Perverse Imam-Logik

Imam Scheik Fawaz Jneid von der As-Soennah-Moschee in Den Haag sagt, das Kopftuch verhindere, dass Frauen vergewaltigt werden: „Ich stelle eine einfache Frage: Welche Frauen sind öfter Ziel von Vergewaltigungen und sexueller Einschüchterung in der Welt? Verschleierte Frauen oder unverschleierte?“

Wenn man sich überlegt, dass oft in Moscheen unverschleierte Frauen praktisch zur Vergewaltigung freigegeben werden (ich erinnere u.a. an den StreunendeKater-Iman), dann ist es nicht verwunderlich, dass unverschleierte Frauen die Vergewaltigungsopfer sind.

Würde der Mann seine Haltung bei folgendem Szenario ändern (bitte nicht zur Durchführung bringen!): Alle Nichtmuslime treffen die Entscheidung, dass verschleierte Frauen zur Vergewaltigung frei gegeben sind und handeln entsprechend.

Das Szenario ist unwahrscheinlich: Erstens setzten sich die Vergewaltiger der Gefahr aus, nicht nur der Strafverfolgung ausgesetzt zu sein, sondern auch den rächenden Familienbanden – ganz abgesehen von den ethischen Grundsätzen, die man dafür vergessen müsste und vor allem dem Leid, das man den Frauen antut.

Das Ganze zeigt, wie obszön verschoben die Darstellung des Problems durch den Scheik ist. Er tut so, als sei Vergewaltigung ein Geschehen, das sich nicht verhindern lässt, wenn sich Frauen nicht seinen Vorschriften entsprechend einsacken. Kehren wir das um, was wird aus einer Logik? Mehrheitsentscheidungen in muslimischer Moral? Es bleibt wohl doch nur bei perverser Imam-Logik.

2 Gedanken zu “Perverse Imam-Logik

  1. Ich vermute, die Vergewaltigungen und sexuellen Einschüchterungen an verschleierten Frauen innerhalb der Ehe tauchen eben nicht in seiner Statistik auf.

    • Natürlich nicht. Und die sexuellen Belästungen vollverhüllter Frauen in Saudi-Barbaria und Ägypten schon mal gar nicht!

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