Der Hofstaat der Königin

…könnte man meinen. Sie ist aber keine Königin, jedenfalls nicht von der Verfassung her, sondern die Präsidenten-Gattin. Die, die sich von ihrem Mann mal eben für eine nicht gerade tief angesiedelte dreistellige Summe Steuergelder zu einer Show und einem Abendessen nach New York ausführen ließ.

Da hatte sich jemand mal die Mühe gemacht, ein weiteres Konto der Dame zu begutachten: Dr. Paul Williams schrieb schon im Juli über die Maßlosigkeit der First Lady. Sie hat einen Hofstaat an „persönlichen Assistenten“, „deputy assistants“ und „special assistants“, der reichlich bestückt ist. Und es ist kein Zufall, dass dieser Artikel in einer kanadischen und keiner US-Zeitung erschien. Darin heißt es unter anderem:

Nein, Michelle Obama wird nicht dafür bezahlt die First Lady zu sein und sie übt keine offiziellen Pflichten aus. Das hat sie aber nicht davon abgehalten eine nie da gewesene Zahl von Angestellten einzustellen, die inmitten einer Rezession jede ihrer Launen bedienen und jeden Wunsch erfüllen. Man erinnere sich daran, dass Mary Lincoln zur Rede gestellt wurde, weil sie während des Bürgerkriegs für das Weiße Haus Porzellan angeschafft ahtte. Und Mamie Eisenhower musste das Gehalt für ihre persönliche Sekretärin selbst berappen.

Wie sich die Zeiten doch geändert haben! Wer zu den Dutzenden Millionen Amerikanern gehört, die sich der sicheren Armut gegenüber sehen, für weniger die Regale bei Wal-Mart bestücken, als zum Lebensunterhalt nötig ist oder bei McDonald Cheeseburger servieren, bereitet sich auf einen Aufschrei vor  und muss dann mitbekommen, dass die Zulagen-Pakete dieser Bediensteten von Miz Michele dieselben sind wie die für die Angestellten der Ministerien für nationale Sicherheit und Verteidigung du die Rechnung für diese Truppe an Lakaien vom Erika Mustermann bezahlt wird.

Und wie sehen diese Gehälter aus? So:

  1. $172,2000 – Sher, Susan (CHIEF OF STAFF)
  2. $140,000 – Frye, Jocelyn C. (DEPUTY ASSISTANT TO THE PRESIDENT AND DIRECTOR OF POLICY AND PROJECTS FOR THE FIRST LADY)
  3. $113,000 – Rogers, Desiree G. (SPECIAL ASSISTANT TO THE PRESIDENT AND WHITE HOUSE SOCIAL SECRETARY)
  4. $102,000 – Johnston, Camille Y. (SPECIAL ASSISTANT TO THE PRESIDENT AND DIRECTOR OF COMMUNICATIONS FOR THE FIRST LADY)
  5. Winter, Melissa E. (SPECIAL ASSISTANT TO THE PRESIDENT AND DEPUTY CHIEF OF STAFF TO THE FIRST LADY)
  6. $90,000 – Medina, David S. (DEPUTY CHIEF OF STAFF TO THE FIRST LADY)
  7. $84,000 – Lelyveld, Catherine M. (DIRECTOR AND PRESS SECRETARY TO THE FIRST LADY)
  8. $75,000 – Starkey, Frances M. (DIRECTOR OF SCHEDULING AND ADVANCE FOR THE FIRST LADY)
  9. $70,000 – Sanders, Trooper (DEPUTY DIRECTOR OF POLICY AND PROJECTS FOR THE FIRST LADY)
  10. $65,000 – Burnough, Erinn J. (DEPUTY DIRECTOR AND DEPUTY SOCIAL SECRETARY)
  11. Reinstein, Joseph B. (DEPUTY DIRECTOR AND DEPUTY SOCIAL SECRETARY)
  12. $62,000 – Goodman, Jennifer R. (DEPUTY DIRECTOR OF SCHEDULING AND EVENTS COORDINATOR FOR THE FIRST LADY)
  13. $60,000 – Fitts, Alan O. (DEPUTY DIRECTOR OF ADVANCE AND TRIP DIRECTOR FOR THE FIRST LADY)
  14. Lewis, Dana M. (SPECIAL ASSISTANT AND PERSONAL AIDE TO THE FIRST LADY)
  15. $52,500 – Mustaphi, Semonti M. (ASSOCIATE DIRECTOR AND DEPUTY PRESS SECRETARY TO THE FIRST LADY)
  16. $50,000 – Jarvis, Kristen E. (SPECIAL ASSISTANT FOR SCHEDULING AND TRAVELING AIDE TO THE FIRST LADY)
  17. $45,000 – Lechtenberg, Tyler A. (ASSOCIATE DIRECTOR OF CORRESPONDENCE FOR THE FIRST LADY)
  18. Tubman, Samantha (DEPUTY ASSOCIATE DIRECTOR,SOCIAL OFFICE)
  19. $40,000 – Boswell, Joseph J. (EXECUTIVE ASSISTANT TO THE CHIEF OF STAFF TO THE FIRST LADY)
  20. $36,000 – Armbruster, Sally M. (STAFF ASSISTANT TO THE SOCIAL SECRETARY)
  21. Bookey, Natalie (STAFF ASSISTANT)
  22. Jackson, Deilia A. (DEPUTY ASSOCIATE DIRECTOR OF CORRESPONDENCE FOR THE FIRST LADY)

Bei Nr. 5, 11, 14, 18, 21 und 22 fehlt eine Angabe zur die Höhe des Gehalts und in der Liste fehlen noch Maskenbildnerin Ingrid Miles und Friseur Johnny Wright. Ansonsten rechnet man zusammen und kommt bei zwei Dritteln des Stabes (und wohl ohne die Zulagen) schon auf mehr als eineinviertel Millionen.

Und wer sagt: Ja, Eisenhower, das ist ja schon über 50 Jahre her: Jackie Kennedy hatte eine persönliche Assistentin; Hillary Clinton drei; Laura Bus eine. Es geht anders. Aber der „sozialste“ aller US-Präsidenten und seine Frau reden immer viel über „Verteilung des Reichtums“ – und betrachten offenbar das Weiße Haus als Selbstbedienungsladen.

Meine Vorurteile gegen weit links Stehende an der Macht werden durch solche Beispiele sicherlich nicht geringer.

8 Gedanken zu “Der Hofstaat der Königin

  1. Deine Vorurteile? Kommt auf die Definition des Wortes an. Für mich trifft Abneigung eher zu wobei ich deine „Vorurteile“ ebenfalls teile.

    • Nee, Vorurteile: Links steht für mich auch für Abgreifen; dafür, dass sich bedient wird, vor allem am Allgemeingut; dass Wasser gepredigt, aber Wein getrunken wird – den man allerdings nicht aus eigener Tasche bezahlt.
      Daneben steht „links“ für mich noch für einiges andere, das im nächsten Eintrag verlinkt ist. 🙂

    • Was? Frau Obama? Oder was ich da geschrieben habe?
      (Ich neige dazu, solche einsilbigen Kommentare nicht freizuschalten.)

  2. @ Avram – nicht für mich, aber es gibt hier gelegentlich Leser, die sowas tatsächlich sagen würden. Ich gebe zu, wenige. Aber immerhin. 😉

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