Die Einforderung von „Respekt“

Deborah Weiss, The Washington Times, 30. Oktober 2009

Der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hielt kürzlich eine wenig berichtete Rede am United States Institute of Peace. Darin forderte er, dass die USA der muslimischen Welt „Respekt“ erweise. Was genau aber meint er damit?

Die OIC besteht aus 57 Staaten mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung und man erwartet, dass sie sich auf 60 Staaten vergrößert. Sie ist die zweitgrößte NIchtregierungs-Organisation, die nur von den Vereinten Nationen übertroffen wird. Sie ist ohne Ausnahme die mächtigste muslimische Organisation der Welt, die in internationalen Fragen oft als Block abstimmt.

In seinem Machtanspruch erfreut sich Generalsekretär Ekmeleddin Insanoglu weitreichender Autorität im Namen der OIC zu sprechen; diese wird ihm von der OIC-Charta gewährt. Er prahlt damit als Stimme der muslimischen Welt zu sprechen, 1,5 Milliarden Muslime zu repräsentieren. „Wir haben einen Vorsprung vor allen islamischen Bewegungen und werden von ihnen allen respektiert“, vermerkte er.

In der Tat war nach Angaben von Insanoglu der Drang nach Scharia-Gerichten eine Bewegung, der anfangs niemand sonderlich Aufmerksamkeit schenkte. Er war es, der dieses Drängen nach Veränderung auf den Weg brachte und jetzt machten sie große Schritte voran. Stolz darauf, sich mit dieser Leistung schmücken zu können, prahlte Insanoglu, Scheik Sharif, der ehemalige Kopf der Scharia-Gerichte-Bewegung, jetzt Präsident Somalias ist und sowohl von der OIC als auch den USA unterstützt wird.

Mit milde gesitteter Stimme stellte Insanoglu fest, dass wir uns zu uns auf eine globale Weltordnung zubewegen. Er glaubt, dass eine Machtverschiebung innerhalb der nächsten zehn Jahre unvermeidlich ist.

Er behauptete, dass die „Wurzeln“ des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und der muslimischen Welt dreiteilig sind. Erstens ist die muslimische Welt wegen Amerikas Unterstützung Israels desillusioniert, außerdem wegen Israels „Apartheid“-Politik und den sich daraus ergebenden „Erniedrigungen“, die die Palästinenser über sich ergehen lassen müssen. Zweitens fühlten sich die Muslime, als die USA sich nach dem Abzug der Sowjetunion aus Afghanistan zurückzogen, im Stich gelassen. Drittens opponierten die Muslime gegen den Krieg im Irak und sind wütend wegen der folgenden irakischen Toten und dem Missbrauch der Gefangenen in Abu Ghraib.

Indem er klar die „Vorbedingungen“ für gute Beziehungen zwischen den USA und den Muslimen darlegt, verlangt Insanoglu, dass diese drei „Probleme“ „angemessen“ angegangen werden. Zusätzlich muss Amerika aufhören „die Aktivitäten der muslimischen Welt zu verletzen“ und seine Haltung ändern den Islam negativ wahrzunehmen. Schließlich kann die OIC für die Vereinigten Staaten eine Bedrohung oder eine versöhnliche Kraft sein. Amerika hat die Wahl.

Insanoglu besteht darauf, dass Amerika und die OIC mehr „gemeinsame Interessen“ haben als unterschiedliche. Um diesen Punkt zu demonstrieren, führte er die Zusammenarbeit der OIC mit dne USA zur Bekämpfung der Malaria in Afrika an und ihre Interessen bei der Verringerung von Armut und Obdachlosigkeit in indigenen Ländern.

Insanoglu ist optimistisch, dass die Beziehungen zwischen der OIC und den USA zu verbessern sind. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, als Präsident Bush seinen Respekt für den muslimischen Glauben erklärte und sich jegliche Einseitigkeit gegen Muslime entschuldigte. Weiter half, dass er einen Botschafter für die muslimische Welt ernannte. Immerhin heißt die OIC jeden Gesandten willkommen – so lange es sich um einen Muslim handelt – und das Ohr des Präsidenten hat.

Nun, da Präsident Obama im Amt ist, ist die OIC besonders voller Hoffnung. „Die Rede von Kairo war historisch und zum ersten Mal in positiver Weise an die muslimische Welt gerichtet.“ Insanoglu applaudierte Obamas guten Absichten. Er hofft, dass die Absichten sich in Politik verwandeln, die dann zu Programmen führt, die „die Träume des Präsidenten und der muslimischen Welt Wirklichkeit werden“ lassen. Er freut sich auf eine neue Partnerschaft mit Amerika und glaubt, dass Obamas Kairoer Rede dasselbe Gefühl widerhallen lässt.

