Wo sind eigentlich…

… die ganzen Durban/Durban 2-Aktivisten, wenn in Genf die „Internationale Konferenz zur Frage Palästinas“ tagt?

Überhaupt werden die ausschließlich für die Palästinenser und gegen Israel gerichteten Aktivitäten in UNO-Gremien reiclich wenig beackert. Zum Thema „Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ findet sich im Super-Lexikon für Journalisten (Wikipedia) nichts. In Google (deutsch) finden sich ein Eintrag der UNESCO, einer des Landesfilmdienstes NRW und ansonsten solche von antiisraelischen Organisationen.

In der Regel wird dieser 1977 von der UNO eingeführte Tag am 29. November begangen – dem Jahrestag der Entscheidung über den UN-Teilungsplan von 1947. Die UNO lässt also ihren Beschluss von 1947 offiziell betrauern – mit Hetze gegen den daraus entstandenen Staat. Dort wird ausdrücklich nur die „palästinensische“ (sprich: arabische“) Sichtweise dargestellt, völlig losgelöst von Fakten und Wahrheit.

Viel früher schon wurde das UNRWA gegründet, eine Flüchtlingshilfe-Organisation ausschließlich für die aus dem neu gegründeten Staat Israel auf Anweisung der arabischen Nachbar-Herrscher oder aus Angst vor dem von diesen vom Zaun gebrochenen Krieg geflohenen Araber – außerdem flohen viele vor den Juden, von denen ihnen erzählt wurde, sie würden sie massakrieren; daneben gab es in geringen Teilen Vertreibungen von Arabern durch zwei jüdische Terror-Organisationen. Da die UNRWA vor dem UN-Flüchtlingswerk UNHCR gegründet wurde, ist vielleicht ein gewisses Verständnis dafür aufzubringen, dass es die UNRWA heute noch gibt – aber warum wurde sie nicht einfach in das UNHCR integriert? Aber warum perpetuiert die UNRWA bis heute den Flüchtlingsstatus der „Palästinenser“ bis heute? (Dazu lasse ich mich hier jetzt nicht aus, es gibt reichlich Meinungsäußerung dazu.)

In den 1970-er Jahren wurde noch ein UN-Ausschuss gegründet, der „Ausschuss für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes“. Dieser bereitete in den Jahren 1982/83 die „Internationale Konferenz über die Palästinafrage“ vor, die erstmals vom 29. August bis 7. September 1983 abgehalten wurde.

Um „rund um die Welt eine informierte öffentliche Meinung zu schaffen, die die Verwirklichung dieser Rechte unterstützt“, wurde zusätzlich eine „Abteilung für die Rechte der Palästinenser“ geschaffen, die ursprünglich „Sondergruppe für die Rechte der Palästinenser“ genannt wurde. Sie „ist Teil der Hauptabteilung Politische Angelegenheiten des Sekretariats der Vereinten Nationen. Ihr Mandat, das jährlich erneuert wird, wurde im Laufe der Jahre mehrmals erweitert. Es umfasst die Organisation internationaler Tagungen, die Durchführung eines Publikationsprogramms, die Schaffung und Weiterentwicklung des computergestützten Informationssystems der Vereinten Nationen zur Palästina-Frage (UNISPAL), das inzwischen auf dem Internet verfügbar ist, und die Durchführung eines jährlichen Schulungsprogramms für Bedienstete der Palästinensischen Behörde.

Diese Abteilung soll internationale Tagungen und Konferenzen organisieren, „um eine konstruktive Analyse und Erörterung der verschiedenen Aspekte der Palästina-Frage zu fördern und internationale Unterstützung und Hilfe für das palästinensische Volk zu mobilisieren„. Wie die aussehen, erleben wir gerade in Genf. Ohne Rücksicht auf die Realitäten vor Ort wird auf Israel eingedroschen, der jüdische Staat für alles verantwortlich gemacht, was bei den palästinensischen Araber schief geht und darüber hinaus eine Verteufelung betrieben, gegen die die Ächtung Südafrikas zur Apartheid-Zeit kaum anstinken kann.

Es gibt eine Vielzahl von Aktivitäten für die palästinensischen Araber seitens und in der UNO, die in ihrem Umfang und in ihrer Art mit keiner einzigen anderen Aktivität der UNO, ihrer Organe oder ihrer Mitgliedsländer vergleichbar ist. Im Vergleich damit war die Durban 2-Konferenz (zum Glück) ein schon fast harmloses Ereignis – was die Frage aufwirft, wo die Durban 2-Aktivisten bleiben. Bitte, Leute, arbeitet euch nicht nur an Sonderereignissen ab!

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