Knallchargen

Jimmy Carter, Erdnussfarmer und Weiser der Trottel – in der Washington Post behauptet er wieder einmal, die israelische Regierung, „die darauf besteht die Westbank und Ostjerusalem zu kolonisieren“, strebe „einen Staat“ an; die Mehrheit der Palästinenserführer führe einen nicht gewalttätigen Kampf nach dem Beispiel Mahatma Ghandis, Martin Luther Kings und Nelson Mandelas. Dieser Unsinn verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass Dhimmi Carter die Hamas für einen vertrauenswürdigen Friedenspartner hält.

Hanoi-Jane Fonda und 49 weitere Superhirne aus Kunst, Film und der akademischen Welt, die vereinigten „Promis für die Vernichtung Israels“ – sie haben dem TIFF (Filmfestival in Toronto) einen „kritischen“ Brief geschrieben, in dem sie ihrer Verstörung Ausdruck gaben, dass im Zentrum des Festivals Tel Aviv steht. Sie protestierten gegen die „Propaganda-Kampagne für ein Apartheid-Regime“. Fonda nimmt dazu folgendermaßen Stellung: Sie sei für die Zweistaaten-Lösung, sei oft in Israel gewesen und liebe Land und Leute. Kommentar von Aussie Dave: „Und einige ihrer besten Freunde sind jüdisch…“

Die Antwort des stellvertretenden Direktors des Festivals, Cameron Bailey, meinte es vielleicht gut, offenbart aber ebenfalls sein schräges Denken: Zwar verteidigt er die Wahl Tel Avivs und geht nicht davon ab. Doch: „Wir erkennen an, dass Tel Aviv keine leichte Wahl ist und die Stadt umstrittenes Gebiet bleibt.“ Äh, wie bitte? Wer das sagt, der stellt das Existenzrecht Israels in Frage, Mister Bailey!

Dr. Izzedin Musa „aus Bonn bei Nablus“ – darüber, dass Broder überhaupt über das „semitische“ palästinensische Volk, Nachfahren der Kanaanäer etwas von sich gibt, beschwert er sich. Wobei er gleich die derzeit beliebteste Lüge der PalAraber in die Welt setzt: Sie sind keine Nachfahren der Knanaanäer. Dann geht’s weiter: Die palästinensischen Juden haben über Jahrtausende mit ihren muslimischen Bewohnern friedlich zusammen gelebt, bis die rassistischen osteuropäischen Zionisten in Palästina eingefallen sind. Als hätte es nie arabischen Judenmord gegeben. Mythen und Legenden erzählen sie gerne, die Verleumder. Besonders „Büttenredenschreiber aus Bonn bei Nablus“, die Alibijuden (jüdische Antisemiten) als Kronzeugen anführen, ohne deren „Fakten“ jemals geprüft zu haben (warum auch, wenn das so schön ins eigene Konzept passt): „(Shlomo) Sand weist nach, dass es niemals ein jüdisches Volk gegeben hat.“ Jippieh, Spinner sind die Größten!

Zum Thema Langer gibt es Neues: Der Bundespräsident hat so seine Bedenken bekommen, kann aber den Orden nicht mehr zurücknehmen. Na, das ist seiner Truppe aber reichlich spät eingefallen – so spät, dass Arno Hamburger nicht mehr warten wollte und seine Auszeichnung(en) zurückgab, was wohl auch das Wachwerden samt Reaktion in Berlin erst ausgelöst haben dürfte. Und wer regt sich mit auf, dass das Präsidialamt und der Präsident sich so seltsam verhielten? Die „junge Welt“! Ich vermute mal, dass die weniger Partei gegen Langer ergreifen wollten, sondern eine Chance sahen, dem konservativen Präsidenten ans Bein zu pinkeln.

Michael Hanfeld und die FAZ – die Amerikaner sind die Schweine, weil sie die Deutschen in Afghanistan kritisieren und fiese Sachen über sie erzählen. Die ganzen europäischen Freunde, die viel heftiger schimpfen als die Amis, bekommen nicht einmal ansatzweise diese Behandlung – abgesehen von dem Müll, den der Qualitätsjournalist sonst noch so in seinen Artikel zu stecken schafft ist der pure Antiamerikanismus, der daraus spricht alleine schon übelst.

Katya Adler, BBC – wenn man beweisen will, dass die israelischen Streitkräfte eine religiös motivierte Kolonisationsarmee mit völkermörderischen Absichten sind, dann muss man sie mit den muslimischen Jihadisten gleichsetzen können. Das geht: Diese miesen Juden haben schließlich bewaffnete Rabbiner in ihren Truppen, die Waffen nicht nur tragen, sondern ggf. auch nutzen (welch ein Sakrileg, ein Geistlicher hat sich willfährig und ohne Gegenwehr vom Feind umbringen zu lassen!). Oh, und sie inspirieren die israelischen Soldaten mit Worten aus der hebräischen Bibel. Das müssen Terroristen vom gleichen Schlage wie die der islamischen Sorte sein! Dass die IDF Leben verteidigen, während es den Jihadisten ausschließlich um die Beseitigung von Ungläubigen und was sie dafür halten, entfällt der Dame wohl nicht – sie wird es einfach als falsch abtun, da sie ganz bestimmte Vorstellungen davon hat, was jüdische Israelis sind. (Link in Englisch – aber er lohnt sich.)

Jean Asselborn, Sozialist/Sozialdemokrat und Außenminister Luxemburgs – Wenn die Taliban westlich werden, haben „wir“ gewonnen. Na, dann mach‘ mal!

Marc Garlasco, Human Rights Watch – der „Militär-Analyst“ der Menschenrechtsgruppe hat es mit Nazi-Memorabilien, wenn er nicht gerade israelische Menschenrechtsverletzungen erfindet.

Philippa Ebéné „erklärt“ weiter, warum die Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ keine Opfer neben Täter stellen sollte – und zeigt nur, wie überfordert wohl sie selbst ist, nicht die Öffentlichkeit, der sie Blödheit unterstellt.

Weit über den Knallchargen-Status hinaus steigt Erich Follath immer weiter auf. Man fragt sich, ob er nun ein kompletter Idiot ist oder ein reiner Hetzer. Dass er davon schmiert, Netanyahu (80% Zustimmung) sei ein Spalter seines Landes, spricht für das erste. Sein „Gesamtwerk“ für das zweite.

Redaktion Al-Watan – in ihrem Editorial zu 9/11 erklärt das saudische Qualitätsmedium, es sei immer noch unklar, wer die Anschläge in New York und Washington begangen habe. Natürlich mit der klagenden Heulsusen-Feststellung, man zeige mit dem Beschuldigungsfinger auf die Araber und Muslime und verurteile sie.

Wer immer glaubte, die Briten würden spinnen, sieht sich einmal mehr bestätigt – und das Königreich macht sich einmal mehr zur Verzweiflungs-Lachnummer: Geld des britischen Steuerzahlers geht an die Muslim-Bruderschaft – um muslimischen Extremismus zu bekämpfen!