Die Rede, die Obama in Kairo halten sollte

Robert Spencer, The American Thinker, 2. Juni 2009

Während Barack Obama sich darauf vorbereitet in Kairo seine lange erwartete, große Rede an die islamische Welt zu halten, biete ich hier als öffentliche Dienstleistung die Rede an, die er geben sollte.

Liebe Freunde,

ich habe gesagt, dass ich in dieser Rede meine persönliche Verpflichtung zur Einbindung der islamischen Welt anbieten werde, gegründet auf gegenseitigen Interessen und gegenseitigem Respekt. Die Schaffung von Frieden zwischen den Kräften des globalen Jihad und Amerika und seinem Verbündeten Israel ist etwas, das ich liebend gerne tun würde. Als erstes muss ich jedoch anerkennen: So gerne ich den Frieden über der Welt aufgehen sehen würde, liegt es doch nicht in meiner Macht dies zu erreichen.

Das mag viele von Ihnen überraschen. Sie sind inzwischen daran gewöhnt zu glauben, dass die Spannungen zwischen Muslimen und den Vereinigten Staaten – Spannungen, die am 11. September 2001, wie auch in vielen anderen Fällen von jihadistischem Terrorismus, überkochten – alleine der Fehler der USA sind. Den Amerikanern wurde gesagt, wir würden wegen unserer Unterstützung Israels gehasst und wegen unserer Versucht der überwältigenden Mehrheit der Muslime im Irak und Afghanistan Freiheit und Stabilität zu bringen. Wir werden gehasst, weil wir amerikanisches Geld dafür ausgegeben haben zu versuchen den Muslimen in der gesamten Welt ein besseres Leben zu verschaffen, dass wir Milliarden Dollars an Hilfen für Ägypten, Pakistan und andere muslimische Länder ausgegeben haben.

Ich muss ehrlich mit Ihnen reden. Es verwirrt die Amerikaner und bereitet ihnen Schmerz, wenn wir uns selbst dafür verleumdet und gehasst sehen, dass wir versuchen anderen zu helfen. Jetzt suchen wir, anders als die Islamische Republik Iran und andere islamische Organisationen, keine Entschuldigungen, keine Entschädigungen. Wir fordern nicht ein einziges Wort des Dankes für unsere zahlreichen Versuche muslimischen Gesellschaften zu helfen sichere, wohlhabende Orte für ein Leben für alle ihre Bürger zu sein. Wir fordern von euch keine Zustimmung. Aber an diesem Punkt werden wir unsere Anstrengungen einstellen Brücken des Verständnisses mit der islamischen Welt zu bauen, die sich als fruchtlos, zwecklos erwiesen haben.

Wir haben Milliarden über Pakistan ausgekippt, um die pakistanische Regierung in die Lage zu versetzen, die islamistischen Jihadisten zu bekämpfen – nur um zu erleben, wie ein Großteil dieses Geldes an genau diese Jihadisten geschleust wird, die jetzt stärker als je zuvor sind.

Wir haben versucht im Irak und in Afghanistan Demokratien zu gründen, nur um zu erleben, dass nicht muslimische Minderheiten schlimmer als je zuvor behandelt werden, so dass sie in nie da gewesener Zahl aus dem Irak strömen, während die wenigen in Afghanistan verbliebenen zunehmend gewalttätiger Verfolgung ausgesetzt sind.

Wir haben einen Friedensvertrag nach dem anderen zwischen Israel und den Palästinensern vermittelt – von Camp David über Oslo zur Roadmap für den Frieden – nur um zu erleben, dass die palästinensische Seite wieder und wieder auf ihren Verpflichtungen zur Anerkennung und Respektierung der grundlegenden Existenzrechte Israels herumtrampelt.

Ich habe Ihnen Amerikas ausgestreckte Hand angeboten. Damit bin ich einem Weg gefolgt, der von meinen Vorgängern freigewuchtet wurde. Aber diese Versöhnungsgeste wurde nie erwidert. Und deshalb muss ich, obwohl mein guter Wille Ihnen immer noch entgegen geht, muss ich realistischer handeln.

