Knallchargen

Salam Fayyad, „Premierminister“ der PA-„Regierung“ in Ramallah – dieser Lügenbolzen hat tatsächlich die Stirn folgendes zu behaupten: „Seit damals [Erste Intifada, H.] war die PLO dem Friedensprozess verpflichtet. Die israelischen Regierungen aber haben jede Vereinbarung bezüglich den palästinensischen Rechten in Jerusalem verletzt.“ Das erste ist nur dann wahr, wenn er unter „Friedensprozess“ versteht, dass die Israelis sich gefälligst abschlachten lassen; ansonsten ist das die erste dicke Lüge. Die zweite folgt im zweiten Satz. Insgesamt kommt die Umkehrung seiner Behauptung der Wahrheit deutlich näher!

Sebastian Engelbrecht, Deutschlandfunk (hier zu hören) – „Es ist den Menschen wichtig, die ganze Nacht durch Sex zu haben, damit sie dann den Tag über schlafen und vergessen, was los ist.“ (O-Ton) Was bleibt den Menschen anderes übrig im Gaza-Streifen? Wie sollen sie das Elend vergessen, sich ablenken? Alkohol ist unter der streng islamistischen Herrschaft der Hamas verboten. Überhaupt sind Drogen verboten. Da bleibt nur Sex – und Tramal. Viele nehmen noch dazu das Potenzmittel Viagra.“ Aha: Die Nacht durchbumsen als Mittel das ganze Elend nicht sehen zu müssen. Und Israel ist schuld, natürlich: Einmal weil es Terroristen bekämpft hat; dann, weil es nichts in den Gazastreifen rein lässt; und dann, weil es den Export von Tramal nach Gaza zulässt.
Dass in diesem Beitrag Israel vorgeworfen wird, durch seine Blockade die Verseuchung des Mittelmeeres mit den Abwässern des Gazastreifens zu verursachen, spricht mal wieder für sich. Gerade erst hatte Israel unter Auflagen die Lieferung von Baumaterial gerade für eine Kläranlage zugelassen – das ignoriert der Autor; wieso die Israel Baumaterial nicht durchlässt, verschweigt er auch. Begründen wird er das im Nachhinein sicherlich damit, dass das nicht Thema seines Beitrags war, denn er hat ja über den Missbrauch von Tramal zu berichten. Nur: Warum bringt er dann die Abwässer dort hinein?

Ehud Barak, israelischer Verteidigungsminister – der weiß zwar noch nicht, was in dem US-Friedensplan steht, der „innerhalb von wenigen Wochen“ vorgestellt, wird, aber er weiß jetzt schon, dass Israel ihn annehmen sollte.

Daniel Barenboim, Dirigent – er befürwortet Jerusalem als „arabische Kulturhauptstadt 2009“. Und begründet das damit, dass das kein politisches, sondern nur ein kulturelles Ereignis sei und kritisiert damit, dass Israel jegliche Aktivitäten dazu untersagt hat. Barenboim scheint ein ziemliches Brett vor dem Kopf zu haben: JEDER Araber, Muslim – und auch „Israelkritiker“ – würde das als Beweis und Anerkennung Jerusalems als arabische Stadt sehen, in der die Juden nichts zu sagen haben dürfen. „Seht her, nicht nur die UNESCO sieht das so, auch die Juden selbst haben zugegeben, dass das unsere Stadt ist und nicht ihre“, wäre die einzige Botschaft, die in der Folge hinausposaunt würde. Zu hoch für Barenboim, der dafür anderes zu sagen hat (etwas, das er den Palästinensern meines Wissens noch nie ins Stammbuch schrieb): Israels Politik sei ausweglos und er werde nie aufhören sie zu kritisieren. Soso, die der Terroristen nicht? Wie kommt es, dass die Friedenshetzer immer an Israel herumkritteln, für Israel absolut kein Verständnis haben, aber den Terroristen attestieren, sie seien im Recht?

Hans-Christian Rößler, FAZ (zum wiederholten Mal) – er lässt sich von Fatah-Leuten erzählen, sie hätten in den letzten 15 Jahren eine friedliche Strategie gegenüber Israel verfolgt. Und übernimmt das als wahr! Beer7 hat ein wenig Statistik zu dieser friedlichen Strategie (und damit der Idiotie des Qualitäts-Journalisten).

Charles A. Landsmann, DIE ZEIT – Der „berichtet“ tatsächlich: Die Fatah verabschiedet sich im Parteiprogramm vom militärischen Kampf gegen Israel und entscheidet sich für den Verhandlungsweg. Sie leitet den Wechsel von der alten Führung zur jungen Garde zumindest ein. Und sie genießt die Unterstützung durch Israel bei gleichzeitigem Widerstand durch die Hamas.
1. Die Fatah besteht auf ihrem „Recht auf bewaffneten Kampf“, den sie „Widerstand“ nennt.
2. Die „alte Garde“ (also die Oberkorrupten) hat dafür gesorgt, dass sie auf Kosten jüngerer Fatah-Mitglieder alle Fäden in der Hand hält.
Mit anderen Worten: Dieser billige Lohnschreiber behauptet das Gegenteil dessen, was tatsächlich los ist. Frage: Macht er das aus Überzeugung? Und für wen macht er das, für die Terroristen oder für die ZEIT?

Aber was will man sich beklagen – Associated Press meint auch die Fatah sei ein großer Bund von Peaceniks!

Die Australische Kommunikations- und Medienaufsichtsbehörde (ACME) – Gerade erst wurde ein jihadistischer Massenmord verhindert, da erlaubt die ACME die Ausstrahlung des Hisbollah-Senders al-Manar. Wie bescheuert sind die eigentlich? Sie begründen das mit der Unterscheidung zwischen dem „politischen“ und dem „militärischen“ Flügel. Information bei anderen Staaten des Westens – über die Organisation, über das Programm – scheint den Witzbolden der Kommunikations- und Medienaufsichtsbehörde nicht nötig gewesen zu sein. Vielleicht sollte denen mal jemand diesen Text schicken (natürlich das Original, damit sie’s lesen können). Ich vermute mal, unter der alten Regierung wäre das nicht passiert.

Die „Kooperation für den Frieden“ (ein Zusammenschluss zahlreicher Organisationen der Friedensbewegung) – die geben mit einem Trupp Afghanen eine gemeinsame Erklärung aus, wie in der Region Kundus Frieden erzielt werden soll. Dass diese paschtunische Gruppe in Kundus gar nichts zu suchen hat und die Vorschläge praktisch 1:1 Forderungen der Taliban sind, sollte man sich fragen, zu wessen Vehikel diese „Kooperation für den Frieden“ sich macht und was für eine Agenda sie hat.

4 Gedanken zu “Knallchargen

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