und so weiter und so fort(was man in diesem land halt als nachrichten präsentiert bekommt, so etwas wie diese seite ist gemessen am rest mindestens 12 euro pro tag wert!(von jedem))

    Ich frage mich wer hier überhaupt wem das Recht gibt sich da einzumischen? Wir bezahlen den Palestinensern ihre Waffen und wollen dann, dass die Israelis sich nicht wehren? Aber das versteht man schon lange nicht mehr was da so wirklich abgeht…

  2. Es geht nicht klar hervor, wer den palästinensischen Staat gründen soll? Ist da überhaupt jemand in Sicht, der einen palästinensischen Staat gründen könnte? Die Palästinenser hatten in den letzten 60 Jahren genügend Zeit das zu tun, aber sie hatten es nicht einmal fertig gebracht eine einheitliche verantwortliche Administrativ-Behörde auf die Beine zu stellen. Will man das etwa auch den Israelis in die Schuhe schieben?

    • Das ist ja das Problem. Deshalb ist die These, dass die pal. Araber gar keinen Staat wollen, so richtig. Sie haben nie eine Gelegenheit „verpasst“ eine Gelegenheit zu verpassen, sie haben die Gelegenheiten gezielt ausgeschlagen. Weil sie ihnen nicht in den Kram passten – sie hätten damit Israel anerkannt und könnten seine Existenz nicht mehr so schön ablehnen, wie sie es jetzt tun.

  3. Die Ursache von Spannungen in der Welt und dem Nahen Osten und der Grund für die Kriege in der Welt ist
    Die Existenz des zionistischen Feind in der arabischen Nation und die Besetzung Palästinas.
    Jüdischen Existenz im Herzen der arabisch-muslimischen grosser Irrtum, denn diese Entität
    Hat nicht die wesentlichen Merkmale der Komponenten der arabisch-muslimischen Welt, wie Religion
    Sprache, Sitten und Traditionen.
    Der einzige Weg, um die Spannung und die Kriege und wirtschaftliche Probleme in der Welt Ende ist
    Die Vertreibung der Juden aus dem Nahen Osten, aus Palästina ganz Palästina. Diese Lösung
    Am Besten für die Länder der Welt und dem jüdischen Volk zur gleichen Zeit. Grüße an alle

    • Nach dieser Logik müssten sämtliche Muslime, Araber, Afrikaner usw. aus Europa deportiert werden.
      Rassismus pur. Aber das wird ja in dem Umfeld Israels als ganz normal angesehen…

    • Dann plädiere ich dafür, Europa Araber und Muslimfrei zu machen.
      Du kannst schon mal gehen, dummes Stück.

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