Sonderbericht: Schmutziges schwedisches Geheimnis

Beinhaltet schwedisches Lachs-Geheimnis entsetzliches Verbrechen an norwegischen Dorfbewohnern?

Uria Asor, YNetNews, 24. August 2009

Oslo – Gavad lax – eingelegter Lachs – ist eines der beliebtesten skandinavischen Gerichte. Sein Herstellungsprozess ist schnell und einfach und seine Zutaten scheinen überall gleich zu sein: Lachsfilet, Salz, Zucker, Öl und Kräuter.

Doch trotzdem behaupten diejenigen, die es wissen müssen und Lax-Kenner, dass der schwedische gravad lax anders schmeckt als die Varianten in Norwegen, Finnland und Dänemark. „Die schwedische Variante beinhaltet eine leicht Säure“, sagt der dänische Koch Richard Muller Holstrum. „Ich war nie in der Lage die Quelle davon herauszufinden.“

Aber YNets investigativer Sonderbericht hat erstmals aufgedeckt, was die geheime Zutat in Schwedens gravad lax sein könnte. Die furchtbaren Funde zeigen an, dass die Quelle Fußpilz ist, der von den Füßen unschuldiger norwegischer Fischer stammt.

Entsetzen im Dorf

Arnolf Lillehammer, Einwohner des norwegischen Dorfes Idiben nahe der schwedischen Grenze, wird niemals das letzte Mal vergessen, dass er seinen Vater lebend sah. „Es geschah kurz vor dem letzten Sommer“, erinnert sich Arnolf. „Der See war kurz vor dem Zufrieren und Vater fuhr am Nachmittag zum Fischen. Er bat mich ihm bei seiner Rückkehr zu helfen die Fische zu reinigen. Nach drei Stunden begannen wir uns Sorgen zu machen. Am nächsten Tag, nachdem wir sein Boot fanden, erkannten wir, dass etwas Schreckliches geschehen war.“

Drei Wochen später wurden Arnolfs Befürchtungen von purem Entsetzen abgelöst, nachdem die Leiche seines Vaters im Schnee vergraben gefunden wurde; beide Füße waren abgeschnitten.

Das war nicht der erste Fall, dass jemand in der Gegend verschwand. Fakt ist, dass im östlichen Norwegen in den letzten Jahren Dutzende von Fällen erfasst wurden, bei denen Fischer am Ende des Tages nicht nach Hause zurückkehrten. Vor Ort schrieb man diese Verschwundenen den harten Winterbedingungen zu; grimmige Winter ließen keine Hoffnung darauf, die Leichen jemals zu finden. Doch das schreckliche Schicksal des Vaters von Arnolf Lillehammer, Videkon, machte klar, dass dies eine unheimlichere Angelegenheit war, als man bis dahin dachte.

Über den bizarren Tod berichteten die lokalen Medien ausführlich; Polizeivertreter widmeten der Lösung des Mysteriums große Anstrengungen, aber Antworten gab es keine. Die Familie Lillehammer erhielt schließlich Hilfe von unerwarteter Seite: An einem klaren Sommertag erschien ein Mann namens Björn B. (der volle Name wird zurückgehalten) an der Tür der Familie und stellte sich als Deserteur der schwedischen Armee vor.

Der Lachskrieg

Björn erzählte den fassungslosen Verwandten, dass er im Rahmen seiner Rolle als Geheimdienstler mit den Aktivitäten einer höchst geheimen Einheit der schwedischen Armee Kontakt hatte. Die Entdeckung sorgte für heftige Gewissensbisse. In dem Augenblick, als er von der Tragödie der Familie Lillehammer las, wusste er, dass er nicht damit würde leben können, wenn er ihnen nicht sein Wissen nicht gestand.

In den 1950-er Jahren, offenbarte Björn, hatte Schweden einem starken Rückgang der Exporte von eingelegtem Lachs zu kämpfen, zum größten Teil wegen der wachsenden Konkurrenz von norwegischem Lachs. Geheime Experimente und Geschmackstests schwedischer Wissenschaftler identifizierten schließlich die geheime Zutat, die schwedischem Lachs wieder den Vorsprung geben sollte: ein Gramm Fußpilz von einem menschlichen Fuß auf 100 Gramm gravad lax.

Die Einwohner ostnorwegischer Dörfer sind bekannt dafür, dass sie Monate lang ihre Socken nicht wechseln und daher ein offensichtliches Ziel. Und so gründete Schweden die Eliteeinheit Strumpor Stinkande, die für den frischen Nachschub an menschlichen Füßen für die schwedische Lachsindustrie zuständig ist.

