Ausweichende und unehrliche Worte palästinensischer christlicher Leiter

CAMERA snapshots, 15. Dezember 2009

Hätte jemand irgendwelche Zweifel bezüglich des intellektuellen, spirituellen und theologischen Bankrotts der palästinensisch-christlichen Kirchenführer wie Naim Ateek, Michel Sabbah, Mitri Raheb und jetzt auch – traurig, traurig – Munib Younan gehabt, dann müsste er nur einen Blick auf die jüngste Erklärung zum „Frieden machen“ werfen, die von diesen (und anderen) Leitern ausgegeben wurde.

Das Dokument („Ein Moment der Wahrheit: Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus dem Herz des palästinensischen Leides“), herausgegeben in Bethlehem am 11. Dezember 2009, schließt all die abgetragenen Redewendungen ein, die von diesen Leitern während des letzten Jahrzehnts zu hören waren: Am Konflikt ist nur Israel schuld, die Palästinenser sind unschuldig. Israelis begehen Sünden, die Palästinenser machen Fehler. Palästinensische Gewalt ist gerechtfertigt, israelische Gewalt nicht. Und ja, die Kämpfe werden auf wundersame Weise enden, sobald Israel die Besatzung beendet. (Der lutherische Bischof Munib Younan hielt sich gewöhnlich von solchen Hirnrissigkeiten fern, aber offenbar ist das nicht mehr der Fall.)

In der Summe ist das Dokument ein Parforceritt der Unredlichkeit, der Selbstbemitleidung und der Vorwürfe, die im Verlauf des letzten Jahrzehnts der Gütestempel palästinensisch-christlicher Kommentare zum arabisch-israelischen Konflikt waren.

Das sollte nicht überraschen. Die Helfer dieser Pastoren in den USA – konfessionelle Mainline-Leiter und –Aktivisten in diesen Kirchen – haben diesen Pastoren keinen Grund gegeben einen anderen Ton anzuschlagen, sondern statt dessen Äußerungen wie diese als Teil ihrer Bemühungen im Nahen Osten „Frieden zu schaffen“ publiziert und verteidigt.

Einer der offensichtlichsten Aspekte des Dokuments besteht darin, dass seine Autoren es ablehnen den Palästinensern irgendwelche Konsequenzen für ihr Verhalten zuzuweisen. Die Pastoren verurteilen z.B. die Sicherheitssperre, die gebaut wurde, um Selbstmord-Anschläge aus der Westbank zu stoppen. Sie bejammern Israels Angriff auf die Hamas im Gazastreifen im letzten Winter, ohne die Jahre an Raketenangriffen auf Israel aus diesem Territorium zu erwähnen. Sie beklagen auch die Checkpoints, die es für die Palästinenser schwieriger machen sich an der Wirtschaft Israels zu beteiligen.

Ist das Leiden echt? Ja. Natürlich ist es das. Aber an welchem Punkt werden die Führer der palästinensisch-christlichen Gemeinschaft anfangen die Rolle anzusprechen, di die palästinensische Gewalt dabei spielte, den Bau der Sicherheitsbarriere herbeizuführen oder den Angriff auf den Gazastreifen oder die Checkpoints?

Offensichtlich nicht in naher Zukunft. Das Dokument gibt die palästinensische Gewalt indirekt im folgenden Absatz zu:

Einige politische Parteien folgten dem Weg des bewaffneten Widerstands. Israel nutzte dies als Vorwand, um die Palästinenser zu beschuldigen sie seien Terroristen und war in der Lage die wahre Natur des Konflikts zu verfälschen, ihn als einen israelischen Krieg gegen den Terror darzustellen, statt einer israelischen Besatzung, die sich legalem palästinensischen Widerstand gegenüber sieht, der darauf abzielt sie zu beenden.

Seit wann qualifiziert sich Jugendliche in die Luft zu jagen, die an einer Diskothek anstehen, als „legaler Widerstand“? Mehr noch: Die von der Hamas gegen Israel gerichtete Gewalt soll nicht „die Besatzung beenden“, sondern ist stattdessen von der Ablehnung motiviert den Gedanken einer jüdischen Eigenstaatlichkeit auf Land zu tolerieren, das früher von muslimischen Herrschern regiert wurde.

