Freiheit statt Islam wählen und die Geschichte der Wafa Sultan

Sultan Knish, 1. Dezember 2009

Anlässlich einer Buchsignierung von Wafa Sultans neuem Buch fand eine Frage- und Antwortstunde statt, bei der die meistgestellte Frage der Besucher lautete: “Was können wir tun, um den Islam zu stoppen?”

Darauf gibt es natürlich keine einfache Antwort. Der Kommunismus, die engste Parallele der Bedrohung, der wir uns gegenüber sehen, griff uns auf militärischer, politischer und kultureller Ebene an. Der Islam attackiert uns auf militärischer, politischer, kultureller und religiöser Ebene – das ergibt eine Bedrohung in vier Teilen. Und obwohl die Sowjetunion letztendlich kollabiert ist, bleibt angesichts des Zustands der Freiheit im heutigen Amerika und Europa, in einem politischen Umfelds, das Demokratie zugunsten juristischen Aktivismus und Klassenkampf-Politik, die einen großen Teil zur Diktatur des Proletariats beigetragen hat, die Frage offen, ob wir den Kommunismus besiegt haben oder der Kommunismus uns besiegt hat.

Die Sowjetunion erwies sich als nicht in der Lage, uns militärisch zu besiegen, obwohl sie den Großteil ihrer industriellen Kapazitäten zur Waffenherstellung verwendete und sich erfolgreich mit einem großen Teil der Dritten Welt verbündete, um in der UNO eine anti-westliche Weltordnung zu schaffen. Aber kulturell und politisch hat der Kommunismus dem Westen großen Schaden zugefügt. Mehr Schaden, als die meisten Menschen begreifen. Der Amerikaner und Europäer des Jahres 2009 lebt in einem System, dessen politische Voraussetzungen denen der UdSSR ähnlicher sind als denen seines eigenen Landes im Jahre 1909. Das zeigt uns, dass der Kommunismus weitaus mehr durch Unterwanderung und Infiltration erreicht hat, als Nationalismus und bewaffnete Eroberungen. Der beste Beweis dafür ist Osteuropa, das heute kapitalistischer ist als das westliche Europa, das das vergangene halbe Jahrhundert nicht unter der sowjetischen Knute verbracht hat.

Hätte sich Trotzky gegen die Vorgehensweise seiner weniger visionären Zeitgenossen durchgesetzt, könnte der Kommunismus als internationale Revolutionsbewegung triumphiert haben, statt als schlecht industrialisiertes bewaffnetes Lager Zweite Welt zu versagen. Doch das war eine vergleichsweise schwächere Version der Gefahr, die uns heute im Islam gegenüber steht, der vom Ölgeld ansonsten rückständiger Länder gestützt ist, von hinterlistigen Lügen einer Händler-Kultur aufpoliert und angetrieben von einem Fanatismus, den selbst von den Kommunisten nur wenige je angestrebt haben.

In ihrer Rede betonte Wafa Sultan, wie wichtig es ist, über die wahre Natur des Islam zu informiert zu sein. Sicherlich ist die erste Schritt der Verteidigung gegen kulturelle, politische und religiöse Bedrohungen – die über Ideen in Umlauf gebracht werden – sich zu informieren. Doch Information ist selbst eine ziemlich subjektive Sache. Es ist möglich jemanden zu sagen, dass der Islam derzeit in Konflikte auf der ganzen Welt verwickelt ist, dass er über Völkermord und ethnische Säuberungen für Millionen Tote verantwortlich ist. Man kann all diese objektiven Fakten über den Islam auflisten, ohne auch nur im Geringsten in seinem Glauben erschüttert zu werden, dass der Islam in Ordnung ist und sich diese Meinung auf Episoden aus „Unsere kleine Moschee“ gründet oder weil Mohammed, der Feinkosthändler im Laden unter deinem Büro immer freundlich ist, wenn du dir ein Sandwich bei ihm kaufst.

