Die Vorstellung, dass Hisbollah einen nicht terroristischen „politischen Arm“ hat, mit dem man reden kann, ist absurd

Barry Rubin, 18. Juli 2009

Nawaf Mussawi war bis vor kurzem Führer des „politischen Arms“ der Hisbollah. Er ist jetzt Mitglied des Stadtrats von Tyrus. Denken Sie bitte daran, dass Großbritannien, Russland und andere Staaten hochrangige Vertreter zu Treffen mit diesem politischen Arm schickten, aufgrund der Vorstellung, dass dieser nicht in den Terrorismus verwickelt, sondern eine Art legitimer parlamentarischer Organisation sei.

Aber hören Sie sich an, was Mussawi in einem Profil über sich in al-Nahar zu sagen hat (übersetzt von Tony Badran). Nach seiner Kandidatur für das Parlament und seine politische Arbeit im Allgemeinen zu sagen hatte, antwortete Mussawi:

„Grundsätzlich besteht unsere Rolle in der Partei in Jihad-Arbeit. Ohne sie gibt es keinen Wert oder eine Rolle für den Libanon. Hätte ich die Möglichkeit zurückzukehren, hätte ich den Weg des militärischen Jihad gewählt, denn die Position eines wahren Kriegers (mujahid) ist wichtiger als die eines Abgedordneten.“

Und was denkt er über den Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah, der immer für den bewaffneten Kampf gegen Israel und oft gegen den Westen eintritt, eng mit Teheran verbunden ist und immer wieder andeutete, dass sein Ziel eine Islamische Republik im Libanon ist?

„Nasrallah ist mein Führer und mein spiritueller Leiter [wali amr]. Wenn er aufsteht [stehe ich auf] oder sich setzt [setze ich mich].“

Der Artikel fügt an: „Er gibt zu, dass ihm Tränen in die Augen stiegen, als Sayyed Hassan Nasrallah für sein erste Rede nach dem Beginn des [Krieges von 2006 mit Israel] ins Fernsehen ging. ‚Denn an diesem Tag erinnerte ich mich an das Bild des Imam Hussein, Friede sei mit ihm, in Kerbela.‘“

Mit anderen Worten: Er setzt in religiöser Inbrunst Nasrallh mit der heiligsten spezifisch schiitischen Person in heiliger Schlacht gleich.

Das sagt der Führer des politischen Arms der Hisbollah.

Es sind auch andere derartige Äußerungen gemacht worden, einige sogar in Englisch. Zum Beispiel von Naim Qassem, dem zweiten in der Kommandohierarchie:

„Alle politische, soziale und Jihad-Arbeit ist an die Entscheidungen dieser Führung gebunden. Dieselbe Führung, die die parlamentarische und Regierungsarbeit bestimmt, führt auch die Jihad-Aktionen im Kampf gegen Israel.“

Oder dieser Hisbollah-Kämpfer im Interview mit der BBC:

Aber Mahmud, der Kämpfer, sagt, das Vereinigte Königreich macht sich mit dieser Unterscheidung zum Narren. Wir haben zwei Arme, aber wir gehören zu einem Körper. Es gibt so etwas wie den militärischen oder den politischen Arm der Hisbollah nicht. Wir sind alle Teil eines einzigen Widerstands“, sagte er.

„Die Hisbollah wird erst dann eine rein politische Partei werden, wenn Israel aufhört zu existieren“, sagte er.

Auf welcher Basis können also westliche Analysten, Diplomaten oder Beamte behaupten, es gäbe eine Lücke zwischen einem terroristischen militärischen Arm und einem friedfertigen, parlamentarischen „politischen“ Arm, der es wert ist, sich mit ihm zu beschäftigen und der moderater werden könnte?

Die westlichen Medien sollten sich von den Public Relations-Tricks der Hisbollah nicht an der Nase herumführen lassen; und das gilt besonders für die britische Regierung.

Ein Gedanke zu “Die Vorstellung, dass Hisbollah einen nicht terroristischen „politischen Arm“ hat, mit dem man reden kann, ist absurd

  1. „[….]Die westlichen Medien sollten sich von den Public Relations-Tricks der Hisbollah nicht an der Nase herumführen lassen; und das gilt besonders für die britische Regierung.“
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    Wenn wir die biblische Prophetie nicht hätten, dann würden wir verzweifeln über die Entwicklung der letzten Jahre.
    Nicht nur die Ideologie des Islam, sondern auch der Humanismus, ist wie eine Hülle (Decke), die die Sicht auf die Wahrheit behindert, bzw. blind macht und die die Herzen der Nationen verstockt. Doch die biblischen Propheten (nicht Mohammed) sind die Geschichtsschreiber der Zukunft, wer die Bibel liest, weiß mehr.
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    Jesaja 25, 7 „Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegtun, damit alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind.“
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    http://www.bibel-online.net/buch/23.jesaja/25.html#25,7
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    „Blind für biblische Prophetie
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    Leider wird die biblische Prophetie von Vielen mit Hellseherei verwechselt und nicht ernst genommen. Damit halten sie an der Decke fest, die Gott über sie gestülpt hat (Jesaja 25,7), d.h. nicht nur die Juden haben bezüglich ihres Messias eine Decke vor ihren Augen (2. Korinther 3,12-16), sondern auch viele Christen haben bezüglich Israel eine Decke vor ihren Augen, die sie blind macht für das prophetische Wort Gottes.
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    Diese Decke ist aus Fäden der Ersatztheologie gewebt, die lehrt, dass die Kirche an die Stelle Israels getreten ist und Israel nicht mehr die in der Bibel vorhergesagte Zukunft vor sich hat, was ihrer Meinung nach darin gipfelt, dass alle Verheißungen für Israel hinfällig geworden sind. So ähnlich dachten auch die Menschen zur Zeit Noahs. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass Noah mit dem Bau seiner Arche Recht haben sollte. Als der Bau der Arche sich hinterher aber als richtig herausgestellt hatte, war es für die Besserwisser zu spät. Genauso zweifeln heute viele an den biblischen Verheißungen bezüglich Israel.
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    Es ist auffallend, dass bei modernfundamentalistischen Christen das prophetische Wort kaum eine Rolle spielt. Weil sie andere Wahrheiten bevorzugen, vernachlässigen sie das prophetische Wort der Bibel. Das aber ist gefährlich, denn die Erkenntnis über das endzeitliche Auftreten des Antichristen und die damit für die Christen verbundene Gefahr ist eng an die Prophetien über Israel geknüpft.
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    Der Zeiger an Gottes Uhr
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    Es ist keine altmodische Phrase, dass Israel der Zeiger an Gottes Uhr ist, sondern es ist heute wichtiger denn je, dies zu wissen. Je mehr wir der Wiederkunft Christi entgegengehen, desto wichtiger ist es, immer häufiger auf die Uhr Gottes zu schauen, d.h. auf Israel zu schauen. Wenn ich auf den Zug warte, mit dem meine Frau kommt, schaue ich öfters als sonst auf die Uhr. Nicht weil ich die Uhr mehr liebe als meine Frau, nein, ich bringe damit nur meine Sehnsucht zu meiner Frau zum Ausdruck.
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    Genauso lenkt das Schauen auf Gottes Uhr Israel uns nicht von der Person des Messias ab, sondern motiviert uns, alles zu tun, um für das Kommen des Messias bereit zu sein. D.h. man kommt nicht umhin, das prophetische Wort der Bibel zu beachten.“
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    http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=126&view=item&idx=1474
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    MfG Paulchen

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