Ägyptens Argument gegen Normalisierung

Übrigens: Ägypten hat einen Friedensvertrag mit Israel!

Elder of Ziyon, 31. Juli 2009

Firas Press zitiert einen ägyptischen Beamten, der erwähnt, dass das Weiße Haus versucht die arabische Welt dazu zu bewegen, als Teil eines Friedensabkommens die Beziehungen mit Israel zu normalisieren. In seiner Unaufrichtigkeit bringt er einen neuen Grund, warum die arabische Welt niemals wirklich Frieden mit Israel schließen kann:

Denn das würde die arabischen Regierungen destabilisieren!

Der Beamte sagte, dass aus Sicht der Ägypter und der Araber dieser Druck einen inakzeptablen Stand erreicht hat und die Sicherheit der arabischen Regime und ihre Stabilität bedroht. Die Quellen erwähnten „den Beginn von Spannungen“ in den Beziehungen zwischen der Administration von Präsident Obama und vielen arabischen Hauptstädten, einschließlich Kairo und Riyadh, vor dem Hintergrund der Versuche Obamas die arabische Welt zu überzeugen, ihre Beziehungen mit Israel sofort zu normalisieren.

Die Quellen deuteten an, dass die „inoffiziellen Botschaften, die zwischen Riyadh und Kairo ausgetauscht wurden, zu dem Schluss kommen, dass die amerikanischen Anstrengungen … die Stabilität der herrschenden Regime in der arabischen Region bedrohen.“

Ein ägyptischer Beamter sagte der Zeitung, dass „die Amerikaner sofortige Normalisierung wollen, was viele arabische Herrscher in direkter Konfrontation mit ihrem Volk in die Feuerlinie stellen würden, was zu Destabilisierung führen wird. Wenn in dieser Richtung Druck ausgeübt wird, wird das nur den islamischen Extremisten in der Region nutzen.“

In diesem Zusammenhang sagte Safwat al-Sharif, Generalsekretär der herrschenden Partei Ägyptens, dass der ägyptische Präsident Hosni Mubarak es ablehnte irgendeine (amerikanische) militärische Basis auf ägyptischem Boden zuzulassen, aus welchem Grund auch immer; er sagte: „Ägypten hat eine starke Armee, die in der Lage ist sein Territorium gegen Angriffe zu verteidigen.“

Eigentlich ist das keine neue Entschuldigung. Es eine der ältesten jemals gemachten arabischen Ausreden, die normalerweise auf „die arabische Straße“ verweisen. Wann immer die Herrscher das Gefühl haben unter Druck gesetzt zu werden etwas zu tun, was ihnen nicht gefällt, sagen sie, ihr Volk würde eine Revolution machen und sie stürzen, wenn sie dem westlichen Rat folgten.

Dieses Argument ist eines der ältesten und effektivsten im arabischen Lexikon – eines, das niemals darin versagt den Westen einlenken zu lassen. Der Westen hat große Angst vor großen Zahlen seltsamer, irrationaler, Keffiyeh tragenden Männern, deren Handeln (von Westlern) nicht vorhergesagt werden kann. So wie die Briten sich arabischen Forderungen im Gefolge der heimlichen Aufstachelung der Krawalle in den 1930-er Jahren durch arabische Führer fügten, so macht es der Rest des Westens, um jegliches Auftreten von Instabilität zu vermeiden – und die Drohung damit zu belohnen.

Mit anderen Worten: Diese Leute sind keine unabhängigen Spieler in diesem Drama, sondern ein Pfand.

Wenn die Führer entscheiden würden die Beziehungen zu Israel normalisieren, dann könnten sie ihr Volk innerhalb von Monaten ins Boot ziehen. Sie könnten einfach sagen: „Die Palästinenser sind seit 60 Jahren heimatlos; es ist an der Zeit ihnen zu erlauben ihren eigenen Staat zu haben und den sinnlosen Hass zu beenden.“ Die riesige Mehrheit des Volkes kümmert sich überhaupt nur wegen des endlosen Hasses in den arabischen Medien um die palästinensischen Araber; wenn die Hetze endete, würde auch das Problem enden. Die meisten Araber sorgen sich weit mehr darum ihre Familien zu ernähren, als um eine Gruppe palästinensischer Araber, die seit über siebzig Jahren zu Frieden und Kompromiss „Nein“ gesagt haben.

Sicher, es würde einige gegen, die nicht glücklich sind; es würde eine kurze Erhöhung in der Terror-Rekrutierung geben; aber die Regime könnten sicherstellen, dass nichts passiert – wenn sie das denn wollen.

5 Gedanken zu “Ägyptens Argument gegen Normalisierung

  1. Das Beste was eigentlich passieren könnte und auch sollte, wäre die komplette Ignorierung aller Islamo-Faschistischen Regierungen. Überlasst Sie sich selbst und hebt alle diplomatischen Beziehungen auf. Das Nah-Ost-Problem wäre relativ schnell gelöst, denn der einzige Grund das es ihn überhaupt noch gibt ist der Westen. Würde er sich nicht einmischen würden die Einheimischen ihr Interesse daran verlieren. Es interessiert doch sowie nur insoweit man den Juden eins auswischen kann und den Westen dabei auch noch etwas ärgern kann. Quasi 2 Fliegen mit einer Klappe. Nur so schaffen sie es „positiv“ auf sich aufmerksam zu machen (und ein paar zuschüßige $/€ in die Tasche zu stecken. Sehr bequem eigentlich.)
    Ich weiß, dass das alles sehr Utopisch ist, da der Westen im allgemeinem nicht weniger rassistich und antisemitisch veranlagt ist wie die arabischen Staaten. Aber man darf ja wohl noch träumen?!

    • Unabhängig davon, wie die Veranlagung des Westens aussieht: So lange wir das Öl dort brauchen, haben die einen Hebel, der uns weh tut. Das wäre nicht so wild, wenn Politik und Medien bereit wären diese Schmerzen zu ertragen. Das sind sie nicht. (Wären wir als Bevölkerung bereit?) Und so ist der Westen schön erpressbar.

  2. Ja ich weiß das Du leider recht hast. Hybrid.- und Solarenergie & Co. hat sich z.B. in der Autoindustrie noch nicht richtig durchgesetzt. Und das wird noch etwas dauern bis wir uns von den oil producing countries unabhängig machen. Jedoch desto schneller desto friedlicher.

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