Statt diese Wirklichkeit auf sinnvolle Weise anzusprechen, behaupten diese Kirchenmänner, dass die „Wurzeln des Terrorismus“ „im Bösen der Besatzung“ zu finden seien. Sie fordern auch „die Israelis auf die Besatzung zu beenden. Dann werden sie eine neue Welt sehen, in der es keine Angst, keine Bedrohung, sondern Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden sehen werden.“

Das ist praktisch die Wiederholung der Erklärung der Deinvestitions-Resolution, die die Presbyterianische Kirche der USA 2004 abgab und in der es hieß, die Besatzung habe „sich als Wurzel der bösartigen Taten erwiesen, die gegen unschuldige Leute auf beiden Seiten des Konflikts verübt werden“. Als Antwort auf diese Resolution schrieben die Rabbis for Human Rights, dass die PC USA „die mörderischen Ideologien ignoriert, die so traurigerweise unter unseren palästinensischen Nachbarn durchgesetzt haben“.

Dasselbe könnte fünf Jahre danach über diese palästinensisch-christlichen Leiter gesagt werden. Sie haben nichts gelernt.

Vom Standpunkt der Schreiber ist das größte Problem mit der Auffassung, dass israelische Rückzüge zum Frieden führen werden, das die Israelis und das amerikanische Volk nicht dumm genug sind, das zu glauben. Sie wissen es besser.

Ein paar Fakten der Geschichte: Israel machte 2000 in Camp David ein Angebot. Arafat sagte nein und lehnte es ab, ein Gegenangebot zu machen; dann lobte er die Zweite Intifada, die ein paar Wochen später begann. Ein paar Monate später akzeptierte Israel die Clinton-Parameter und wieder sagte Arafat Nein, die Zweite Intifada ging weiter.

Darüber hinaus wurde Israel von jedem kleinen Fleckchen Erde angegriffen, von dem es seit den 1990-er J ahren abgezogen war (Libanon, Westbank und der Gazastreifen).

Die christlichen Leiter, die dieses Dokument unterzeichneten, beleidigen die Intelligenz der Israelis, die die Geschichte durchlebten, die sie ignorieren. Diese Pastoren haben dieses Dokument unterzeichnet und ignorieren damit den guten Willen von Christen in den USA, die sie in den lezten zehn Jahren als Propheten und Friedensmacher vergöttert haben.

Das Fazit sieht so aus: Die Pastoren, die den palästinensisch-christlichen Diskurs in den letzten zwei Jahrzehnten dominiert haben, haben nicht das Zeug das palästinensische Volk dazu zu ermutigen die Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Ja, sie haben die Sprache gemeistert, die bei protestantischen Leitern des Mainstreams in den USA Redewendungen der Unterstützung und des Mitgefühls auslösen, die in den vergangenen 40 Jahren einem unerbittlichen Niedergang ihrer eigenen Kirchen vorstanden, aber sie haben darin versagt ihren eigenen Landsleuten auf sinnvoll Wiese wegen der strategischen und moralischen Entscheidungen anzusprechen, denen sie sich gegenüber sehen oder zu den Fehlern, die sie gemacht haben.

11 Gedanken zu “Ausweichende und unehrliche Worte palästinensischer christlicher Leiter

  1. Bitte beruecksichtige die Situation der Christen in der PA! Sie werden verfolgt und offizielle Stellungsnahmen muessen dem mainstream pal. Narrativ entsprechen, um nicht weitere Gewalttaten gegenueber Christen zu provozieren.

    Als die Juden in Teheran Roger Cohen von der NYT versicherten, wie gut es ihnen doch im Iran geht, war doch auch klar (ausser Roger Cohen und der NYT, natuerlich), dass das nicht fuer bare Muenze genommen werden darf und warum.

