Antisemitismus „getarnt“

Links – das assoziiert sich für mich immer mehr mit Bevormundung. Uns wird gesagt, was gut für uns sein soll; was uns glücklich machen soll; was wir gut oder schlecht finden sollen. Und so wird uns von links auch vorgeschrieben, was wir von Israel und den Juden halten sollen.

In welchem größerem Zusammenhang das dann zum „getarnten“ Antisemitismus namens Antizionismus passt, beschreibt ein Artikel von David Greenfield, der auch den Blog SultanKnish betreibt und sich vor allem mit dem Krieg gegen den (islamischen) Terror und die Bedrohung der westlichen Zivilisation beschäftigt. Die Übersetzung findet sich auf den Nahost-Infos.

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8 Gedanken zu “Antisemitismus „getarnt“

  1. Die „Rechten“ sind doch nicht weniger Vorschreibefaul als die „Linken“… jeder versucht, seine Position an den Mensch zu bringen. Leute in Machtpositionen schreiben gerne anderen was vor. Wo ist da jetzt das linke Spezifikum?

    • Die ist da, wo die Gegenbeispiele sind. Und da kenne ich bei den weiter links Stehenden praktisch keine. „Rechts“ aber schon.
      Und während ich von „links“ durchgängig heftige (bis boshafte) Reaktionen bekomme, wenn ich deren Meinung nicht teile und auch noch dagegen halte, sehe ich „rechts“ (aber „links“ der Neonazis und Rechtsextremisten) Diskussionsbereitschaft – echte Diskussion, nicht das empörte Getue der Linken, die nicht akzeptieren, dass man sich von ihnen nicht überzeugen lässt und auch noch die besseren Argumente hat.

  2. Maaaaaan ich kann dieses Antizionismus ist Antisemitismus nicht mehr hören.
    Es stimmt alles nicht!
    Das hat mit gegen-Zion wenig zu tun und auch nicht mit gegen-Semiten sein.

    Es handelt sich hier einfach klipp und klar um mehr, oder weniger versteckten und getarnten JUDENHASS! Nur unter 2 „netter“ klingenden Begriffen.

    Mit der Abneigung anderer semitischer Völker hat das nämlich nichts zu tun! Man nenne das Kind doch einfach endlich beim Namen!

    Diese Leute sind von Angst und Neid getrieben!

    Die Vorstellung sich selbst verteidigender Juden, die nicht wehrlos auf die Seite rollen und sich massakrieren lassen, die nicht wieder wie die Lämmer in die Gas-Kammer laufen, an denen man nicht ungestraft Progrome abhalten kann, lässt sie schaudern und sie projizieren all die bösen Dinge die sie selbst tun, oder tun würden, auf uns.
    Auch weil sie einfach teilweise nicht verstehen können, wie so ein kleines Volk, dessen Regeln und moralische Ansichten es selbst, in ihren Augen zumindest, eigentlich Schwächen sollten, nun mit so einem kleinen Land, all die schlimmen Dinge die ihm über die Jahrtausende angetan wurden nicht nur überleben, nein auch zum Guten und gesundem Wachstum wenden konnte.
    Sie kennen halt Hashem nicht und noch weniger vertrauen sie auf ihn!

    • Hast ja Recht.
      „Antisemitismus“ war der „wissenschaftliche“ (bzw. wissenschaftlich klingende“) Begriff für nicht religiös (christlich), sondern rassistisch motivierten Judenhass. Aber der hat sich nun mal durchgesetzt. Und hier ging es darum zu zeigen, dass das eine A-Wort sich vom anderen A-Wort nur durch die geschriebenen Buchstaben unterscheidet.
      Vielleicht sollte man wirklich für diesen Judenhass nur „Judenhass“ schreiben – wenn er nicht mehr rassistisch bestimmt ist (worüber ich persönlich noch eine Weile nachdenken muss), dann ist „Antisemitismus“ nicht mehr aktuell.

      • Ich weiß 😛 – sonst würde ich ja meine Klappe halten 😉

        Was mir halt bei Deinen Ausführungen etwas aufstößt, ist halt dieser „Juden als Rasse“-Vergleich/Begriff.

        Ich sehe das einfach nicht so!
        Es ist in erster Linie eine Religion.

        Natürlich sind mir die Vererbungsansichten und Mutter Jüdin=Kind jüdisch klar, darauf aber eine ganze Rasse zu begründen, halte ich persönlich für falsch.

        Ich würde sogar so weit gehen, das durch die 12 Stämmen Israels (abgesehen vom Beginn der Menschheitsgeschichte) eigentlich alle Menschen dieser „Rasse“ angehören, nur das sie im Laufe der Zeit über die gesamte Welt verteilt wurden und die meisten verloren gingen.

