Wikipedia als Quelle

Als kleine Ergänzung zum Dialog mit Malte Lehming und seiner Art seine Sicht zu belegen (s. Update vom 22.07.09), möchte ich darauf hinweisen, wie „zuverlässig“ gerade Wikipedia ist. Der BILDblog brachte ein markantes Beispiel: Der aktuelle Wirtschaftsminister hat von seinen Eltern reichlich Vornamen verliehen bekommen. Ein Witzbold hatte bei Wikipedia spaßeshalber noch einen zusätzlichen eingefügt. Die Folge? Lest selbst: Wie ich Freiherr von Guttenberg zu Wilhelm machte.

Aus dem Oktober 2013 ein ausführlicher Bericht eines Menschen, der dann doch nicht zu Wikipedia ging: Können wir Wikipedia noch vertrauen? Manipulation und Betrug im Internet.

Und direkt noch einer hinterher: Die EtwasandereKritik beschreibt, wie bei Wikipedia manipuliert wird.

2 Gedanken zu “Wikipedia als Quelle

  1. Das ist wirklich herrlich! Es zeigt den Qualitätsjournalismus, wie er leibt&lebt. Ich sehe das bei meinen Recherchen immer wieder, sie schreiben das Blaue vom Himmel herunter, die Journalisten – und bei Wiki ab.

    „Nachrichten allein bedeuten gar nichts; man braucht Autoren, die sie deuten können, tönt es des Mittwochs manchmal aus dem Ferni.“ So überhöht ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo das Abschreiben aus Wiki.

    Wiki ist eine wunderbare Erfindung, wenn frau mit einer Suche anfängt und einen Wiki-Eintrag findet, prima. Dort gibt es zusätzliche Schlagwörter, oft externe Links usw.

    Wiki zitiere ich nur, wenn es nicht darauf ankommt in dem Zusammenhang meines Artikels, oder wenn nichts anderes vorhanden ist, wie neulich über den Richter am ECHR Karel Jungwiert, und dann noch auf tschechisch.

  2. Calamitas weist mich eben darauf hin, daß wir in Sachen fähigem Qualitätsjournalisten Malte Lehming schon viel weiter waren als jetzt. Es gibt eben Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich einem nicht so einprägen, noch dazu, da mit Andrea Dernbach und Christiane Peitz im Tagesspiegel Personal geboten wird, das so schnell nicht unterboten werden kann.

    So betrachtet, ist Malte Lehming der einäugige König. Vielleicht darf er deshalb helfen, die Achse des Guten vollzumüllen.

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