    • Es stimmt, Ruth, die Christen in der PA befinden sich in einer üblen Lage. Deshalb hat in einem anderen Text auch ein Atuor darauf aufmerksam gemacht, dass „traurig, traurig“ Munib Younan auf einmal auch zu diesen Propagandisten gehört.
      Dennoch akzeptiere ich diese Äußerungen dieser Kirchenleiter nicht. Zum einen, weil sie damit die Lage der Christen in den Palästinensergebieten doch nicht verbessern; zum anderen, weil ich von Christen erwarte, dass sie nicht derart eklatant lügen.
      Ich veröffentliche solche Kritik aber vor allem, weil zwar viele wissen, was man davon halten muss – aber eben nicht „jeder“. Jedenfalls hier. Solche Dokumente werden – gerade von Kirchen! – zum Kampf gegen Israel benutzt wird, zur Verleumdung Israels, zur Verdrehung von Tatsachen, zur Verbreitung von Lügen.
      Ich bin nicht bereit, das so geschehen zu lassen, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Auch mit solch heftiger Kritik wie dieser.
      Wenn hier bei uns tatsächlich jeder diesen Müll nicht mehr ernst nimmt, dann übersetze ich so etwas auch nicht mehr. Leider wird das wohl nie passieren.

      • Du hast vollkommen Recht heplev,

        auch wenn die Christen übelst unterdrückt werden, in Gaza gibt es ja kaum noch Christen, aber sie setzen sich GEGEN Israel (Ersatztheologie, genau wie es früher die Kirchen getan haben)ein und verleumden aufs Schärfste, und das dürfte allein von den Kirchen nicht geduldet, noch widerspruchslos akzeptiert werden. 2000 Jahre SCHULD SIND GENUG……manchmal habe ich das Gefühl, sie setzen sich so für den Islam ein, weil sie wieder Angst um ihre Vormachtstellung haben, immerhin war das jüdische Volk fast 2000 Jahre in der ganzen Welt verstreut und jetzt müssen sie akzeptieren, das das Volk lebt, Ruth, keine Illusionen machen, es gibt Aussagen, wo sich die arabischen Christen als das eigentliche Volk G’ttes sehen, wieder einmal OHNE JUDEN.

        Dazu noch ein aktuelles Beispiel, die Weihnachtsbotschaft aus dem Westjordanland und Jerusalem, immerhin hat Zenit mehr als 100 000 Leser:

        http://www.zenit.org/article-19440?l=german&utm_campaign=germanweb&utm_medium=article&utm_source=zenit.org/g-19440

        Und nehmen wir doch nur das jüngste Beispiel der Abrahamsherberge,Ruth, schau dir die Seite an, mit welchen Fehlinformationen (wenn nicht sogar groben Lügen)sie auch in Deutschland Geld sammeln, die Abrahamsherberge wird hier in Deutschland von mehr als 22 Kirchenvereinen unterstützt. Eine Journalistin bekam massive, berufliche Probleme, als sie sich erdreistete, gewisse Dinge zu hinterfragen.

        Ich habe in der Januarausgabe von Israel heute einen Bericht über die Abrahamsherberge in Beit Jala und auch die Stellungsnahme des Pfarrers Jadallah Shihadeh nach den „Friedenswochen“gelesen.

        http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=118&view=item&idx=2019

        Nun wenn man sich die Seite anschaut, erkennt man eigentlich gleich, woher dort der Wind weht und welche Zwecke verfolgt werden.

        http://abrahamsherberge-ev.de/aktuell/

        Da ist von Friedenswillen und Versöhnung nichts zu spüren, sondern Anschuldigungen an Israel, Verfälschungen der Realitäten und auch sonst sehr viel Unwahrheit.

        2.) Dazu kommt, dass hier in Deutschland , genauer gesagt in Metzingen eine „Friedenswoche“ zur Förderung der Abrahamsherberge abgehalten wurde, bei dem ganz offensichtlich Israel dämonisiert wurde. Mehr dazu kann man hier lesen.

        http://lfisrael.blogspot.com/2009/12/im-rahmen-der-friedenswochen-in.html

        http://lfisrael.blogspot.com/2009/11/antiisraelische-aktion-in-metzingen.html

        https://heplev.wordpress.com/2009/11/09/friedensbengel-%e2%80%93-kritik-unerwunscht/

        http://castollux.blogspot.com/2009/02/christlich-arabische-reprasentanten.html

        Von daher bestätigt sich nur, was die Journalistin nachgefragt hat, leider haben die meisten Christen, die diesen Verein so tatkräftig unterstützen, wenig Ahnung, mit welchen Absichten diese Abrahamsherberge arbeitet und welche Ziele es verfolgt.