        Die Unterschiedlichkeit der Ashkenazi, der Shepardim und auch der Äthiopischen Juden ist einfach zu groß um sie irgendwie noch als eine Rasse zu definieren und so weit ich weiß, wurde auch noch kein „Juden-Gen“ gefunden – auch wenn sicherlich in irgendwelchen Labors Leute danach suchen – um gegf. einen darauf abgestimmten Killervirus zu züchten, oder so etwas tolles.

        Und letztlich sind auch Konvertierungen möglich, das sehen zwar die Orthodoxen nicht so gern, aber es geht, auch nach den Schriften. Und natürlich wollten wir nie die Welt groß missionieren und alle Menschen überreden, an den einen zu Glauben und zwingen seine Gebote einzuhalten.

        Deswegen sehe ich dies etwas kritisch. Auch wenn natürlich durch den „Rassen“-Begriff der Zusammenhalt und die Herkunft und Abstammung und die Familie und damit auch die Anrechte an gewissen Gebieten leichter herzuleiten sind.(Als wenn Land wirklich jemandem gehören könnte – es war schon lange vor uns da und wird es auch nach uns noch sein – aus einer Anekdote eines Aborigines auf die Frage wem seiner Meinung nach Australien gehört, die er einfach nicht verstehen wollte.)

        Ich gehe sogar so weit, dass ich echte Christen als zumindest jüdisch beseelt ansehe, waren doch deren Propheten und Evangelisten und auch ihr, vorgeblicher, Gottessohn auch meist Juden.
        Für sie gelten auch die 10 Gebote und sie sind zwar nicht am Körper, so doch im Herzen beschnitten.
        Natürlich halten sie sich nicht so an die 613 Mitzwot, aber deswegen werden sie später auch nicht so nah an der Herrlichkeit sitzen 😉

        Die frühere Verfolgung der Juden durch die Christen ist mir bis heute relativ unverständlich, auch wenn ich weiß, das sie uns, zumindest teilweise, die Verantwortung für den Tod ihres „Messiahs“ vorwerfen.

        Letztlich wollte und musste er nach ihrem eigenen Glauben dieses Opfer ja bringen, als Opferlamm.

        Warum die Mohammedaner es allerdings so vehement tun, erkennt uns deren Koran doch als die alte Religion des Buches an…und in manchen Lesarten, kommt Mohammed gar als Propeht des einen G’ttes rüber, ist mir völlig unklar!
        Klar sie beten letztlich eh den Mondgott, eine moderne Version von Baal an, aber auch mit dem Steit um Jerusalem und den Tempelberg und auch dem Land Israel, treten sie ihre eigene, ihnen doch immer ach so heilige Schrift, ständig mit Füßen und besudeln ihr heiliges Buch mit Blut.

        Lange Rede kurzer Sinn – als Jude der irgendwo zwischen reformiert und konservativer Glaubenslehre steht, hab ich halt mit den Begriffen Antisemitismus und rassistisch, die allerdings unzweifelhaft zusammengehören – im gleichen Zug mit dem Judentum genannt – meine Probleme.

        Diese Leute hassen Juden, sie wollen Juden unterdrücken, bezwingen und letztlich auch töten – dabei ist ihnen egal ob man dunkle Haut hat, dunkle Augen, oder gar recht blonde Haare und blaue Augen.

        Es ist und bleibt Judenhass und die Leute Judenhasser!

        (Auch von dem Standpunkt her, das damit das Verhalten Fakestanis, auch Semiten, endlich deutlich genug erklärt werden kann.)

        So, verpfeif mich aber bitte nicht bei Deinem Rebbe, Cohen zu heißen ist schon immer nervig genug wenn ich in den Tempel gehe 😉 (ok, Levi wäre auch nicht viel besser)

        Liebe anderen Leser: dieser Text enthielt etliche Insiderwitze – die Bibel eures Vertrauens kann beim verstehen dieser helfen – ich empfehle den älteren, vorderen Teil! 😉

      • Das ist zwar nicht das Thema hier, trotzdem ein kleiner Einwurf.

        „Und letztlich sind auch Konvertierungen möglich, das sehen zwar die Orthodoxen nicht so gern“

        Meine und andere Erfahrungen sind eine andere. Sie mögen nicht begeistert sein, aber Orthodoxe sehen Gerim als willkommen an. Probleme damit haben eher sekuläre Juden.

    • „Mit der Abneigung anderer semitischer Völker hat das nämlich nichts zu tun!“

      Rein wissenschaftlich gesehen gibt es keine semitischen Völker, sondern semitische Sprache, die unterschiedliche Völker sprechen. Mit Ethnien hat es nichts zu tun.
      Der deutsche Judenhasser Wilhelm Marr erfand diesen Begriff, der nun allgemein verwendet wird.

  3. @Yael:
    Ich vermute mal, dass Joschua hier auf die Klagen von Orthodoxen (vielleicht Ultraorthodoxen?) abhebt, die Konvertierung zum Judentum würden von weniger Orthodoxen zu lasch gehandhabt.

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