„Der Unfall von 2001“

Es ist immer wieder furchtbar, wenn man alle Vorurteil bestätigt bekommt. Heute war wieder so ein Fall.

Betriebsausflug. Mit intellektuellem Anstrich und Anspruch. In einen „Sinneswald“. Da sind (mit jährlichem Themenwechsel) auf 5 Hektar Kunstwerke ausgestellt. Der ältere Herr, der uns führte, kam vom Äußeren schon recht gut rüber – seltsame „Gartenschuhe“ an den Füßen, Brille mit großen, runden Gläsern im „Nickel“-Rahmen und ein Hut auf dem Kopf, der nicht in die Gegend passte.

Zum Anfang gab es eine Einführung in die Anlage. Geschichte des Geländes und Gebäudes sowie der Nutzung durch seine Frau und ihn als Veranstaltungsort. „Dann kam der Unfall mit den Türmen 2001 und seitdem wurden wir politisch.“ Vorher waren sie das nicht. Und wie politisch? Nun, die Themen Frieden und so weiter wurden verstärkt aufgenommen. Und natürlich wird gegen die USA geschossen. Das sagte er so nicht, aber es kam bei der Führung später durch die Kunstwerke mächtig rüber. Vor allem das Prinzip „Er hat ja recht, aber wer macht das?“ scheint intellektuell unheimlich in zu sein. Etwas richtig zu sehen heißt also noch lange nicht, dass man das befürworten kann. Nein, man muss durchaus dagegen sein.

Aber was soll’s? Ich bin vielleicht nicht der Richtige, das zu werten. Denn bei mir war der Mann schon so was von unten durch, als er den „Unfall mit den Türmen 2001“ erwähnte. Wer es nicht über die Lippen bringt, das zumindest als Anschlag oder Anschläge zu bezeichnen, der hat verloren. Da kann er sich noch so intellektuell geben, kleiden oder ausdrücken.

2 Gedanken zu “„Der Unfall von 2001“

  1. „Kleiner Unfall“ gleich aufnehmen in „Neusprech 2.0“.
    „Hitlers kleiner Unfall 1939“ hört sich doch gleich besser an als „Weltkrieg“.

  2. Ist es denn nicht bekannt? Das sind alles entweder Unfälle oder von den Geheimdiensten (CIA, BND) inszenierte Aktionen, um die Sicherheitsgesetze weiter verschärfen zu können. Eine RAF soll es ja nie gegeben haben … alles eine Erfindung des BND. Und 9/11 war eine Sache des CIA … was kümmert die denn schon 3000 Amerikanische Bürger, wenn sie die Mähr vom internationalen Terrorismus aufrecht erhalten können?

    Ja, so ticken viele Gutmenschen heutzutage … leider!

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