Urlaubs-Schaschlik

Was ich so nebenher mitbekommen habe, als ich jetzt in Israel war:

Außenminister Frank Walter Steinmeier war einen Tag früher als ich in Israel angekommen. Dafür musste der Ärmste sich von Netanyahu dessen Meinung zu einer „judenreinen“ Westbank anhören. Sagen konnte er nichts dazu. Und das ist für ihn wahrscheinlich das eigentliche Problem des Ministers. (Dass mit der Formulierung allerhand Unfug getrieben wurde, war auch klar.)
Und während im Libanon die Wahrscheinlichkeit eines Krieges mit Israel für gering angesehen wird, meinte dann unser hochverehrter Allesbesserwisser in Syrien vor einem bevorstehenden israelischen Angriff warnen zu müssen.

Der Mord an einem Taxifahrer bei Aschdod, dessen Leiche im Mai gefunden wurde, war ein Terroranschlag: Er Mann wurde umgebracht, weil er Jude war und die Täter ihn nicht nur ausrauben, sondern Rache für den Tod eines Terroristen nehmen wollten.

Die israelische Davis Cup-Mannschaft hat Russland besiegt und spielt im Halbfinale in Spanien. Besonderes Interesse an der Begegnung gab es in einer Siedlung im Westjordanland, wo eine Ur-Ur-Enkelin des Gründers des Wettbewerbs lebt.

Das Verteidigungsministerium Israels hat die Lieferung von 1.000 AK-47 an die PA-„Sicherheitskräfte“ in der „Westbank“ genehmigt – als wenn es dort immer noch nicht genug Waffen geben würde!

Den Vogel schoss mal wieder die EU ab (wie sich dann herausstellte, handelte der Typ auf eigene Verantwortung und ohne Autorisierung – heißt es seitens der EU-Kommission): Israel vernichte EU-Gelder, weil die wirtschaftliche Entwicklung in der Westbank behindern – die Siedlungen verhinderten, dass die PA normal funktionieren könne. Die israelische Regierung hat dafür gesorgt, dass die EU diesem Unsinn widersprach und ihn offiziell zurücknahm. Was nicht zur Sprache kam: Dass (nicht nur) die EU sich gewollt und wissentlich dazu entschied den Palästinensern Geld in den Rachen zu werfen, wohl wissend, dass das ein Fass ohne Boden ist, weil der Großteil abgezweigt und für Gewalt und Korruption genutzt wird.

PA-Permierminister Fayyad heuchelt, Juden seien in einem Palästinenserstaat willkommen, sie könnten dort ohne weiteres leben. Dem wurde gleich aus einer anderen Quelle entgegengesetzt, das sei Unsinn. Ich gehe davon aus, dass Fayyad nur Punkte im Westen sammeln wollte. Eine solche Kehrtwende wäre nicht so nebenher vorgenommen worden. Vor allem müsste die „Verfassung“ (d.h. deren Entwurf) des Palästinenserstaates geändert werden; und wie solche Änderungen aussehen, wissen wir spätestens seit der angeblichen Abänderung der PLO-Charta (s. Ende des Textes).

Der Obamessias droht mal wieder: Die USA würden ihre Sponsorenschaft für den Friedensprozess zurückziehen, wenn – die Israelis nicht innerhalb von sechs Monaten jegliche Bautätigkeit in den Siedlungen einstellten. Ah ja. Vielleicht versucht doch noch jemand, dem Typen zu erklären, dass man Häuser verlassen und notfalls auch abreißen kann – anders sieht es mit permanenter Erziehung zu Hass und Terror gegen Juden aus, die lassen sich nicht einfach mal eben umkehren, abgeben oder beseitigen. Aber Judenhass ist ja für solche Leute nicht das Problem. Ich frage mich immer noch, ob der Mann das aus Dummheit oder Böswilligkeit macht. Nein, ich frage mich nicht wirklich – ich tendiere sehr stark zur zweiten Möglichkeit.

Das Hamas-Fernsehen hat zwei Kinder eingeladen sich anzusehen, wie ihre Mutter sich als Selbstmord-Attentäterin gesprengt haben könnte. Nett. Die zwei durften dann sehen, wie es bumm machte und haben stolz auf ihre Terroristen-Mama zu sein.

Die Kommission des UN-„Menschrechts“-Rats zur Untersuchung explizit nur der vermuteten israelischen Kriegsverbrechen ist tätig geworden und ihr Anführer wurde auf Israels Kanal 1 interviewt. Es gab eine sehr gute Frage: „Her Richter Goldstone, wie erklären Sie, dass während der letzten sieben oder acht Jahre palästinensischen Beschusses von Städten im südlichen Teil Israels keine UN-Kommission oder –Untersuchung erfolgte?“
Der Richter kann das nicht erklären, aber er glaubt, dass dieser Beschuss kein Thema war, dass in die UNO getragen wurde. Jedenfalls hat er den Eindruck, auch wenn er nicht weiß, ob das richtig ist.
Nun, Mr. Goldstone, sie sind nicht bereit sich zu informieren: Israel hat sich beim Sicherheitsrat wegen des palästinensischen Terrorbeschusses beklagt. Nicht, dass einer das wissen müsste, der angebliches israelisches Fehlverhalten untersuchen soll, schließlich ist das ein Thema, das außerhalb seines Auftrags liegt, nicht wahr?

