Die UNO und die Minarette

Die UNO muss natürlich auch ihren Senf dazu geben. Sie will das Verbot auf Rechtmäßigkeit überprüfen. Wer eigentlich nicht? Die Verlierer werden das sowieso tun, weil sie nicht verlieren können. Auf europäischer Ebene wird es sich niemand nehmen lassen das auch zu tun. Posaunen ja alle schon rum, dass der Europäische Gerichtshof da wohl wird entscheiden dürfen/können/müssen. Aber die UNO darf es sich nicht nehmen lassen, die unglaublichen Verbrechen der Eidgenossen auch höchst selbst zu untersuchen. Den Europäern kann man nicht trauen.

Und es ist ja auch nicht hinzunehmen, dass ein demokratischer Staat seine Bevölkerung über irgendetwas entscheiden lässt, ohne dass die Weltregierung zuschlägt und das nicht richtig findet. Schon gar nicht in Europa. Wo kämen wir denn da hin? Das geht doch wohl überhaupt nicht. Schließlich hat man einen Ruf. Der darf nicht gefährdet werden.

Es ist ja auch ein Unterschied, ob Muslime in der Schweiz ein Minarett bauen wollen und ihnen das verboten wird, aber sonst nichts ist, oder ob in arabischen Ländern Christen verfolgt und ermordet werden. Religiös begründete Gewalt gegen Andersgläubige ist der UNO keine Untersuchung wert. Ebenso wenig Bauverbote für Kirchen oder die Vernichtung von Kirchengebäuden (um nur die christlichen Opfer zu erwähnen, die buddhistischen usw. sollten nicht vergessen werden).

Und so machen sich also die Hüter der Menschenrechte und der Religionsfreiheit wie Saudi-Barbaria, Sudan, Kuba, Nordkorea, der Iran und weitere Koryphäen der Weltgerechtigkeit also auf, um den Schweizern die Leviten zu lesen und für Ordnung zu sorgen. Ordnung, wie bei ihnen Zuhause wahrscheinlich. Wo Opposition gegen Muslime nicht existiert, nur die gegen Christen und andere Ungläubige. So, wie es sich gehört und auch in der Schweiz usw. sein sollte.

6 Gedanken zu “Die UNO und die Minarette

  1. Mal ne andere Kerbe…
    Die offizielle Schweiz hat sich in der Vergangenheit ja nicht gerade mit „gerechter“ Kritik an Israel zurück gehalten oder in dieser Sache recht überlegt gehandelt.
    Wie fühlt man sich wohl, wenn man überzeugt ist etwas richtig gemacht zu haben und dann von der „neutralen“ UNO mit Vorwürfen konfrontiert wird, die nur schwer nachvollziehbar bis grotesk sind.
    Blieb der schweizerische Gesandte nicht bei der Achmadi-Nedjad Rede sitzen?
    Wo sie sich doch so gut betragen haben – jetzt so ein böser Rüffel.
    Ein wenig grinsen kann ich mir trotzdem nicht verkneifen, dass es ausgerechnet die offizielle Schweiz trifft, die sonst so ein guter Verbündeter (Dhimmi?) ist.

  2. Lieber Carl, es trifft ja gerade nicht die „offizielle Schweiz“. Die steht nach dieser Abstimmung erst mal komplett neben den Schuhen. Es ist nun wieder einmal vor allem Calmy-Rey (die mit dem Kopftuch bei Achmachmirdendijhad) die sich nun lauthals bei Hinz und Kunz entschuldigt und so ausländische Organisationen auffordert, die Schweiz zu kritisieren. Ich habe Ja gestimmt, aus Ueberzeugung und nicht aus Angst. Ich werde nun von irgendwelchem dahergelaufenen Gesindel als ignoranter, angsterfüllter Hinterwäldler beschimpft. Und glaub mir, an dem Tag, an dem ich irgendein linkes Appeasement-Arschloch wie Calmy-Rey wähle, friert die Hölle zu.

  3. @ Max

    Ich habe versucht ganz bewusst zwischen den schweizerischen offiziellen Eliten und den schweizerischen Bürgern, die votiert haben, zu unterscheiden.

    Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst.
    Ich bin gerade in einer Diskussion in einem jüdischen Forum.
    Egal mit welchen Argumenten man gegen den politischen Islam kommt und diese auch nachweist – das gibt es nicht, man ist Rassist und ähnliches.
    Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
    Selbst das Argument, das Muslime selbst gegen den politischen Islam kämpfen wird nicht akzeptiert.
    Rassist, Rassist, Rassist und basta!
    In Europa ist alles in Ordnung, wieder basta.

    Wie aber sollte sich der politische Islam Europas von dem in den arabischen Ländern und dem Iran denn als moderaterer unterscheiden?
    Es bestehen doch beste Beziehungen zu islamistischen Terrororganisationen?
    Die Terrorzelle aus Hamburg Harburg hat die Piloten die den Anschlag am 09 Sept verübt haben hervorgebracht.

    Natürlich ist der püolitische ISlam nic ht sooo öffentlich erkennbar.
    Milli Görüs wird einerseits vom Verfassungsschutz beobachtet und wurde andererseits von unserem damaligen Innenminister Schäuble zur Deutschen Islam Konferenz eingeladen.

    Ich unterstütze das Votum der Schweiz.
    Denn eine lange überfällige Diskussion könnte jetzt endlich in die Pötte kommen.
    Es ist einfach höchste Zeit den politischen Islam mit demokratischen Mitteln in seine Schranken zu weisen.
    Es geht um weit mehr, als um das Verbot von Minaretten.

    Sorry, wenn ich mich für dich missverständlich ausdrückte.

    • „Selbst das Argument, das Muslime selbst gegen den politischen Islam kämpfen wird nicht akzeptiert.
      Rassist, Rassist, Rassist und basta!
      In Europa ist alles in Ordnung, wieder basta.“

      @carl

      das ist nicht wahr und das weißt du auch. Die Dumpfbacken, die dort auftauchen, findest du überwiegend bei PI. Und genau da liegt das Problem. Ich hasse diese Hetzer, die Israel für ihre Hetze missbrauchen. Die brauchen auch wir Juden nicht.
      Und sieh dir mal die Dumpfbacke Yoyojon an, der eine Jüdin, die nicht links ist, als Hamasversteherin etc. verumglimpft, nur weil sie nicht seiner Hass-Meinung ist. Diese Typen habe ich echt gefressen. Das ist keine Diskussion mehr, sondern ein Sauhaufen.

      „Wie aber sollte sich der politische Islam Europas von dem in den arabischen Ländern und dem Iran denn als moderaterer unterscheiden?“

      Warum sollte er genauso sein? Der Islam ist nicht gleich der Islam im Iran oder sonstwo. In der Schweiz leben Muslime aus dem Balkanstaaten und die sind sehr moderat und keineswegs islamistisch.

  4. Die rechtskonservative Maariv kommentierte als einzige israelische Zeitung das Schweizer Votum gegen den Bau von Minaretten. Das Ergebnis bedeute, dass Europa aus seinem „kulturellen und ethischen Relativismus aufwacht“, indem es dem radikalen Islam erlaubt habe, sich auf dem Kontinent einzunisten. Doch nicht die Moslems seien das Problem. Europa habe sich vielmehr versöhnlich gegenüber Extremisten, Petro-Dollars und arabischem politischen Druck verhalten. Die Zeitung kritisiert die Schweizer, kollektiv und symbolisch gegen alle Moslems gestimmt zu haben, anstatt spezifische Schritte gegen radikale und extremistische Imame zu unternehmen. Das Votum werde alle Moslems ermuntern, sich verfolgt zu fühlen und so die Extremisten unter ihnen stärken.
    von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. November 2009

    Das letzte was Sahm anspricht, sehe ich auch so. Ein Minarett ist für mich kein Problem, denn Islamisten verstecken sich weit weniger in Moscheen als in irgendwelchen Hinterhöfen. Gegen die muss man vorgehen und nicht gegen irgendwelche Minarette, die nicht für den Islamismus stehen. So wurde man leider zu allgemein als wirklich das Problem anzugehen. Der Schuss kann nur nach hinten los gehen.
    Das Problem in der Schweiz sind für mich auch rechtsradikale Parteien ala SVP. Wer weiß denn wer morgen bei denen dran ist. Wir Juden vielleicht mal wieder?

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