        Gush Shalom und mit ihr Herr Avnery ist für seine einseitig linke, antiisraelische Stellungsnahme bestens unter den Antisemiten bekannt und werden hier in Deutschland gerne herangezogen, wenn es um die Delegitimierung Israels geht.

        Das nur dazu, welche Folgen Aussagen solcher Menschen für Israel herauf beschwören.

        Unter dem Deckmantel der evangelischen Kirchen wird eine antiisraelische Stimmung erzeugt und massivst gefördert, und ja, sie stellen sich an die Stelle der Juden.

        Ich wünsche Israel alles Gute, viel Kraft, der Feinde sind viele, aber:

        Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren (auch Vertreter der Kirchen) ratschlagen miteinander wider den HERRN. Es wird Ihnen nicht gelingen. Am Israel Chai.

        Antwort von jemanden, der damit zu tun hatte, aber anonym bleiben wird.

        Mit großem Interesse habe ich die Stellungnahme Shihades in „israel heute“ gelesen. Dieser Sprachstil samt salbungsvollen Worten ist mir inzwischen zu Genüge bekannt, aber ich falle nicht darauf herein. Shihadeh ist gefährlich. Und er hat in der Vergangenheit alle Leute mundtot gemacht, die ihn kritisiert haben. Dass nicht nur Spenden in dunklen Kanälen verschwinden, sondern er auch gezielte Lügen-Propaganda gegen Israel verbreitet, dafür habe ich Augenzeugen. Die haben leider derart Angst vor Shihadeh, dass ich sie nicht nennen darf. Shihadeh sucht wie verrückt nach den Informanten. Er kann sie nicht finden und das ist gut so. Shihadeh kennt die deutsche Seele. Und er weiß genau, wie man in Deutschland sprechen muss, um an Spenden zu kommen und die Leute auf seine Seite zu ziehen.
        Ich befürchte fast, dass dies alles nur die Spitze eines Eisberges ist und die Sache noch lange nicht zu Ende ist. Dass Shihadeh und seine Unterstützer gerade nicht zum Frieden beitragen, dies wurde leider bei allen Veranstaltungen überdeutlich. Sämtliche Redner haben gegen Israel gehetzt und unwahre Dinge behauptet. Die Schuldigen sind bei allem freilich immer die Israelis. Wenn Shihadeh diesen OB von Jena, Schröter, lobt und als Friedensengel hervorhebt, dann kann ich nur lachen. Schröter hat zusammen, Arm in Arm, mit Großmufti Tamimi gegen Israel demonstriert. Einem Mann, der unablässig Hasstiraden auf Israel loslässt und behauptet, Jerusalem habe überhaupt keine jüdische Geschichte, wewegen ganz Jerusalem in die Hände der Muslime gegeben werden müsse.

        Wie Shihadeh und seine Unterstützer übrigens gegen Kritiker angehen, kann man aus dem Interwiev lesen. Es wurde nicht nur verbreitet, die Journalistin würde für die israelische Regierung arbeiten (dann wäre sie allerdings der dümmste Agent aller Zeiten, wenn sie sich enttarnen würde!!!), sondern auch bei der obersten Chefredaktion und bei allen Funktionsträgern das Gerücht gestreut, sie sei in extremistischen pro-israelischen Kreisen tätig. Daraufhin bekam sie ein Teil-Berufsverbot und durfte über Shihadeh nicht mehr schreiben. So sieht die Pressefreiheit in Deutschland aus!!! Hätte sie die palästinensische Sache vertreten und auf Israel eingehackt, wäre niemand auf die Idee gekommen, Ihr das Schreiben zu verbieten.

        Also lieber zweimal schauen, bevor man wieder auf Heuchelei hereinfällt.