Für rational denkende Menschen mögen die objektiven Tatsachen ausreichen, aber für die meisten Menschen gilt das nicht. Wir leben in einem Zeitalter, in dem das objektive Denken in der Ersten Welt durch einen Prozess der sorgfältigen kulturellen Auslöschung zerstört wurde. Jemandem zu sagen, dass es in Darfur eine Million Tote gibt, gibt ihm eine bedeutungslose Statistik, die „schrecklich“ ist, ihm aber keinen Zugang ermöglicht. Dagegen erreicht der Bericht über eine einzelne Waise weit mehr als die Auflistung der Millionen Toten und Vergewaltigten.

Die israelische Comedy-Serie Latma brachte eine Episode, in der der mit einer Perücke ausgestattete UNHRC-Richter Goldstone der „Nachrichtencrew“ spöttisch erzählt, dass es von Israel falsch war 1300 Terroristen zu töten – eine halbe Million wäre besser gewesen. „Heute steht alles auf dem Kopf. Ein Toter ist ein Massaker, Tausend Tote sind ein Kriegsverbrechen und einen halbe Million Abgeschlachteter ist nur eine Tragödie… und zwar aufgrund der Größe des Fernsehschirms. Ein Toter ist ein Drama, aber eine halbe Million – was sieht man da?“ Kurz gesagt: Man kann all die Gründe auflisten, weshalb der Islam übel ist, dazu die volle Liste der Gräueltaten, und immer noch mit nichts da stehen. Die Geschichte eines Einzelnen hingegen, eine persönliche Geschichte, macht das Thema auf eine Art bedeutungsvoll, wie es kaum etwas anderes kann.

Das ist der Grund, warum Wafa Sultans Buch „A God Who Hates“ (Ein Gott, der hasst) in zweifacher Hinsicht wertvoll ist. Es liefert sowohl den persönlichen Bericht einer Ex-Muslimin, als auch das kulturelle und psychologische Gebräu, aus dem das tödliche Gift des Islam gemacht und in die menschliche Seele destilliert wird. Wafa Sultan bietet eine Untersuchung des Islam von innen heraus, mit der nur wenige westliche Experten zufrieden sein konnten, dazu eine persönliche Geschichte dazu, wie das Leben für eine gebildete Frau aussieht, die unter dem Islam den Status einer Bürgerin zweiter Klasse zugewiesen bekommt. Aber die Herausforderung durch Wafa Sultan besteht darin, dass sie sich nicht nur mit dem befasst, was am Islam falsch ist, sondern auch mit dem, was bei uns falsch läuft, wenn wir so bereitwillig untätig daneben sitzen und der Islamisierung unserer Länder zusehen.

Wir sind nur allzu bereit, eifrig nach einem gemäßigten Islam Ausschau zu halten und nur allzu bereit, den Weg des geringsten Widerstands zu gehen, wobei wir kaum begreifen, dass für uns der Weg des geringsten Widerstands auch der ist, der dem Islamofaschismus den geringsten Widerstand entgegen setzt. Wenn der Islam einen absoluten und gnadenlosen Sinn für Struktur repräsentiert, der angibt der Wille Allahs zu sein, eines Gottes, der als Bild der Stammestraditionen von Angst vor dem Tod erfüllter Männer gemacht wurde, während sie nur allzu bereit waren, ihn anderen zu bringen, so fehlt dem Westen gleichermaßen Struktur und er ist nur allzu bereit die fremden Härten islamischer oder sozialistischer Kodizes anzunehmen, die jeden Aspekt des menschlichen Lebens und Sterbens beherrschen.

Doch als Abstraktum ist der Islam trotz all seiner Schrecken anders als die tagtägliche Realität unter islamischem Gesetz und Bräuchen zu leben, in einer Kultur zu leben, in der es keinen Raum für menschliche Werte gibt, sondern nur für islamische. Das ist die Geschichte, die Wafa Sultans Buch in all ihrer Grausigkeit erzählt. Es ist auch die Geschichte, wie sie diese Welt hinter sich zurückließ, zugunsten einer Welt, in der es mehr auf menschliche Werte ankommt als auf die Worte des Korans. A God Who Hates ist auch ein Koran, besser gesagt ein Anti-Koran, der nicht die Legenden und Mythen zu Mohammed rezitiert, sondern die Fakten dazu, wie Leben unter dem Islam tatsächlich gelebt wird.