Ein bestimmter Traum, von dem Insanoglu sagt, dass er ihn mit dem Präsidenten teilt, ist der einer atomwaffenfreien Welt. Er betonte, dass es „nur einen Maßstab“ dafür geben sollte, mit dem Problem umzugehen, dass Staaten es ablehnen sich Atomwaffen zu entledigen. Israel sollte nicht erlaubt werden Atomwaffen zu besitzen, während von anderen Staaten verlangt wird auf ihre zu verzichten. Wenn der Iran Atomwaffen besitzt, sollte er ehrlich damit umgehen.

Aber, fügte Insanoglu schnell hinzu, „wir sollten dieselbe Art Fehler nicht wiederholen, wie wir ihn im Irak machten“, als Berichte über Massenvernichtungswaffen sich als falsch herausstellten. Wir müssen langsam und mit Vorsicht gegenüber dem Iran vorgehen. Fakt ist, dass der Kopf des Atomprogramms des Iran „ein sehr intelligenter, anständiger Kerl“ ist. Insanoglu weiß das, weil der Programmchef früher vier Jahre lang der Generalassistent des Sekretärs für Wissenschaft und Technologie der OIC war.

Während der Frage-Antwort-Zeit wurde Insanoglu bezüglich der Geschichte der OIC und ihrer Haltung zu Menschenrechten und freier Meinungsäußerung hinterfragt. Er argumentierte, dass die Menschenrechtserklärung von Kairo, die die Menschenrechte auf Konformität mit der Scharia beschränkt (und sie damit praktisch negiert) „vor langer Zeit“ abgegeben wurde. Er legte dem Publikum nahe, die neue Charta der OIC und ihren Zehnjahresplan durchzusehen.

Das habe ich gerade getan. Obwohl der Sprachgebrauch sich geändert hat, sind die Ziele gleich geblieben. Die Dokumente der OIC zeigen an, dass sie zunehmende Macht, islamitische Vorherrschaft, die Verunglimpfung Israels, Beschränkungen der freien Meinungsäußerung und die Weißwaschung jeglicher Verbindung des Islam zum Terrorismus anstrebt. Die „gemeinsamen Anstrengungen“ sollten nur die muslimische Welt stärken. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die OIC die Absicht hat Christen und Juden, die von Muslimen verfolgt werden, plötzlich als Gleiche zu behandeln.

Die Last, eine „positive Beziehung“ zu erringen, liegt einzig und allein bei den westlichen Dhimmis, die naiverweise denken, dass zu kapitulieren ihre Feinde dazu bringt, sie lieber zu haben. Und so, liebe Freunde, sieht der „Respekt“ aus, den die OIC verlangt.

3 Gedanken zu “Die Einforderung von „Respekt“

  1. Immer diese subtilen Drohungen…entweder ihr macht was wir wollen, oder wir schneiden euch gleich jetzt den Kopf ab und nicht erst später.

    Und die denken allen ernstes, sie sind so viele, wir können sie unmöglich alle bekämpfen…
    Ich hoffe ja immer noch das sie eines, nicht mehr so fernen Tages einsehen das wir es doch können, bevor wir es wirklich machen müssen…

    Und wieder die Lüge von den nicht gefundenen WMD…dabei hatte Sadam Giftgas und schlimmeres UND hat es auch mehrfach eingesetzt…und der riesen Konvoi der während der Aufmarschzeit ins Nachbarland Syrien gefahren ist…

  2. Respekt muss man sich verdienen
    ihn nur mal so einzufordern, ist genau umgekehrt wirksam.
    Und solange die moslemischen Laender und Gemeinschaften nicht dem Toeten und Unterdruecken Anderer – immer wieder neu geformt durch ihre „Glaubens-Richtlinien“ – abschwoeren und taetlich gegen Solche, die es tun, vorgehen,
    wird das nichts mit dem „Reschpekt“ der westlichen Welt – zumindest nicht von den Vernunft-Begabten!

  3. tyrannen leben immer von der feigheit ihrer opfer!

    wenn wir als europäische bevölkerung nicht begreifen, dass wir nach dieser erkenntnis handeln müssen, wird es uns auch nicht gelingen, uns selbst und den uns nahestehenden wie israel ein friedliches dasein zu ermöglichen gegen eine barbarische politideologie, die sich religion schimpft.

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