Knallchargen

Angela Kolb, SPD, Justizministerin in Sachsen-Anhalt – sie will die Internetzensur in ganz Europa eingeführt sehen. (Die Effektivität anderer Maßnahmen steht auch mit im Text von Stitch.)

Helmut Scholz, Partei DIE LINKE – bloß nichts tun, was die Mullahs vergrätzen könnte! Schon gar nicht demonstrieren! Die Gräben, die da angedeutet sind, müssen überbrückt werden. Wir brauchen stabile Verhältnisse im Iran.

Die „Sozialistische Linke“ – muss wohl so etwas wie ein weißer Schimmel oder schwarzer Rappe sein – aus Hamburg: Sie demonstriert gegen das “islamische und faschistische Regime” im Iran, indem sie auf Israel und die USA als Imperialisten eindrischt, die bekämpft werden müssen. So verblödet man dort also weiter und indymedia outet sich als Sprachrohr von Propaganda-Heinis, die viel hohle Phrasen dreschen und nicht für Opfer einstehen.

Boris Johnson, Mayor of London – nicht nur, dass der Superpräsi die iranische Opposition mit seinen Schmuseversuchen mit den Terror-Mullahs ermutigt haben soll auf die Straße zu gehen – seine Stärkung des Regimes hat also die Iraner dazu gebracht sich gegen dieses Regime zu stellen. Aha. Dann hat die Rede von Kairo dazu geführt, dass die Mullahs weniger heftig auf die USA eindreschen. Außerdem ist jeder CIA-Agent aus dem Land abgezogen und die Mullahs glauben das auch – also ist die Obama-Rede in Kairo schuld, dass Großbritannien in Teheran als neuer „großer Satan“ betrachtet und beschimpft wird.

Dr. Angelika Claußen, IPPNW – sie ist sich offensichtlich ganz sicher: Wenn der Westen per Vertrag alle Atomwaffen abschafft, dann wird niemand mehr Atomwaffen haben wollen (auch nicht die Terror-Mullahs und der lustige Herr Kim aus Nordkorea). Dass gewisse Leute erst recht angestachelt sein könnten sich die Dinger anzuschaffen, um die anderen dann erpressen zu können, rafft das Schmalspur-Hirn nicht. Vielleicht, weil selbst die völkermörderischsten Tyrannen tief im Inneren auch alle nur liebe Leute sind? Genau dasselbe denkt sie mit ihren IPPNW-Witzbolden, dass die Taliban auf der Stelle auf Drohungen, Morde und ihre Waffen verzichten und sich einem fairen Wettstreit der Meinungen und Ideologien stellen.

Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland (SPD) – ”Das Einzige, was die Bevölkerung [im Iran], die da so mutig ist, von uns erwarten kann, ist, daß wir das zur Kenntnis nehmen, was da passiert“. Insgesamt hat er allerdings eher eine Beschwerde an die Demonstranten in Teheran gerichtet; Quintessenz: Bitte liebe Demonstanten, Oppositionelle etc. hört endlich auf zu nerven, Ihr stört den Dialog & Handel. Lasst uns alle lieber über anderes reden, z. B. den Nahostfriedensprozess.

Jürgen Zöllner, SPD, Bildungssenator Berlin (und mit ihm die SPD und DIE LINKE) – in Berlin spielen weder Leistung noch Verdienste eine Rolle dabei, auf welche Schule ein Kind gehen wird. Nur das Los entscheidet im Zweifelsfall (bei zu vielen Anmeldungen). Qualifikation? Unsinn, wozu? Wer qualifiziert ist, muss halt auch noch Glück haben.

Erich Follath, DER SPIEGEL (26/22.06.2009, S. 104) – „In ihrem religiösen Fieber erinnert diese Hakkani-Gruppierung an die zelotischen Glaubenseiferer einer anderen Religion, die Wiedergeborenen Christen (zu denen sich auch George W. Bush zählt).“ Wenn Bush ein zelotischer Glaubenseiferer der Art wäre, die Follath da in die Welt spinnt, dann hätte der den Islam nie als „Religion des Friedens“ bezeichnet.

Vier italienische Professorinnen – die „First Ladies“ der G8-Kämpen sollen den Gipfel boykottieren, weil Berlusconi Techtelmechtel wohl nicht nur nachgesagt werden. Aber so lange die G8-Granden unbedingt die Mord-Mullahs in Triest zu Besuch haben wollten, sahen sie keinen Grund für irgendwelche Beschwerden.

Maxim Biller – die Vordenker der Wende in der DDR waren nach seiner Logik Honecker, Krenz & Co.!

Rudolph Chimelli, Süddeutsche Zeitung – Parteinahme zu Gunsten der iranischen Oppostition könnte kontraproduktiv sein – und das Regime stärken. Aha. Und den Mullahs den Arsch zu küssen, schwächt diese wahrscheinlich und die Opposition übernimmt die Macht, oder wie?
Der Spinner macht noch weiter: Präsident Barack Obama verhält sich geschickter, wenn er alles zu vermeiden sucht, was die Iraner als Einmischung deuten könnten. Da sind wir aber geschockt. Denn die Mullahs hatten ja nun überhaupt kein Problem die USA der Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iran zu beschuldigen – noch mehr: Die Opposition sei von den Amerikanern und den „Zionisten“ geführt. Das blendet Geistesgröße Chimelli schnell aus, damit er nur ja nicht mit Fakten ins Gehege kommt.

Esam al-Amin (und mit ihm die taz) – im Iran ist alles mit rechten Dingen zugegangen, außer der westlichen Einmischung; also ist der Iran eine Vorzeige-Demokratie, noch demokratischer als die USA, die seit 1980 weniger Präsidentschaftswahlen hatten als der Musterstaat mit den vielen Pinguinen, die als Frauen dienen.

Ines Pohl, künftige Chefredakteurin der taz: Sie will die Zeitung endlich wieder weiter links positionieren. Heißt das, dass man sich der Unterstützung „einer antisemitischen, frauenfeindlichen, rassistischen und als Religion getarnten rechtsextremen Strömung“ entledigt, die sich Islam nennt?

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