Das ist eine Geschichte, die der Typ Mensch vor allem lesen muss, der normalerweise nicht von Büchern über die wachsende islamische Bedrohung beeinflusst wird, denn es könnte ihre eigene Geschichte sein. Es könnte die Geschichte jeder intelligenten Frau sein, die in einer islamischen Welt aufwächst.

Während des kalten Krieges stritten die Menschen in der freien Welt oft darüber, ob der Kommunismus gut oder schlecht sei, ohne dass sie überhaupt verstanden, wie das Leben unter dem Kommunismus aussah. Erst jetzt, im Jahre 2009, in dem Amerika und Europa stark in die Untiefen des Sozialismus abdriften, gibt es ein wachsendes Verständnis dafür, wie der Kommunismus war. Denn um die tiefsten Wahrheiten des Lebens in einer religiösen oder politischen Kultur zu begreifen, muss man dieses Leben tatsächlich leben. Ohne dies können diese Wahrheiten nur durch persönliche Geschichten vermittelt werden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg desertierte Viktor Krawtschenko aus der UdSSR und schrieb eines der berühmtesten Bücher über das Leben hinter dem Eisernen Vorhang, „I Chose Freedom“. Wafa Sultans „A God Who Hates“ könnte ein gleichermaßen wichtiger Text sein, um hinter den sandigen Vorhang des Islam zu sehen, wie es „I Chose Freedom“ dafür war hinter den Eisernen Vorhang des Sowjet-Kommunismus zu sehen. Denn Wafa Sultan wählte die Freiheit, so wie Kawtschenko es tat. Und zu verstehen, warum, ist der Schlüssel zum Verständnis der Art von intellektuellem Widerstand, die für die Impfung einer leichtgläubigen Bevölkerung gegen die Verseuchung mit dem Islam wichtig sein wird.

Wir leben gegenwärtig noch nicht unter dem Islam. Schlimmstenfalls bekommen wir nur einen kleinen Vorgeschmack davon. Aber mit der Zeit wird sich das ändern und „A God Who Hates“ ist ein fesselnder Blick auf die Gesellschaft, in der unsere Kinder und Enkel leben werden, wenn wir nichts unternehmen.Heute im Westen lebende ehemalige sowjetische Dissidenten stellen bitter heraus, dass sie der UdSSR nur entkamen, um am Ende doch wieder unter dem Kommunismus zu leben. Wir sind es ihnen schuldig und denen, die dem Islam entkommen sind sowie auch unserer eigenen Nachwelt, Gesellschaften aufzubauen, die Alternativen zu Islam sind, die sowohl alles spiegeln, was der Islam nie sein kann, während sie auch seinen Versuch zurückweisen sich einzuschleichen und uns in seinen Würgegriff zu nehmen. Der Islam ist, wie der Kommunismus, ein System der Sklaven und Herren. Und nur eine Gesellschaft, die sich der Sklaverei annähert, kann zum Islam hingezogen werden. Und nur eine Gesellschaft freier Männer und Frauen kann sich dem widersetzen.

Denken wir über die finale Warnung aus Kawtschenkos „I Chose Justice“ nach, das die kommunistische Übernahme in China voraussagte, den Fall der Sowjetunion – und eine kommunistische Übernahme Amerikas.