Hochrangige schwedische Militärs weisen die Berichte über die Existenz der oben erwähnten Einheit natürlich entschieden zurück, doch Björn B.s Aussage wurde letzte Woche in dem norwegischen Dorf Durknhart untermauert. Ein Junge fand am Flus ein Stück Metall, das dem Anstecker einer Militäreinheit ähnelt, der ein eindeutiges Symbol trägt: einer Socke, flankiert von zwei Flügeln.

Alles, was verbleibt, ist abzuwarten, ob der Internationale Kriminalgerichtshof in den Haag die Herausforderung annimmt und das eingehend untersucht, was ein brutales Verbrechen zu sein scheint, begangen von Schweden gegen das norwegische Volk.

Die Antwort des schwedischen Außenministeriums

Wir sind fassungslos angesichts dieses unbegründeten antischwedischen Berichts und erwarten, dass die israelische Regierung ihn hart verurteilt. Das Nichtvorhandensein jeglicher Verurteilung erinnert an die klägliche Antwort der Regierung Ben Gurion auf die Ermordung des schwedischen Grafen Folke Bernadotte in Jerusalem im Jahr 1948.

Anmerkung: Der Schreiber dieses Textes ist ein erfundener investigativer Reporter; der investigative Bericht oben ist genauso unwürdig wie der letzte Woche veröffentlichte schwedische Bericht.

6 Gedanken zu “Sonderbericht: Schmutziges schwedisches Geheimnis

  1. Ganz nett gemeint und immerhin die richtige Art von Reaktion.
    Leider wird aber keiner davon Notiz nehmen und diejenigen, welche es zufällig lesen werden, werden darin keine Parallelen finden. Wie immer!

    • Ach, wenn die, die sich das eigentlich zu Herzen nehmen sollten, das nicht lesen, ist mir das eigentlich herzlich egal. Die sind eh durch nichts zu überzeugen.
      Aber wenigstens sollten wir ein wenig Spaß haben. 🙂

  2. Hier gleich einer, der wieder mal seinen Senf dazu geben muss.

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/auf-den-punkt/Israel;art15890,2881829

    Widerlich sein Kommentar, reif für die Blacklist.

    Israels Regierung unter Benjamin Netanjahu ist überzeugt davon, dass die schlechte Reputation ihres Landes in der Welt nichts mit Israels Politik zu tun hat, sondern das Ergebnis antisemitisch eingestellter Medien ist. Frei nach dem Motto: Kann der Bauer nicht schwimmen, ist die Badehose schuld.

    Als wenn Israels Reputation jemals anders gewesen wäre.

    Übrigens habe ich CC noch einmal angeschrieben, jetzt warte ich weiter……

    Shalom

  3. Hmmm – bei Boströms Artikel geht es aber nicht um eine harmlose Glosse oder Satire oder um Cartoons.

    Deshalb halte ich es auch für falsch, wenn sich plötzlich die Stimmen (auch in den Blogs) häufen, die israelische Regierung sollte sich nicht beschweren oder – wie Malte Lehming im TSP schreibt, Israel würde sich „orientalisieren“ und genau wie die Muslime beim Karikaturenstreit reagieren: „In Israel heißt es heute, die Skandinavier verwechselten Pressefreiheit mit der Freiheit zur Diffamierung. Genau dasselbe wurde dem Westen damals von der islamischen Welt vorgeworfen.“

    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/art141,2882179

    Aber ich finde, Malte Lehming irrt ganz entschieden.

    Boströms Artikel ist purer bösartiger Antisemitismus, der besonders auch die Verschwörungstheorien arabischer und muslimischer Länder aufheizt und fördert (siehe auch Hamas mit ihrer Behauptung, die Juden hätten die „Protokolle der Weisen von Zion“ verfasst, sie hätten den 1. und 2. Weltkrieg losgetreten, sie würden heute das Blut arabischer Kinder für ihre Mazzen-Bäckerei benutzen usw. usf.).

    Im Übrigen hat die Reaktion der israelischen Regierung und der israelischen Gesellschaft nichts mit dem Terror zu tun, der damals bei den Muslimen weltweit entstand. Oder haben Juden etwa schwedische Botschaften abgefackelt, schwedische Fahnen verbrannt und Boström samt Aftonbladet mit frommen Schwüren auf eine Todesliste gesetzt?

    Bei den Mohammed-Karikaturen war durch die Darstellung von vornherein klar, dass es sich nicht um einen „Faktenbericht“ handelte. Eine Karikatur übertreibt bewusst, spitzt ironisch zu und verzerrt charakteristische Züge eines Ereignisses oder einer Person.
    Der Betrachter weiß also, wie eine Karikatur zu rezipieren ist.

