Wo Apartheid und Ähnliches herrscht

Avigdor Lieberman wurde niedergemacht und Rassist geschimpft, als er vorschlug, die israelischen Araber sollten einen Treue-Eid auf den Staat ablegen. Die Schutzanlage gegen den Selbstmord-Bombenterror wird „Apartheid-Mauer“ genannt. Die israelischen Araber sind zugegebenermaßen in manchen Bereichen gegenüber den Juden benachteiligt, aber im Großen und Ganzen eher marginal und keineswegs so, dass man von einem Staatsrassismus sprechen kann, wie es nur allzu gerne von muslimsicher und sonstiger interessierter Seite behauptet. Und wenn Juden in Judäa und Samaria wohnen wollen, dann ist das Grund zu massiver Verurteilung – aber eine judenreine Westbank ist eine Selbstverständlichkeit.

Das sind so die kleinen Aspekte, die man ohnehin immer im Hinterkopf haben sollte. Was Khaled Abu Toameh beim Hudson Institute schreibt, wirft einen Blick außerhalb des vermeintlich nicht umstrittenen Staatsgebiets Israels und den umstrittenen Gebieten zwischen Mittelmeer und Jordan:

Araber gegen Palästinenser

Hudson New York, 28. Juli 2009

Zehntausenden in Jordanien lebende Palästinensern ist in den letzten Monaten ihre jordanische Staatsbürgerschaft entzogen worden.

Die arabischen Regierungen wollen, dass die Palästinenserfrage alleine Israels Problem ist. Aber Israel wird niemals in der Lage sein, dieses Problem alleine zu handhaben.

In Verteidigung der Maßnahme behaupten die jordanischen Behörden, sie sei eigentlich dazu gedacht den Palästinensern zu helfen, da sie jeden Versuch durchkreuzen wird sie dauerhaft im Königreich anzusiedeln. „Jordanien ist nicht Palästina und Palästina ist nicht Jordanien“ erklärte der jordanische Innenminister Nayef al-Kadi. „Den Palästinensern sollte erlaubt werden in ihre Heime in Palästina zurückzukehren.“

Die USA und ihre westlichen Verbündeten müssen die arabischen Diktaturen unter Druck setzen, damit die ihre antipalästinensische Politik beenden und anfangen die Palästinenser besser zu behandeln.

Man kann sich die Antwort der Vereinten Nationen und der europäischen Staaten vorstellen, würde die Knesset morgen ein Gesetz verabschieden, das die Palästinenser von der Arbeit in irgendwelchen Berufen ausschlösse oder wenn Israel anfangen würde, den 1,4 Millionen Arabern ihre Staatsbürgerschaft zu entziehen.

Das nächste Mal, wenn die Begriffe Apartheid oder Unterdrückung in Bezug auf den Nahen Osten fallen, sollte man sich an die nicht zu tolerierenden Bedingungen erinnern, unter denen die Palästinenser in den meisten arabischen Staaten leben.

Mit seinen 70% palästinensischer Bevölkerung versucht Jordanien eindeutig sein eigenes „demographisches Problem“ zu lösen. Mit anderen Worten: Die Jordanier würden gerne weniger Palästinenser in ihrem Königreich sehen. Wie die meisten arabischen Länder haben die Jordanier sich nie wirklich behaglich gefühlt, für eine so große Zahl an Palästinensern den Gastgeber zu geben.

Als die PLO in den späten 60-ern und frühen 70-ern versuchte in dem Königreich einen Staat im Staat zu gründen, befahl Jordaniens König Hussein der Armee einen massiven Angriff auf die Flüchtlingslager im Königreich, bei dem tausende Palästinenser in dem massakriert wurden, was als Schwarzer September bekannt wurde.

Die aus Jordanien in den Libanon vertriebenen Palästinenser spielten später eine wichtige Rolle im libanesischen Bürgerkrieg. Man glaubt, dass mehr als 100.000 Menschen in diesem Krieg getötet wurden, der mehr als ein Jahrzehnt andauerte. Diesmal schaffte die PLO es allerdings im Libanon ihre eigene, unabhängige Entität zu bilden und Yassir Arafat zum de facto-Herrscher großer Teile des Landes zu machen. Viele Libanesen machen immer noch die PLO für den größten Teil der Zerstörung und der Toten in ihrem Land verantwortlich.

Das ist vielleicht einer der Hauptgründe, dass tausende Palästinenser von christlichen Milizen und syrischen Soldaten in einigen der Flüchtlingslager des Libanon massakriert wurden, nachdem die PLO Anfang der 80-er Jahre aus dem Land vertrieben worden war. Das ist auch der Grund, dass der Libanon später Gesetze erließ, die dort lebenden Palästinensern die Arbeit in fast 70 Berufen verbot.