Es ist nicht schwer vorauszusehen, was passieren wird, wenn wir uns fragen, was nach dem letzten Krieg geschehen wäre, wenn die USA in dem Zustand daraus hervorgegangen wären, in dem sie unvermeidlich aus dem nächsten hervorgehen wird. Der nächste Krieg wird der Stärke und den Ressourcen der Vereinigten Staaten immense Forderungen abverlangen. Er wird enorme Opfer fordern. Diesmal werden die USA sich nicht weit entfernt vom Schlachtfeld befinden, das eigene Territorium immun von den Verwüstungen des Krieges

Nehmen wir an, das sei diesmal passiert und am Ende des Krieges wären die USA bankrott zurückgeblieben… Es kann wenig Zweifel geben, dass das Elend und die Nöte, die sie nicht in der Lage gewesen wären zu lösen, die Menschen zum Kommunismus gezogen hätten, der immer von diesen Bedingungen profitierte, um Konvertiten zu schaffen…

Also mag die Sowjetunion als Militärmaschine besiegt worden sein, aber die kommunistische Ideologie – und Russland ist nicht der Feind – wird weiter frei sein die Demokratie von hinten anzugreifen. Russland mag vom Kommunismus befreit werden – das wird leicht sein – aber für die anderen Länder, die die ihn nicht erfahren haben, vielleicht sogar die Vereinigten Staaten selbst, wird er ein beachtlicher Feind bleiben – gewaltiger als je zuvor.

Die Lösung besteht darin, die Freiheit wählen. Die System des Islam und des Kommunismus sind gefräßig, skrupellos und verführerisch. Sie sind hervorragend in Lüge und Täuschung, aber um getäuscht werden zu können, muss man erst einmal leichtgläubig sein. Damit Sklaverei anziehend erscheinen kann, muss man die Sklaverei anziehend finden. Um frei von Islam und Kommunismus zu sein, müssen wir erst frei sein, nicht im anarchistischen Sinn, sondern im intellekutellen und politischen Sinn. Denn frei zu sein, hießt Verantwortung für das eigenen Handlen zu tragen und der Eigentümer der eigenen Gedanken zu sein. Der Islam und der Kommunismus können keine Macht über den Verstand und das Schicksal einer freien Gesellschaft ausüben.

2 Gedanken zu “Freiheit statt Islam wählen und die Geschichte der Wafa Sultan

  1. Toller Text!

    Und als jemand der hinter dem Eisernen Vorhang aufwuchs, kann ich an allen Stellen darüber nur Zupflichten!

    Um aber ehrlich genug zu sein, Israel ist arg sozialistisch, etwas das mir das eingewöhnen gegf. arg leicht gemacht hat.

    Ich sehe Kibbutze, als deshalb funktionierend an, weil sie nur eine limitierte Größe haben und man frei ist zu gehen. Ansonsten sind sie durch und durch Kommunismus.
    Israel ohne Religion wäre wohl ein sozialistischer Staat – verträgt sich letzterer doch nicht wirklich damit.
    Deshalb sollte man von dem jüdischen Staatsgrundlagen auf keinen Fall abrücken!

  2. Nachtrag:

    Ich sehe es nicht so, das der Westen die Sowjets militärisch besiegt hat.
    Es kam nämlich (glücklicherweise) nie zum Showdown. Ja, sie haben sich faktisch totgerüstet – aber das schlimme war dabei die Konsumgüterproduktion und den Vorteil von Engagement für den Einzelnen sträflich zu vernachlässigen.

    Letzlich wäre gar fast zu vermuten, das bei einem nicht total nuklear geführten Konflikt die demokratischen Völker sehr schnell kriegsmüde geworden wären und der Feind von Innen, die 5. Kolonne, immer mehr Boden gut gemacht hätte.
    Etwas das man in leichten Formen beim 9/11 Insider-Job-Verschwörungstheoretikern und Antikriegs-Demonstrationen nur zu gut sehen kann.
    Wahrscheinlich haben die wenigen Atomwaffen Frankreichs und Großbritanniens eigentlich den Russen zurückgehalten und nicht das amerikanische Arsenal, das gegf. bei einer Übernahme Europas in den Silos geblieben wäre um nicht die Vernichtung der Welt herauf zu beschwören.

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