Friedenshetzer: Kooperation für den Frieden

„Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder,“ sagte Paul Spiegel einmal. Und immer wieder zeigen die „Friedens“-Bewegten, dass dieser Spruch wahr ist.

Da treibt sich eine „Kooperation für den Frieden“ durch die Gegend, auch im Internet – ein Zusammenschluss von ca. 40 Friedensorganisationen. Auf der Startseite heute ganz oben:

–       Friedensorganisationen schlagen Waffenstillstand in der Provinz Kundus vor („Auch wenn dieser Waffenstillstand schlecht vorbereitet war und gebrochen wurde, müssen diesem ersten Schritt jetzt rasche weitere Schritte folgen, um ernsthafte Friedensverhandlungen zu erreichen.“ – Ja ja, die Taliban legen ihre Waffen nieder und tun keinem Menschen mehr etwas zuleide, wenn man sie müde genug quatscht…)

–       „Wir warnen vor den Kriegsdrohungen Israels gegen den Iran“ (Der Iran hat ja noch nie gedroht Israel von der Landkarte zu wischen…)

Eine Google-Suche zu den Stichworten „Iran“ und „Israel“ fördert „ungefähr 36“ Ergebnisse zutage. Dort finden sich lauter Hinweise auf Forderungen gegen Israel. Auch, wenn es um „die legitimen Sicherheitsinteressen aller Parteien, insbesondere von Iran und Israel“ geht, dreht sich alles nur um „Kein Krieg gegen den Iran! Für eine friedliche Lösung der Krise!“

Eine friedliche Lösung würden wir ja alle liebend gerne haben – aber haben die Traumtänzer wirklich verstanden, wie die iranischen Mullahs und ihr Jihad-Präsident denken? (Oder die Taliban, wenn wir schon dabei sind, denn für Afghanistan haben sie auch selbstmörderische Konzepte.)

„Kein Krieg gegen Israel“ habe ich auf den Seiten nicht gefunden. Dafür die ständige Darstellung Israels als Aggressor und Gefahr für seine Nachbarstaaten. Beim Atomstreit mit dem Iran ist nicht dieser das Problem und die Gefahr, sondern diejenigen werden gescholten, die die Pläne durchkreuzen wollen. Oh übrigens, auch die EU gehört zu den Bösewichten, obwohl sie die Mullahkratie mit Samthandschuhen anfasst und jede konkrete Maßnahme behindert.

Dazu wird themenmäßig alles immer schön in einen Topf gerührt: Der eben verlinkte Text „Libanon-Einsatz der Bundeswehr“ „propagiert Alternativen zur Iran-Politik“ und geht noch über zu Forderungen gegen das „Bombodrom“ in Brandenburg. Wenn das mal kein Super-Rundumschlag ist!

Zurück zum Nahen Osten: „60 Jahre Israel – ein Grund zum Feiern. 60 Jahre Nakba – ein Grund zum Trauern“, heißt es da. Ein positives Wort zu Israel? Denkste. Ausschließlich „Kritik“ und Forderungen an die Bundesregierung nach Sanktionen gegen den jüdischen Staat und nach der Einbeziehung der Hamas in Friedensverhandlungen. Dass die Hamas selbst das ablehnt – geschenkt. Dass man mit der Hamas (wie auch der Fatah) nur über die Art des Todes Israels verhandeln kann – glauben sie nicht, sie wissen es besser.

Die üblichen Totschlag-Verallgemeinerungen und –Plattitüden sind ebenfalls reichlich (und ausschließlich) vorhanden: kollektive Bestrafung, einzige Atommacht, für die auch gelten muss, was die IAEA von Iran fordert usw.

Dagegen fehlen Fakten wie die 80- bis 90-jährige Hasspropaganda und Judenmord-Hetze völlig. Man muss fast schon froh sein, dass diese Truppe nur von „vier Jahrzenten andauernde(r) Besatzung“ schwadroniert und nicht von 60 Jahren. Dafür passt dann wieder, dass das Unrecht der Besatzung „auch die israelische Gesellschaft nicht zur Ruhe kommen lässt und die israelische Bevölkerung unter der Gewalt von Extremisten“ zu leiden hat. Dass diese Gewalt nichts mit der Besatzung zu tun hat, sondern ideologisch-religiöser Natur ist, wissen die Intelligenzbolzen nicht. Und dass „Extremisten“ die Gewalt ausüben, die sie unbedingt an den Verhandlungstisch eingeladen sehen wollen, spielt auch keine Rolle.

Mit Friedensfreunden wie diesen würden wir heute noch mit braunen Hemden rumlaufen; die Welt wäre aufgeteilt in eine asiatische „Wohlstandszone“ unter den japanischen Militärs, einen arischen Herrschaftsbereich und vielleicht noch Ausbeutungskolonien in Afrika und den Amerikas. Und es hätte sich der fiktive Journalist durchgesetzt, den Spirit of Entebbe schon zweimal in Sachen Beginn des Zweiten Weltkriegs abgedruckt hatte.

Aber machen wir uns nichts vor. Die friedliebenden Freunde von der Hamas denken in Wirklichkeit so! (Also, so wie in den Texten, die Bilder sind alles Fakes…)

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3 Gedanken zu “Friedenshetzer: Kooperation für den Frieden

  1. wenn ich nicht deine kommentare haette, waere ich schon irre oder selbstmorgefaehrtet, bei dem dreck, den ich jeden tage lesen muss, arbeitsmaessig….es ist unglaublich, was die linke zeitung so alles von sich gibt……

  2. ja, solange wir Intellektuelle von diesem Schlag haben, wird sich wohl an dem Irrenhaus nichts ändern.

    Hier auch wieder ein exellentes Beispiel.

    In der aktuellen Ausgabe des «Migros-Magazin» verbreitet der schweizer Soziologe und Serbenhasser Jean Ziegler antisemitische Verschwörungstheorien. Auf die Frage, ob die Verhaftung von Muammar Ghadhafi Sohn Hannibal eine «Panne» gewesen sei, antwortet er: «Ja, die Genfer Polizei ist vom israelischen Geheimdienst manipuliert worden und hat überreagiert.» *würg

    http://www.fredalanmedforth.blogspot.com/

    Mich ekelt manchmal einfach nur noch, was für eigentliche „Nazis“ diese Grünen und Linken im Grunde genommen sind.

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