Pakistan und andere muslimische Staaten werden keinen weitere Penny amerikanische Hilfe erhalten, bis und wenn sie nicht demonstrieren – auf transparente und überprüfbare Weise – dass sie die Kräfte des globalen Jihad bekämpfen, statt ihnen Vorschub zu leisten. Das wird die Institutionalisierung landesweiter Programme einschließen, die gegen die jihadistische Doktrin der islamischen Überlegenheit lehren; die lehren, dass Muslime und Nichtmuslime auf unbestimmte Zeit als gleiche Bürger zusammenleben müssen, ohne Versuche von Muslimen die Nichtmuslime als unter der Herrschaft des islamischen Gesetzes minderwertig zu unterjochen.

Ich vertraue darauf, dass Sie begreifen, dass wir nicht weiter das Aufschlitzen unseres eigenen Halses finanzieren können.

Afghanistan und der Irak müssen sofort gleiche Rechte für Frauen und Nichtmuslime garantieren oder die amerikanischen Waffen werden sich nicht länger dem Machterhalt der Regierungen widmen, die diese Rechte nicht garantieren.

Ich werde Israel auffordern keine weiteren territorialen Zugeständnisse zu machen. Der Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 demonstrierte nur, dass solche Konzessionen den Appetit der islamischen Jihadisten auf mehr Zugeständnisse reizen, statt ihn zu sättigen. Mit der Annahme, dass territoriale Zugeständnisse Frieden bringen, wird nicht nur die jüngste Geschichte ignoriert, sondern auch das erklärte Ziel der gegen Israel aufmarschierten jihadistischen Bewegungen: die Vernichtung des jüdischen Staates.

Der Staat ist ein Verbündeter Amerikas – ein verlässlicherer Verbündeter als jeder islamische Staat es je gewesen ist. Und wir werden tun, was immer nötig ist, diesen Verbündeten zu beschützen und zu verteidigen.

Unsere Hand ist ausgestreckt, aber wir sind nicht unrealistisch, was die Natur der Welt angeht. Die Abneigung zwischen uns ist genauso viel – wenn nicht mehr – das Ergebnis der Doktrinen des Jihad und des islamischem Herrenmenschentums, wie es das Ergebnis amerikanischer Politik ist. Letztlich wird eine auf Realismus gegründete Politik für uns beide besser sein als eine Politik, die auf Fantasien und Halbwahrheiten gründet, die bisher die Oberhand hatte.

Vielen Dank und möge Gott Sie segnen.

7 Gedanken zu “Die Rede, die Obama in Kairo halten sollte

  1. Da kann er sich winden und machen, was er will, der neue, von zu vielen als Messias gepriesene.
    Die Hamascharta bleibt und nimmt in Palästina Verfassungsstatus ein und die Prophetie wird sich erfüllen, daß Alle Völker über Israel und speziell Jerusalem hereinbrechen werden.
    Wohl dem, der sich daran nicht beteiligt.
    Maran Atha

  2. Ich bib selbst Muslim und finde diesen Redevorschlag schlich dumm und einseitig!

    Wer diesen Redeentwurf liest nuss ja glauben der Islam bestünde nur aus Jihadisten! Da ich und meine Freunde absolut nichts für radikale Islamisten übrig haben und auch die Mehrheit der Muslime Gewalt und Terror ablehnen führt die obige Rede ganz einfach in die Irre.

    Übrigens sind die radikalen islamistischen Gruppen in den achtziger Jahren von westlichen Geheimdiensten unterstützt worden um linke politische Bewegungen zu schwächen!

    Unter den in den achtziger Jahren so hoch verehrten afghanischen Widerstandskämpfern war auch ein gewisser Osama bin Laden, der in Afghanistan als Mujaheddin gegen die bösen Russen kämpfen durfte, auch im amerikanischen Auftrag!

    Anstatt also pauschal eine ganze Religionsgemeinschaft zu diffamieren sollte man auch eigene Fehler sehen und die wirklichen radikalen Islamisten konkret benennen. Denn die sind auch für Muslime eine Gefahr!!!