Es gibt weiterhin zweierlei Maß. Während Israel eigentlich immer und unter allen Umständen unter Druck gesetzt wird, es müsse mit den Terroristen verhandeln und den Friedensprozess voran bringen, können die Terroristen es sich ohne Probleme zu bekommen leisten zu sagen, sie würden schlicht nicht weiter machen, wenn nicht dies oder das von Israel als Vorleistung erbracht wird.

In Jerusalem hat ein Jude nach 16 Jahren juristischer Auseinandersetzungen ein weiteres Mal vom Gericht bestätigt bekommen, dass er das von ihm gekaufte Grundstück räumen lassen kann. Das Problem wird weiterhin sein, dass die illegal darauf siedelnden Araber nicht freiwillig gehen werden. Die Polizei war bisher auch alles andere als hilfreich und missachtete gerichtliche Anweisungen die Räumung zu unterstützen. Es ist wahrscheinlich, dass die Sache weiterhin nicht ausgestanden ist. (Arutz-7 berichtet ausführlich.)

Die Schweiz betrachtet die Hamas nicht als Terror-Organisation. Das bekam Botschafter Elgar zu hören, als er beim schweizerischen Außenministerium Aufklärung darüber verlangte, weshalb die Schweiz einen hochrangigen Hamas-Vertreter samt Delegation zu offiziellen Gesprächen einlud. (Kommentar: Das passt in das Gesamtverhalten der Schweiz, die es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat Mordbanden und Völkermord-Ambitionisten zu hofieren – s. z.B. den Empfang Ahmadinedschads im Frühjahr und die Vertragsabschlüsse mit den Terror-Mullahs.)

Wieder einmal werden von israelischen Soldaten erhobene Vorwürfe medial heftig verbreitet. Eine Organisation namens „Breaking the Silence“ hat einen Bericht veröffentlicht, in dem vieles in etwas anderer Form wieder neu aufgekocht wird, was schon im Frühjahr an Vorwürfen kam. Dass das alles nicht überprüfbar ist, spielt offenbar mal wieder keine Rolle, denn der Bericht nennt keine Namen, Einheiten oder sonstiges, mit dem man die Vorwürfe bestätigen oder widerlegen könnte. Was der Qualitätsjournaille allerdings wieder nicht auffällt, obwohl es teilweise von den Journalisten selbst mit berichtet wird: Offenbar handelt es sich in vielen der 58 angeführten Fälle auch diesmal wieder um Aussagen, die die Zeugen von anderen hörten – um Hörensagen also. Im konkreten Fall erwähnte der Berichterstatter höchstpersönlich, dass der Soldat, mit dem er gerade sprach, weiter gab, was er von Offizieren gehört haben will.

Oh, diese üblen Zionisten – die machen sogar kaputt, was gar nicht existiert. Mussten jedenfalls griechische Spender feststellen, die Geld für ein von israelischem Militär zerstörtes christliches Krankenhaus im Gazastreifen gaben, das wieder aufgebaut werden sollte. Dummerweise gab es dieses Krankenhaus nicht. Wohin das Spendengeld ging? Weiß keiner… angeblich wird jetzt ein Projekt gesucht, das mit dem Geld finanziert werden kann.

Der hier ist auch „gut“: „Der Grund der Explosion ist unbekannt, aber die Polizei fand vor Ort Raketenwerfer und hat den Verdacht, es habe in dem Haus des Geistlichen ein Munitionsdepot gegeben…“ Was für ein „Geistlicher“ das wohl war? Richtig, es war bestimmt ein katholischer Pfarrer; oder besser noch: ein evangelikaler Pastor. Oder wie wäre es mit einem buddhistischen Mönch? Nee, ist klar, es war ein Imam (in Pakistan), dessen Haus in die Luft flog, 20 weitere im Umfeld in Schutt und Asche legte und einen Krater von 12 Metern Durchmesser hinterließ. Wenn es sich um ein Pfarrhaus gehandelt hätte, hätte die Überschrift dann auch so lapidar gelautet, wie die der australischen ABC: „Detonation tötet 9 in pakistanischem Dorf“?

Vor ein paar Jahren – behauptet die PA – wurden die Al Aqsa-Märtyrerbrigaden aufgelöst. Komisch, dass die dann immer noch die Verantwortung für Terroranschläge wie das Schießen auf ein israelisches Auto in der „Westbank“ übernehmen können…

Ach übrigens, der Gazastreifen ist ja sooo übervölkert. Beweisfotos.