Ägypten lehnt US-Plan für arabisch-israelische Normalisierung ab

Damit niemand meint, Frieden werde nur zwischen PalArabern und Israel nicht geschaffen, hier eine kleine Randnotiz zum Friedenspartner Ägypten:

Zvi Bar’el, Haaretz, 1. Juni 2009

Ägypten hat einen amerikanischen Vorschlag für allmähliche Normalisierung zwischen der arabischen Welt und Israel zurückgewiesen, der es israelischen Flugzeugen erlaubt hätte, ungehindert arabischen Luftraum zu durchqueren.

Die Idee kam bei Diskussionen in Washington zwischen dem ägyptischen Außenminister Ahmed Aboul Gheit, dem ägyptischen Geheimdienstchef Omar Suleiman und hochrangigen Beamten des Weißen Hauses und des Außenministeriums auf, zu denen der nationale Sicherheitsberater James Jones und Außenministerin Hillary Clinton gehörten.

In einem Interview mit der saudischen Zeitung Asharq Al-Awsat sagte Aboul Gheit, US-Beamte hätten ihn gefragt, wie die arabische Antwort lauten würde, wenn Washington Israel unter Druck setzt ein Friedensabkommen zu erreichen. Er antwortete, dass nach der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen einige arabischen Staaten Israel erlaubten Büros auf ihrem Territorium zu öffnen; aber heute besteht die arabische Welt darauf konkretes israelisches Handeln zu sehen, bevor irgendwelche weiteren Gesten gemacht würden.

Wenn Israel internationalen Forderungen nachgibt, fuhr er fort, „könnten die arabischen Staaten gradueller Normalisierung zustimmen, jeder entsprechend der eigenen Vorstellungen.“

Das impliziert, dass Ägypten so betrachtet, dass diese von den arabischen Staaten nicht verlangt ihre Beziehungen zu Israel weder gleichmäßig noch gleichzeitig zu normalisieren. Statt dessen ist Normalisierung etwas, das jedes Land zu einer Zeit einführt, die es für angemessen hält.

Aboul Gheit lehnte ebenfalls Jerusalems Forderung ab, dass die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen; er sagte, dies würde Israels Araber gefährden – „insbesondere“, wenn Israel einen Außenminister habe, der die Ausweisung der Araber nach Palästina oder außerhalb Israels fordere … Es ist ebenso unmöglich die Möglichkeit des Aufkommens einer israelischen Führung auszuschließen, die eines Tages sage: „Die Zahl der Araber in diesem Staat ist gestiegen und wir müssen ihr demographisches Gewicht reduzieren, um Israels jüdischen Charakter zu behalten.“

Bei dieser Argumentation sollte nicht vergessen werden, dass der zu schaffende Staat „Palästina“ schon dann in seiner Existenz gefährdet ist, wenn nur ein einziger Jude darin wohnt – der Palästinenserstaat hat judenrein zu sein!

3 Gedanken zu “Ägypten lehnt US-Plan für arabisch-israelische Normalisierung ab

  1. […] Aboul Gheit lehnte ebenfalls Jerusalems Forderung ab, dass die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen; er sagte, dies würde Israels Araber gefährden – „insbesondere“, wenn Israel einen Außenminister habe, der die Ausweisung der Araber nach Palästina oder außerhalb Israels fordere … Es ist ebenso unmöglich die Möglichkeit des Aufkommens einer israelischen Führung auszuschließen, die eines Tages sage: „Die Zahl der Araber in diesem Staat ist gestiegen und wir müssen ihr demographisches Gewicht reduzieren, um Israels jüdischen Charakter zu behalten.“ via heplev […]

  2. Ich bin sicher für die Normalisierung und halte es für einen grossen Fehler Ägyptens, sie abzulehnen. Ja, richtig dumm finde ich das!

    Nun etwas ganz anderes: Wie können Sie sich für Wilders und seinen dämlichen Film stark machen? Mit Kritik an Arabern hat der nichts zu tun – Wilders ist ganz einfach ein Faschist. Muss man ihn gut finden, weil er den Islam kritisiert?? Wilders ist dumm, blöd und sein Film ist schlecht. Es ist schlimm, dass viele ihn unterstützen, sogar Frau Hirsi, und ich finde, das spricht sehr gegen sie! Kristina Bergmann

    • 1. Es gibt bessere Filme.
      2. Wilders kritisiert „den Islam“ – seine Lehren und wie er heutzutage von leider inzwischen vielen Muslimen gelebt wird.
      3. Ich mache mich für diesen Film stark, weil er
      a) nichts Falsches sagt,
      b) die automatischen Verleumdungs-Reflexe ausgelöst hat und seine Thematik deswegen nicht einmal diskutiert wird/werden darf; das muss sich dringend ändern.
      4. Wilders ist kein Faschist. Er ist ziemlich libertär. Die Stigmatisierung passt nicht. Wer sich mit dem beschäftigt, was er insgesamt für Ansichten vertritt, würde das merken.
      Man mag ja Wilders auf seine Ansichten zum Islam reduzieren. Aber wenn man das tut, dann sollte man wenigstens den Anstand haben, das nicht mit Unterstellungen und Verzerrungen zu tun. Leider weiß kaum jemand über Wilders Bescheid, denn in allen Medien wird er immer nur als Hassobjekt hingestellt. Dieser Umgang mit ihm ist widerlich. Aber wir degeneieren in unserer Zeit ja ohnehin langsam dorthin, dass nur noch mit Klischees hantiert wird, anstatt sich mit Inhalten auseinanderzusetzen.
      5. Wilders wäre gar nicht nötig, würden sich die anderen Parteien mit den Themen beschäftigen und auseinandersetzen, die ihm und offenbar einem großen Teil der Bevölkerung der Niederlande unter den Nägeln brennt. Wir haben ein ähnliches Phänomen bei uns. Die „pro“-Parteien greifen auf, was den Leuten Sorgen macht. Nur dass die das – anders als Wilders – lediglich als Vehikel sehen, das sie für ihre Politik benutzen. Ich wünschte, statt dessen hätten wir auch einen Wilders – statt dieser Leute.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.