Wer sind in Europa die Faschisten?

John Hinderaker, PowerLine-Blog, 16. Juli 2009

Wir schreiben von Zeit zu Zeit über europäische Politiker und Parteien – besonders Geert Wilders und seine Partei für die Freiheit in den Niederlanden – die sich gegen die Islamisierung Europas stellen. Die linken und liberalen MSM, sowohl hier wie in Europa, sind schnell dabei diese Politiker und ihre Parteien als „rechtsextrem“ oder „faschistisch“ zu etikettieren. Unglücklicherweise hört man dasselbe von Leuten, die es besser wissen sollten.

Es gibt in der Tat einige nationalistische europäische Politiker und Parteien, die diese Etikettierung verdienen. Jean-Marie LePen in Frankreich und Jörg Haider in Österreich fallen einem da ein. Andererseits, zeigt Sören Kern im Brussels Journal auf, sind Wilders und seine Partei schlicht nicht „rechtsextrem“ oder faschistisch. Genauso wenig ist es z.B. die Dänische Volkspartei.

In Europa sind die Rechtsextremen und die Faschisten antisemitisch. Aber Wilders‘ Partei für die Freiheit und die Dänische Volkspartei sind vehement pro-Israel (Wilders verbrachte einen Teil seiner Jugend in Israel und besucht es regelmäßig). Als solche stehen sie in Europa weit gehend alleine, wo der Antisemitismus in der Linken ehrenwert geworden ist und wo große Parteien, wenn es um Israel geht, feindselig bis lauwarm sind. Kern beschreibt es so:

Mit wenigen Ausnahmen sind die einzigen aufrichtigen europäischen Unterstützer der Juden und Israels die politisch rechts Stehenden. Fakt ist, dass im Großen und Ganzen Juden viel mehr seitens der europäischen Linken zu befürchten haben als von der extremen Rechten.

Über Fragen bezüglich Juden und Israel hinaus ist die Partei der Freiheit im Wesentlichen eine libertäre und in mancher Beziehung traditionell liberale Partei. A. Millar vermerkt (ebenfalls im Brussels Journal), dass ihre Plattform für die letzten Wahlen die Verteidigung der Rechte von Frauen forderte und Schwule vor Straßengewalt schützte. Diese Punkte passen nahtlos in die Antiislamisierungs-Stoßrichtung er Partei, da die Islamisierung eine klare Bedrohung von Frauenrechten und Sicherheit für Schwule darstellt. (Millar deutet auf einen Vorfall des letzten Jahres, bei dem das Mode-Model Nike DuPree von zehn muslimischen Jugendlichen vom Catwalk gezerrt und angegriffen wurde, was die Niederlande schockierte.) Angesichts der Bedrohung, die die Islamisten für Frauen, Schwule, Juden und allgemein die Freiheit darstellen, sind sie die wahren Faschisten des modernen Europa, wobei ihre Allesversteher nicht weit dahinter zurückstehen.

Wilders nimmt einige Positionen ein, denen ich nicht zustimmen, z.B. ein Verbot des Koran. Aber seien allgemeine Haltung bezüglich Muslimen in der niederländischen Gesellschaft ist vernünftig, nicht extrem. Er stellt sich gegen Masseneinwanderung, besonders aus muslimischen Ländern, und will, dass die Muslime sich in eine niederländische Gesellschaft zu assimilieren.

Die Linke wird natürlich alle konservativen europäischen Parteien in einen Topf werfen und sie dämonisieren. Denn all diese Parteien – und besonders die Partei der Freiheit mit ihrem jüngsten Wahlerfolg im Herzen Westeuropas – stellen für die hart linke, multikulturelle Agenda eine Bedrohung dar. Aber diejenigen, die das ablehnen, haben eine Verantwortung entsprechende Parteien eigenständig genau zu studieren, bevor sie sie verurteilen.

In Europa steht zu viel auf dem Spiel, um sich gedankenlos jedem Aspekt linker Sichtweise zu verschreiben.

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