Hässliche Preisverleihungen zum Jahresende

Es geht auf das Jahresende zu und diese Zeit wird immer wieder eine gerne für Ehrungen aller Art genutzt. Die Nobelpreisträger sind längst bekannt, die Verleihung findet in der ersten Dezemberhälfte statt. Europa hat so gern Besinnliches, soll heißen die besinnliche Zeit vor Weihnachten gilt als besonders geeignet für die Verleihung. Das ist neben der Nähe zu den Nobelpreis-Verleihungen ein weiterer Grund, dass der „alternative Nobelpreis“ ebenfalls Anfang Dezember übergeben wird. Oft und gerne auch an eigentlich unangenehme Typen, aber das gehört sich ja so, wenn man „alternativ“ ist.

Im Laufe des Jahres hat es schon Ehrungen für Israelhasser gegeben, doch der Advent bietet sich auch hier für weitere an. Schließlich muss ein Jahresabschluss mit entsprechender Würdigung gefunden werden. Und so finden sich ein paar Preisträger, die sich durch besonders üble Lebensleistungen hervortun:

Uri Avnery erhielt den „Blue Planet Award“ der Stiftung „ethecon“ für „seinen unermüdlichen und couragierten Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit“ (sprich: Terror-Unterstützung und –rechtfertigung). Laudator war der ebenso erfreuliche Abi Melzer, von der Neuen Rheinischen Zeitung kurzzeitig in „Adam“ umgetauft. „ethecon“ verleiht Preise an Leute, die sich durch besondere Nettigkeiten auszeichnen; die erste Preisträgerin hatte George W. Bush „wegen des Völkermords im Irak“ mit Blut bespritzt. (Hätte sie mit Saddam nie gemacht, der war Menschenfreund!)

Richard Goldstone erhält den Stockholm Human Rights Award dreier Anwaltsclubs für seinen „außerordentlichen Beitrag zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte und fundamentaler Freiheiten“. Also das Recht von Terroristen Juden zu ermorden und wenn die sich wehren für möglichst viele zivile Opfer bei der eigenen Bevölkerung zu sorgen sowie muslimische Araber unter die islamistische Knute zu bringen und für Kinkerlitzchen zu verstümmeln und umzubringen. (Gelistet werden seine Leistungen in Südafrika „und andernorts“ – es darf einmal geraten werden, wo „andernorts“ liegt.)
Yaacov Lozowick kommentiert das so: Sie führen 15 Jahre verschiedener Taten als Rechtfertigung an, aber es ist interessant, dass die ersten vierzehneinhalb dieser Jahre, egal, wie gerammelt voll von guten Taten diese gewesen sein mögen, nicht dafür sorgten, dass er den Preis bekam. Dafür musste er den Vorsitz eines antiisraelischen Gremiums außergewöhnlich schludriger Denker inne haben. Sie entschuldigen also bitte meine Zweifel an der intellektuellen Integrität dieser speziellen Schweden.

Reporterin des Jahres wird Amira Hass. Der Name ist Programm, hat aber auf Hebräisch oder Englisch nicht dieselbe Bedeutung, deshalb kommt es dort nicht so schön rüber. Ausgezeichnet wird sie von „Reporter ohne Grenzen“ vor allem für ihre Berichte während der Operation „Gegossenes Blei“, die als besonders „unabhängig und offen bezeichnet wird“ – Übersetzung: in besonders einseitiger Weise gegen Israel gerichtet. Hass ist eine bedingungslose Rechtfertigerin des palästinensisch-arabischen Terrors und hetzt gegen ihre Heimat, wo es nur geht. Sie trägt maßgeblich mit dazu bei, dass Ha’aretz die palästinensische Zeitung in hebräischer Sprache genannt wird.

Wenn es weitere Schätzchen gibt, bin ich gerne bereit, diese hier nachzutragen.