Klartext – David Frankfurter: Schwedensauna

David Frankfurter, 24. August 2009

Ich bin sicher, dass Sie den Krieg der Worte zwischen Schweden und Israel verfolgt haben. Eine schwedische Zeitung wiederholte Gerüchte und Unterstellungen, israelische Soldaten würden Organe aus Palästinensern ernten. Schweden (das derzeit die EU-Präsidentschaft inne hat) hat es abgelehnt, diesen Ritualmord-Vorwurf zu verurteilen; dazu wird freie Meinungsäußerung mit Hass-Reden verwechselt. Das schwedische Außenministerium distanziert sich sogar von Kritik an dem Artikel, die die Mitarbeiter der eigenen Botschaft in Israel übten.

Mein Freund Gerald Steinberg vertritt die Auffassung, dass dies damit im Einklang steht, dass Schweden ein wichtiger Geldgeber für antisemitische NGOs ist, die Israel ständig mit Lügen, Unterstellungen, Propaganda und Verdrehungen verleumden. Gerald gibt seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses Aufsehen die Schweden etwas lernen lässt und dass sie diese destruktive Finanzierung einstellen.

Unglücklicherweise bin ich weniger optimistisch. Dieser Ritualmord-Vorwurf entspricht nämlich schwedischer Regierungspolitik, wie sie seit über einem Jahrzehnt geübt wird.

Im März 2004 beleuchtete ich Berichte schwedischer Zeitungen, die zeigten, dass Schweden von 1997 bis 2004 mit Bedacht und dauernd eigene Berichte als geheim klassifizierte, die zeigten, dass die Spenden an Arafats Palästinensische Autonomiebehörde für Korruption und die Schaffung eines Polizeistaates abgezweigt wurden. Warum? Damit sie weiterhin wissentlich Milliarden Kronen für palästinensische Korruption und Gewalt schleusen konnten. Ebenfalls vor dem Zugriff des Parlaments versteckt wurden Dutzende Millionen an Spendengeldern für die palästinensische Verhandlungsunterstützungs-Gruppe – eine Organisation, die die Verhandlungen eingestellt hat und zu einer puren palästinensischen Propaganda-Agentur wurde. Schwedische Politiker waren „geschockt“ – doch das Geld floss weiter.

Später im selben Jahr veröffentlichten Lisa Abramowicz und ich einen Artikel, der die Tatsache beleuchtete, dass die schwedische Regierung eine Konferenz in Götheborg finanzierte, die darauf abzielte Möglichkeiten der Finanzierung des palästinensischen Terrorismus zu finden.

Seit deutlich mehr als einem Jahrzehnt hat Schweden bewusst und mit Bedacht Wege gesucht und gefunden, im Geheimen und offen palästinensische Propaganda und physischen Krieg gegen die Juden zu finanzieren. Und die israelische Regierung glaubt, sie kann die Schweden dazu bringen ihre Gepflogenheiten mit ein wenig diplomatischem Druck zu ändern. Sie vergessen, dass die Schweden zwar in einem kalten Land leben, aber bewiesen haben, dass sie die Hitze solchen Drucks aushalten können.

Ergänzend dazu:
Fjordmann: Der Schwedische Judenhass
– Lila: Die Stirn
– Michelle Mazel (Frau eines ehemaligen israelischen Botschafters in Schweden): Abusing Freedom of Speech (Jerusalem Post, 23.08.09)
– Gerald Steinberg: Swedish governmen funds anti-Semitic NGOs
– Meryl Yourish: Sweden’s double standard on freedom of the press