Waffenstillstand und Friedfertigkeit (22.-28.6.)

Ein Sprecher der Volkswiderstands-Komitees in Gaza, die Gilad Shalit gefangen halten, sagte, der Israelis habe sich entscheiden am Jahrestag seiner Entführung zu heiraten. So menschlich sind sie also. Fehlt aber wohl die entführte israelische Soldatin zur Familiengründung, die sie ihm vor ein paar Monaten schon hatten besorgen wollen…

Premierminister Netanyahu stellte klar, dass er mit „demilitarisierter“ palästinensischen Staat neulich in seiner Rede auch meinte, dass diese Idee international akzeptiert wird – und nicht internationale Truppen in Judäa und Samaria bedeutet.

Die IDF hat von Sonntag auf Montag bei Operationen in Judäa und Samaria 12 Palästinenser festgenommen. (Wie war das noch immer, wenn ein Terrorist durch einen Luftangriff beseitigt wird, geifern die politisch Korrekten doch immer, er hätte festgenommen werden müssen. Machen die Israelis ja auch nie…)

Ein palästinensischer Polizist in einem israelischen Gefängnis hat den obersten Gerichtshof Israels angerufen, damit man ihn nicht in den Gazastreifen entlässt, wenn er nächste Woche das Gefängnis verlässt. Er will in Israel bleiben dürfen, weil er als einer, der als PA-loyal gilt, um sein Leben fürchten muss und ein Antrag auf Entlassung in die „Westbank“ bisher nicht beantwortet wurde.

Spricht ja unglaublich für ein friedliches Miteinander: Der Großmufti von Jerusalem, Scheik Mohammed Hussein, fordert die Araber auf Jerusalem zu retten, bevor es zu spät ist, weil die Juden nur Böses im Sinn haben. Aber nicht nur das: Der Tempelberg (den nennt er allerdings nicht so) gehört den Muslimen und alle anderen haben die Finger davon zu lassen. Ach, sie sind ja soooo tolerant!

Montagabend hat die IDF 6 gesuchte Palästinenser in Fatahstan festgenommen, vier davon bei Qalqilya, zwei weitere bei Ramallah.

Die unmenschlichen Zionazis haben Mittwoch einen PalAraber mit einem Hubschrauber gerettet und in ein israelisches Krankenhaus gebracht, der in der Nähe des Gush-Etzion-Blocks am Steilhang eines Wadis abgestürzt war.

Israel hat zugestimmt seine Streitkräfte aus vier Westbank-Städten herauszuhalten, um eine palästinensische Sicherheits-Kampagne zu unterstützen. Israel wird die PA über alle sicherheitsrelevante Entwicklungen informieren, die Eingriffe der IDF in den von der PA kontrollierten Gebieten erforderlich machen. Mit anderen Worten: Netanyahu nimmt den IDF-Truppen die Möglichkeit wirkungsvoll einzugreifen, weil die PA weiß, wen sie wo warnen muss. Das wird sicher sehr wirkungsvoll sein.

Von der PA kam allerdings sofort ein „nette“ Antwort: Ihnen reicht das nicht, die Aktion ist „bedeutungslos“.Was auch sonst? Alles unterhalb ihrer Maximalforderungen ist böswilliger Umgang und Staatsterrorismus.

Jamal Hwayal, Mitglied des palästinensischen Legislativrats der Fatah, wurde vor einigen Tagen aus einem israelischen Gefängnis entlassen; er erklärte, die Fatah würde sich nicht an einen dauerhaften Frieden hängen, so lange Israel weiterhin sein Aggression fortsetzt und seinen Verpflichtungen nicht nachkomme. Die Fatah habe zahlreich Optionen ihre nationalen Ziele zu erreichen.
Wie schrieb Yaacov Lozowick so treffend: So war es immer – Israel erfüllt die palästinensischen Erwartungen nicht. Und Israel ist die einzige Seite, die Erwartungen erfüllen muss. Sonst macht die Fatah Terror – äh, Widerstand. Die Terroristen diktieren, Israel hat zu parieren.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nahm die IDF in der „Westbank“ sieben gesuchte Palästinenser fest.

Man muss mit ihnen reden. Man muss sie ins Boot holen. Wirklich? Diese Schweine? – Die Hamas sagte am Donnerstag, sie könne weder bestätigen noch widerlegen, dass Gilad Shalit noch am Leben sei. Angeblich wüssten sie wegen des Gaza-Kriegs nichts mehr über ihn. Dieser Abschaum hatte schon vor Shalit eine Soldatin zu kidnappen, damit er eine Familie gründen könne. Dieses Jahr wollten sie ihn zum dritten Jahrestag seiner Entführung verheiraten.

Aus Syrien tönt es auch wieder: Wenn die Juden den Golan nicht friedlich zurückgeben, dann wollen sie ihn sich eben mit Gewalt holen. (Nur zur Erinnerung: Letzten Sonntag wies Assad jr. erst ein Angebot Netanyahus zurück Friedensgespräche zwischen den beiden Staaten „von Null“ zu beginnen.)

UNIFIL hat mal ihre Arbeit gemacht: Knapp 20 abschussbereite Katjuschas haben sie entdeckt und darüber hinaus mehrere Anschläge gegen die Blauhelme vereitelt. Allerdings war das nicht eigenes Können – sie handelten aufgrund von israelischen Informationen!

Es gibt Gerüchte, dass Israel geheime Gespräche mit Ägypten zu einer neuen Waffenstillstands-Vereinbarung führt; die relative Ruhe am Gazastreifen sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Kämpfe auch schnell wieder aufflammen könnten. Und eine Aktion wie die Operation Gegossenes Blei dürfte wegen internationalen Drucks (besonders der Regierung Obama) kaum wieder möglich sein.

Samstagabend wurde in der „Westbank“ ein Terrorverdächtiger von der IDF festgenommen.

Die „Klagemauer“ ist integraler Bestandteil der Al Aqsa-Moschee, erklärte der palästinensische Chef-Delegierte bei der Arabischen Liga, Botschafter Mohammed Sobeih in Kairo. Damit spricht er Israel und den Juden jegliches Recht an dieser heiligen Stätte ab. Und denen soll Israel eventuell die Kontrolle über den Tempelberg übergeben?

Die nächste Verleumdung: Ma’an „berichtet“, Soldaten in drei Jeeps hätten den Brunnen des Dorfes Ya’abad mit einer Chemikalie vergiftet.

Vielleicht etwas off topic, aber doch interessant: Am Südeingang von Jericho gab die IDF die Kontrolle an die PA und baute ihre Straßensperre ab. Jetzt beschweren sich die PA-Sicherheitskräfte, dass die Israelis ihnen damit zu viel Arbeit aufbürdeten – sie müssen alle Kontrollen jetzt selbst machen, sind überlastet, Israel solle den Checkpoint gefälligst wieder aufbauen. Außerdem befindet die Palestinian Human Rights Monitoring Group (Jerusalem), dass die PalAraber an israelischen Straßensperren bedeutend besser behandelt werden/wurden als von PA-Sicherheitskräften.