Wochenend-Schaschlik

Friedensgruß aus Ägypten: Die regierungseigene Zeitung Al-Gumhouriya tönt nach Bethlehem, das gesamte palästinensische Volk solle gefälligst den Weg des Widerstands nicht verlassen. Mit anderen Worten: Die von der PLO, Fatah und Hamas internalisierte These, die „Befreiung“ „Palästina“ sei ausschließlich durch Terrorkrieg zu erreiche, gilt auch für die Freunde in Ägypten.

Mahmud Abbas hat’s geschafft: Er behält die Führung der Fatah in Händen. Irgendwie erinnert mich das ganze Theater dieses „Parteitags“, zumindest was die Besetzung der Schlüsselpositionen angeht, an stalinistische Zeiten.

Ruhe im Norden? Der zweite Mann der Hisbollah, Scheik Naim Qassem, sagte, seine Organisation sei bereit für jeglichen Ausbruch von Feindseligkeiten, also Krieg mit Israel.

Demokratie a la Fatah: Am Freitag wurde verkündet, dass Mahmud Abbas „ohne Opposition“ ohne formelle Abstimmung zum „Obersten Befehlshaber“ der Fatah gewählt werden würde. Das haben sich selbst die Stalinisten nicht geleistet.
Sehr demokratisch verhielten sich auch einige PalAraber im Umfeld der Konferenz – sie fingen an sich zu beschießen, weil sie sich über Parkplätze stritten. Nicht irgendwelche PalAraber natürlich, sondern Mitglieder der „Präsidenten“-Garde und seines Geheimdienstes.

Die ARD-tagesthemen berichten vom Abschluss Kongress der Fatah in Bethlehem: Es wurde ein Programm verabschiedet, mit dem der Wille zum Frieden mit Israel bekräftigt und ein Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt angestrebt wird. Aha. (Vorher noch: „Widerstand mit allen Mitteln“ – natürlich ohne das zu erläutern.) Aber wie kommen diese Qualitäts-Propagandisten darauf, dass die Fatah sich auf die „Grenzen von 1967 und Ostjerusalem als Hauptstadt“ beschränkt? Gibt es irgendeinen bei denen, der richtige Recherche betreibt oder verbreiten die nur irgendwelche Fantasien, die sie haben?