    Boström verkauft aber ein schmutziges Gerücht über Israelis/Juden als Wahrheit – ein Gerücht von der Art, wie es die finsteren Blutlegenden gegen Juden seit vielen Jahrhunderten gegeben hat. Und der Holocaust an den Juden ist GENAU DIE FOLGE solcher bösartigen Gerüchte!
    Aber das hat Malte Lehming wohl vergessen.

    Genau das ist der Punkt, an dem die schwedische Regierung nicht mit Meinungs- oder Pressefreiheit argumentieren kann, sondern nur damit, wie sehr es ihr leid täte, dass eine schwedische Zeitung Platz machte für eine derartige finstere Blutbeschuldigung wie diese aus dem Mittelalter.

    Diese schmutzige bösartige Gräuelpropaganda gibt es bergeweise in arabischen und muslimischen Ländern, und wir Juden haben uns daran längst gewöhnt. Dass diese Lügengeschichten (die in wachsender Anzahl nur zu gern geglaubt werden) nun aber auch als „Tatsachenberichte“ in westlichen Demokratien auftauchen, ist schlimm.
    In deutschen Zeitungen konnte man in zahlreichen Leserkommentaren Sätze lesen wie: „An der Geschichte ist bestimmt was Wahres dran“ …

    Es sollte in KEINER demokratischen Zeitung Platz für solch eine ekelhafte Propaganda vorhanden sein.

  4. Interessant, dass gleich zwei den Malte Lehming anführen. Dass Lehming in mancher Hinsicht etwas seltsam denkt, wissen wir ja. Da hat er jetzt auch mal wieder zugeschlagen. Ich hatte nur leider nicht die Zeit, das auch zu verhackstücken. Traurig, was er Mann so meint.

  5. Ich habe ein kleines Künstler-Forum, in dem es auch einen Diskussionsbereich gibt, und dort schreibe ich ständig zu allen möglichen Themen über Israel und Juden.

    Neulich habe ich da von der „OMA-FRAGE“ berichtet (ich weiß nicht mehr, wo ich das selbst auf einer deutschen Site gelesen hatte), die eine wunderbare Antwort auf dreiste antisemitische Angriffe ist. Aber ich glaube, dass sie im Falle von Boströms Artikel nicht funktioniert.

    Trotzdem – hier ist der Tipp mit der „Oma-Frage“! Falls ihr ihn schon kennt – sorry …

    … In Stanford ging ein arabischer Student die Professorin Ruth Wisse an: „Warum ist Israel so ein Apartheid-Staat?“
    Wie soll man auf eine solche Frage antworten?
    Der normale Reflex ist, den Versuch zu unternehmen, die absurde Behauptung zu widerlegen. Argumentativ, indem man aufzeigt, was Apartheid ist und wie anders es in Israel ist. Und damit (oder jeder anderen argumentativen Antwort) geht man dem Fragenden schon in die Falle. Er stellt die Frage nicht, um sie beantwortet zu bekommen. Er wird sich auch nicht durch Argumente und Fakten irgendwie davon abbringen lassen. Er kann mit seiner verqueren ‚Logik‘ eher noch dafür sorgen, dass der Apartheidsbegriff umdefiniert wird und weitere Anwesende überzeugt, dass Israel ein Apartheidsstaat ist.

    Also ließ sich Professorin Wisse gar nicht erst auf eine Diskussion ein. Sie konterte auf die Absurdität ebenfalls mit einer Absurdität: „Warum hast du deine Großmutter umgebracht?“, fragte sie den Studenten.
    Der Student wiederholte etwas verblüfft seine aggressive Frage: „Warum ist Israel so ein Apartheidsstaat?“
    Und wieder kam die Antwort von der Professorin: „Komm schon, sag uns, warum du deine Großmutter umgebracht hast!“
    Nach einigen Wiederholungen gab der Student auf – die Professorin hatte klar ihren Standpunkt gezeigt. „Wenn man bei einem absurden Vorwurf erklären muss, weshalb man nicht schuldig ist, dann befindet man sich schon in der Position des Verlierers. Das wollte sie nicht und hat ihm die Absurdität seines Vorwurfs aufgezeigt.“

    http://www.totallyjewish.com/news/specia…nt_id=5406 )

    Diese Taktik funktioniert, wie gesagt, natürlich nicht überall und ist im Fall des Boström-Artikels auch nicht sinnvoll.
    Was Boström betrifft, bin ich eher davon überzeugt, dass er seine Gräuelpropaganda nicht brachte, um Fragen „beantwortet zu bekommen.“
    Und er „wird sich auch nicht durch Argumente und Fakten irgendwie davon abbringen lassen.“
    Jetzt beschwert er sich ja (wie weiland Jostein Gaarder) darüber, dass man ihn „merkwürdigerweise“ einen Antisemiten nennt.

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