Knallchargen

Thomas Avenarius, Süddeutsche Zeitung – ahnungslos, was „Auge um Auge“ heißt und noch ahnungsloser, was die Scharia ist. Aber Ressentiments verbreiten, das kann er gut. Unter anderem das, die Frauen im Iran seien nicht unterdrückt oder weniger wert.

Die Stadtoberen von Ivry, einem Vorort von Paris: Sie haben Marwan Barghouti die Ehrenbürgerwürde verliehen. Barghouti ist der PLO-Terrorführer, der die „Zweite Intifada“ vorbereitet und losgetreten hat. Er sitzt wegen fünffachem Mord in Israel im Gefängnis.

Der WDR: „Kampf für einen palästinensischen Staat – vor 45 Jahren: Die PLO wird gegründet“ – das wüsste ich aber. Die PLO wurde nicht gegründet, um einen Palästinenserstaat zu gründen, sondern um Israel zu vernichten! Vom Terror aber ist weit und breit kein Wort – „Widerstand“ und zweimal „Anschläge“ – mehr ist davon nicht zu lesen, aber „bewaffneter Widerstand“ als Beschluss für die palästinensische Nationalcharta kommt auch vor. Süß!

Schon vor 11 Jahren war einer kein Nahost-Experte für die israelische Parteienlandschaft und lieferte ein „Meisterstück“ ab – Thorsten Schmitz von der Süddeutschen Zeitung. Bei dem hat sich bis heute nicht viel geändert (lieb ausgedrückt).

Peter Scholl-Latour – Hamas verlangt (nur) die Rückkehr zu den Grenzen von 1967.

Hanni Hübsch, ARD in der tagesschau – sie sagte, Obama habe den Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten verlangt, hielt inne, merkte, dass sie sich vergaloppiert hatte, und sagte, Obama habe nur das Ende des Siedlungsbaus gefordert. (Kommentar auf Die Achse des Guten: Offenbar war der Prompter kurz ausgefallen. Auf jeden Fall ein entlarvender Versprecher.)

Barack Hussein Obama, US-Superpräsi: Mit dem Hinweis darauf, dass Thomas Jefferson eine Ausgabe des Koran besaß, erklärte Obama, dass “der Islam immer schon Teil der amerikanischen Geschichte gewesen ist. Das ist nun Augenwischerei oberster Heuchler-Klasse. Denn Thomas Jefferson, eine der Ikonen der Gründung der USA, hatte sich diesen Koran besorgt, um sich zu erlesen, was für Leute da die amerikanische Handelsschifffahrt bedrohten und amerikanische Seeleute in die Sklaverei verschleppten. Es war eben KEINE positive Sicht auf den Islam, die so Teil der US-Geschichte wurde – aber Obama impliziert anderes. Es ist zu befürchten, dass er das auch so glaubt. Was wieder zeigt, dass er von Geschichte keine Ahnung hat, sondern sich – ganz im Sinne der Multikulti-Meinungsterroristen – seine Fakten selbst bastelt.

Inge Günther, Frankfurter Rundschau – Sie bezeichnet das folgende Zitat als „unvoreingenommene Töne“ des Superpräsi: „So wie Israels Recht zu existieren nicht bestritten werden kann, lässt sich auch Palästinas Recht nicht bestreiten.“ Wer so blöde ist nicht zu sehen – oder so ein Arsch, nicht sehen zu wollen – dass Israel bzw. die Israelis den Palästinensern ihren eigenen Staat schon längst überlassen hätten, wenn die denn wirklich wollten, ist eigentlich weit schlimmer als eine Knallcharge. Aber von Inge Günther konnte man noch nie etwas anderes erwarten.

Udo von Kampen, ZDF (Kommentar, Samstag, 06.06.09) – wer „weniger EUropa“ will und „mehr Niederlande“ (oder mehr den eigenen Staat), der ist rechtsradikal. Wer dagegen ist, dass „Brüssel“ immer mehr zentralisiert, immer mehr Macht an sich reißt, ist rechtsradikal. Und das muss natürlich bekämpft werden. Heil, EU!

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