Palästinenser, die in den Flüchtlingslagern des Libanon leben, sind drakonischen Maßnahmen unterworfen, zu denen unter anderem strenge Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit gehören. Zwischenzeitlich war es einem Palästinenser verboten in der Öffentlichkeit eine Zeitung zu lesen.

In Syrien und dem Irak, den zwei arabischen Ländern mit großem palästinensischen „Flüchtlings“-Problem, ist die Lage keinesfalls besser. Die Syrer haben es abgelehnt tausende palästinensischer Familien, die aus dem Irak flohen, auf ihr Territorium kommen zu lassen, weshalb sie in vorläufigen Zeltstädten entlang der Grenze zwischen den beiden arabischen Staaten gestrandet sind.

Viele Palästinenser, einst von Saddam Hussein verwöhnt, sind für wütende Iraker zum Ziel geworden, seit das Ba’ath-Regime in Bagdad kollabierte. Die meisten haben ihre Häuser und ihr Eigentum verloren, während nach Berichten im Verlauf der letzten sechs Jahre Hunderte getötet und verwundet wurden. Eine der größten Tragödien der Palästinenser spielte sich nach dem ersten Golfkrieg ab, als Hunderttausende von ihnen aus Kuwait und anderen Golfstaaten vertrieben wurden. Die Palästinenser waren der Preis für Arafats öffentliche Unterstützung von Saddam Husseins Invasion Kuwaits geworden, einem von mehreren arabischen Ländern, das der PLO jedes Jahr Milliarden Dollar gegeben hatte.

Seit der Befreiung Kuwaits haben fast alle arabischen Staaten aufgehört größere Geldmengen an die Palästinenser zu schleusen. Seit fast zwei Jahrzehnten sind die Palästinenser fast komplett von den Geldern amerikanischer, europäischer, japanischer und kanadischer Steuerzahler abhängig. Die arabischen Regierungen hingegen haben nicht aufgehört Lippenbekenntnisse für die Palästinenser abzugeben, die nur nette Worte und Versprechungen für Unterstützung ihrer arabischen Brüder erhalten.

Offensichtlich wollen die arabischen Regierungen keine bedeutende Rolle bei der Lösung der Not der Palästinenser spielen, die in der arabischen Welt leben. Gefragt, warum die Palästinenser immer noch in überfüllten und von Armut geschlagenen Flüchtlingslagern rund um Amman leben, antwortete ein jordanischer politischer Analytiker: „Wir müssen sie in Flüchtlingslagern halten, damit sie weiter an ihrem Recht auf Rückkehr nach Palästina festhalten. Diese Lager sind das bedeutendste Symbol der Palästinenserfrage.“

Nachträgliche Überlegung: Die Entziehung der Staatsbürgerschaft, um den Palästinensern klar zu machen, dass sie ein Volk sind, das westlich des Jordans hingehört wie auch die Begründung für die fortgesetzte Lagerhaltung der Palästinenser in den arabischen Staaten zeigen einmal mehr, dass es sich dabei um eine künstliche Volksbildung hat, die aber nun gar nichts mit ethnischen Eigenständigkeiten dieses 1964 erfundenen Volkes zu tun hat.

Ein Gedanke zu “Wo Apartheid und Ähnliches herrscht

  1. Endlich ein Bericht, der die Brutalitäten der Araber ungeschminkt beleutet.
    Es ist eine fatale Einrichtung, dass die Araber, welche die eigentlichen Verursacher vom Terror im nahen Osten sind, immer nur am Rande kritisiert werden.

    Der Hauptfaktor dafür kann im Erdöl gefunden werden. Doch eines Tages wird Europa diesen Materialismus schwer zu sühnen haben.

    Das Volk Israel, das als „Prügelknabe“ her halten muss, ist kein gewöhnliches Volk. Hinter dem volk Israel steht ein Plan, der NICHT von Menschenhand durchgeführt wird.

    NUR von diesem Volk steht, dass wer es bedrängt, in doppelter weise sühnen muss, was es diesem Volk angetan hat. Doch das wissen die überzüchteten „Intellektuellen“ von Europa nicht mehr!

    Sie lachen höchstens noch über die Bibel, das Grundbuch von Israel, und merken dabei nicht, dass sich laufend Prophetien aus diesem Buch am Erfüllen sind.

    76 Verheissungen sprechen davon, dass das Volk Israel sich wieder in IHREM Land sammeln wird – Heute läuft dieses Geschehen vor unseren augen ab.

    Auch die Konsequenzen gegen die Gegner von diesem Vorgang werden immer sichtbarer. Die notorischen Anti-Israeli irren immer schlimmer in ihren Hirngespinnsten herum… Sie fuchteln mit jedem Quentchen gegen Israel herum, und merken nicht, dass sie eines Tages wegen ihrem Fehlverhalten zum Gericht gezogen werden.

    Wehe dem, dem die Wahrheit gegen ihn ist, wohl dem, dem die Wahrheit

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