Knallchargen

Hans Welzer, DIE ZEIT – für ihn ist Selbstverständliches einfach nur igitt und böse. Man darf sich nicht gegen Völkermord wehren, aber die toten Opfer bedauern. Die Feststellung, dass mehr als die Hälfte der UNO-Mitglieder „Tyranneien (sind), die erhebliche oder ungeheure Verbrechen oder Menschenrechtsverletzungen an ihren eigenen Völkern verüben“, macht ein Buch zu einem, das man nicht ernst nehmen kann.

Michel Suleiman, libanesischer Staatschef – nicht Terroristen, noch nicht einmal „Widerständler“ haben die Katjuscha auf Kiryat Schmona abgeschossen, sondern jemand, der von Israel beauftragt und in dessen Auftrag handelte!

Sebastian Engelbrecht, ARD (tagesschau) – der gibt pal-arabische Propaganda weiter, radikale Juden versuchten den Tempelberg zu erobern und das sei der Auslöser der Krawalle dort. Zum Beweis zitiert er den Aufruf eines Rabbiners, Gläubige sollten zu Tausenden auf den Tempelberg ziehen, um dort zu beten. Dass die Hetze der PalAraber völlig unabhängig davon stattfand und die israelische Polizei solche „Demonstrationen“ unterbindet, verschweigt der Reporter genauso wie die Terroristen. Macht nichts, man braucht Munition gegen Israel. (Was dieses Thema in einem Bericht über die Goldstone-Kommission, ihren Bericht und den Umgang damit seitens Israel zu suchen hat, fragt sich außerdem auch noch.)

Engelbrecht beschränkt sich nicht auf die Tempelberg-Krawalle; auch Clintons Besuch nimmt er sich vor und schreibt eine Analyse, die sich so zusammenfassen lässt: Der Jud‘ ist schuld.

Schlagzeilen-Macher der Times – „Palästinenser leiden unter israelischer Wasser-Folter“, heißt es dort am 27.10.09 über dem Bericht eines James Hider. Offensichtlich gibt es nichts, was dort eine Eskalation des Vokabulars gegen Israel irgendwie als ungerechtfertigt erscheinen lässt.

Krieg wollen immer nur die „Imperialisten“ (USA, Westen, Israel etc.), aber nie „fortschrittliche“ Kräfte. Warum der Iran das Opfer des Westens werden soll, während es in Wirklichkeit der Iran und andere aggressive Diktaturen sind, die ständig drohen irgendwen „bestrafen“ oder von der Landkarte wischen zu wollen, ist wohl ein Geheimnis des Jürgen Elsässer und seiner zurückgebliebenen Kumpane von links, denen es einfach nicht möglich ist sich in veränderten Verhältnissen von ihren Schablonen zu lösen und das Denken anzufangen.

Winfried Hassemer, ehemaliger Verfassungsrichter – Raub ist nicht gleich Raub, Mord ist nicht gleich Mord und der kulturelle Hintergrund ist auch besonders wichtig – und natürlich, dass das Opfer auch handelt. Kommentar von Bernd Zeller: Bekanntlich haben Mord, Raub und sonst irgendwas in Deutschland häufig einen kulturellen Hintergrund. Und das Opfer handelt sehr oft auch, meistens als Opfer. Deutschland muss sich von seinem einseitigen Verständnis von Kultur lösen. Unter uns wohnen Menschen, die ein anderes haben beziehungsweise die erst von uns erfahren, dass das, was ihre Gewalttätigkeit ausmacht, ihre Kultur ist, weil sie ja sonst keine haben. Man kann den niedrigen Menschen nicht zumuten, eine Kultur anzunehmen, die für sie überhaupt nicht gedacht ist, nämlich unsere. In wieweit es gerechtfertigt ist, gegen eine Kultur Notwehr zu üben, sagt Hassemer nicht, hier ist die herrschende Rechtsprechung abzuwarten. Klar, wenn wir uns erst in die Kultur muslimischer Gewalt integriert haben, dann werden wir die Kultur verstehen und endlich Kulturbereicherer nicht mehr als Kriminelle betrachten…

unique, Studentenzeitung – New York ist die schlimmste Sünde bzw. ihr Symbol. Islam ist Frieden, die Muslime waren nur freundlich zu Juden und Christen und wenn nicht, dann ist der Zionismus schuld. Zu behaupten, es gäbe islamischen Antisemitismus, ist islamophob. Juden leben heute größtenteils noch immer friedlich mit Muslimen zusammen. Hm, Jemen? Ägypten? Marokko? Libyen? Algerien? Sonstige islamische Staaten? Falls es da noch Juden gibt, haben sie alles andere als keine Sorgen um ihre Sicherheit. Wer solchen Schwachsinn verbreitet, lügt. Oder ist strunzdumm (hm, wenn man sich so manche Studenten ansieht, …).

Richard Goldstone, UNO-Sonderermittler gegen Israel – der hatte in seinem Bericht eine saugute Einschätzung von sich gegeben: Es gibt mutige Israelis. Nun, nicht die, die ihr Volk und Land schützen, sondern die, die es den Terroristen ausliefern wollen – die NGOs, die ständig die Regierung und den Staat verleumden und Aussagen der Terroristen für bare Münze und israelische Angaben grundsätzlich für unglaubwürdig definieren. Wenn da nicht ein Widerspruch wäre: Goldstone behauptet (nicht nur implizit), dass diese Gruppen sich gegen die zunehmende Intoleranz und gegen Unterdrückung der freien Meinungsäußerung zur Wehr setzen. Da sie überall in Israel zu Wort kommen und in den Medien über sie berichtet wird (einige Medien, so Ha’aretz, nehmen die NGO-Pamphlete ebenso gerne für bare Münze wie die die Terroristen-Behauptungen), wie können sie da unterdrückt sein?

Yves Bot, Generalanwalt der Europäischen Union – die Grenzen Israels wurden am 29. November 1947 von den Vereinten Nationen festgelegt. Aha. Basta. Dass die Araber die Festlegung nicht anerkannten und sie damit hinfällig ist, gilt nicht. Fertig.
Frage: Wieso ist eigentlich Israel das einzige Land der Welt, das sich alles von anderen vorschreiben zu lassen hat, unabhängig von den Fakten vor Ort?