  3. 1) Keiner behauptet, dass „der Islam“ (ich denke, den gibt es nicht???) „nur aus Jihadisten“ besteht. Es lässt sich aber nicht leugnen, dass die Regierungen und „geistlichen Oberhäupter“ der Staaten der OIC nicht wirklich etwas gegen den Jihad gegen den Westen unternehmen – eher im Gegenteil.
    2) Die jihadistischen Bewegungen sind NICHT vom Westen gegründet worden. Westliche Staaten haben hier und da Gruppierungen unterstützt, die mit diesem Gedankengut gegen die UdSSR agierten. Aber muss das bedeuten, dass der Westen heute diese Gruppen weiter unterstützen muss? Dass er sie hofieren muss? Dass er ihre Unterstützung durch islamische Staaten begrüßen muss? Dass die Fehler von damals weiter gemacht werden müssen?
    3) Dass die Jihadisten nicht nur auch, sondern genauso eine Gefahr für die Muslime sind, ist lange schon ein Argument, das Robert Spencer anführt. Vielleicht sollte sich rai30 mal ein wenig mit dem Autor auseinandersetzen.
    Solche Pauschalitäts-Vorwürfe sind es, die von wenig Kenntnis zeugen – und gleichzeitig ein Muster darstellen, um von Kritik am Islam bzw. extremen Vertretern des Islam abzulenken und sich nicht selbst mit dem Bild der eigenen Religion und den Ursachen davon auseinanderzusetzen. Hört endlich auf euch in der Opferrolle zu sonnen, sondern tut etwas gegen eure Extremisten! So, dass auch Otto Normalverbraucher euch und eure Arbeit gegen die Extremisten registriert! Sonst seid ihr nicht glaubwürdig und handelt kontraproduktiv.

  4. @ rai30

    Ich stimme Ihnen inhaltlich voll zu. Distanzieren möchte ich mich hingegen von heplevs ungehörigem und grenzenlos dummen Kommentar, in dem er Ihnen Behauptungen unterjubelt, die Sie gar nicht gemacht haben, etwa, dass jihadistische Bewegungen vom Westen gegründet worden seien.

    Und warum sollen sich eigentlich die Muslime dauernd bewegen und ihre Friedfertigkeit unter Beweis stellen? Wie wäre es denn, wenn Israel statt dessen zu allererst mal von allen völkerrechtswidrig besetzt gehaltenen Gebieten (auch vom Golan) verduftet und sich mit PA, Hamas und mit Syrien an die Verhandlungstisch setzt? Da es dazu aber ohnehin nicht in der Lage ist, müssen es nun der große Bruder, die Arabische Liga, Abbas und die Hamas richten. Oder nimmt irgend jemand in der Welt Netanjahu und sein Wichsfigurenkabinett ernst? Wohl kaum.

  5. Okay, das „gegründet“ war da nicht. Er hat „unterstützt“ geschrieben. War ich etwas zu schnell beim Lesen. Was daran „grenzenlos“ dumm sein soll, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis – aber geschenkt, so reden, schreiben und denken offenbar Leute, die immer meinen, die Muslime brauchten sich nicht zu bewegen.
    Aber: Inwiefern ändert das etwas an dem, was ich dazu geschrieben habe? Dass diese Unterstützung nicht heißen kann, dass man das weiter macht? Dass es nicht heißen darf, dass sich da nichts ändert? Soll der Westen weiter die Taliban stark machen, statt sie zu bekämpfen?
    Soll das heißen, dass jetzt nicht die deutliche Distanzierung „der Muslime“ von den Extremisten nicht nur in Sonntagsreden, sondern vor allem in Taten erfolgen muss?
    Wollen „rai30“ und „Obaminho“ (da hätte ich jetzt fast was geschrieben…) wirklich behaputen, „die Muslime“ hätten sich in irgendeiner Weise schon bewegt?
    Aber was will man von Parolen-Krakelern erwarten, die keine Ahnung von internationalem Recht haben (illegal besetzte Gebiete) und sich sonst lieber einen damit einen runterholen, dass sie beleidigende Vokabeln verbreiten?
    „Obaminho“ vertritt offensichtlich die Meinung (s. wer „es nun … richten“ muss), dass Terror und der Traum von der Vernichtung des jüdischen Staates der richtige (und einzige?) Weg ist den von den muslimischen Arabern verbrochenen (Vernichtungs-)Krieg (gegen Israel) im Nahen Osten zu „lösen“. Das ist seit 90 Jahren der „Lösungsansatz“, der sich durchgesetzt hat, dank Hadsch Amin al-Husseini – Hitlers Lieblings-Muselman. Wer in Nahost Krieg schürt und Frieden verhindert ist jedem klar, der ein bisschen geradeaus denken kann und über ein Minimum an geschichtlichen Kenntnissen verfügt. Nicht über Kenntnissen an Ignoranz, Arroganz und ideologisiert gewollter Selbstblendung.

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