        Shalom

  2. Das sagen palästinensische Christen…..mehr bedarf es doch wohl nicht oder?

    Das Dokument fragt die internationale Gemeinschaft, die politischen Verantwortlichen in der Region und die Kirchen in aller Welt nach ihrem Beitrag zur Unterstützung der Freiheitsbestrebungen des palästinensischen Volkes. Der Aufruf will selbst inmitten „unserer Katastrophe“ als ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe verstanden werden.

    Der Appell wird in Anlehnung an einen ähnlichen Aufruf, den südafrikanische Kirchen 1985 auf dem Höhepunkt der Unterdrückung unter dem Apartheidregime erlassen haben, „Kairos Palästina-Dokument“ genannt.

    Der damalige Aufruf hatte Kirchen und Weltöffentlichkeit aufgerüttelt und zu konzertierten Aktionen veranlasst, die die Apartheid letztlich beendet haben. Die Verfasser und Verfasserinnen des Kairos Palästina-Dokuments, darunter der emeritierte Patriarch Michel Sabbah vom Lateinischen Patriarchat in Jerusalem, der lutherische Bischof von Jerusalem Munib Younan sowie Erzbischof Theodosios Atallah Hanna von Sebastia, Griechisch-Orthodoxes Patriarchat von Jerusalem, haben religiöse und politische Verantwortliche in Palästina und Israel, die internationale Gemeinschaft sowie „unsere christlichen Brüder und Schwestern in den Kirchen in aller Welt“ an die Dringlichkeit von Frieden und Gerechtigkeit erinnert.

    Die Unterzeichnenden des Aufrufs bringen ihren Schmerz zum Ausdruck und beklagen die leeren Versprechungen und Ankündigen von Frieden in der Region. Sie erinnern die Weltgemeinschaft an die Trennmauer, die auf palästinensischem Gebiet errichtet worden ist, an die Blockade von Gaza, daran, dass israelische Siedlungen ihr Land verwüsten, an die Erniedrigung an den Militärposten, die Einschränkung der Religionsfreiheit und den kontrollierten Zugang zu den heiligen Stätten, an das Los der Flüchtlinge, die darauf warten, in ihre Heimat zurückkehren zu können, an die Gefangenen in israelischen Gefängnissen, an Israels eklatante Missachtung des Völkerrechts wie auch an die Lähmung der internationalen Gemeinschaft angesichts dieser Tragödie.

    Sie weisen Israels Rechtfertigung, seine Aktionen dienten der Selbstverteidigung, zurück und erklären unmissverständlich: „Wenn es keine Besetzung gäbe, gäbe es auch keinen Widerstand, keine Angst und keine Unsicherheit.“

    http://www.zenit.org/article-19317?l=german

    Der Hammer aber ist diese Aussage: Ein „neues Land“ ein „neues Volk“ ????

    Die Gruppe erklärt die Besetzung Palästinas als Sünde gegen Gott und die Menschen und hält unbeirrbar an den Zeichen der Hoffnung fest wie z.B. „lokale theologische Zentren“ und „zahlreiche Zusammenkünfte zum interreligiösen Dialog“. Diese Hoffnungszeichen unterstützten den Widerstand gegen die Besetzung.

    Wir glauben an Gott, an den gütigen und gerechten Gott. Wir glauben, dass am Ende Seine Güte den Sieg über das Böse des Hasses und des Todes davontragen wird, die noch immer in unserem Land herrschen. Wir werden hier ‚ein neues Land‘ und ‚einen neuen Menschen‘ entdecken, der imstande ist, sich im Geiste der Liebe zu allen seinen Brüdern und Schwestern zu erheben.“

  3. „PALÄSTINENSER“ LEITET LUTHERISCHEN WELTBUND

    („idea-Spektrum“ vom 24.7.20110)

    Mit überwältigender Mehrheit (=83 Prozent) der 360 Mitglieder seiner Vollversammlung wählte der LWB den arabischen Bischof der kleinen Evangelischen-Lutherischen Kirche in „Jordanien und dem Heiligen Land“, Munib Younan, zu ihrem neuen Präsidenten. Obwohl die kleine seit Jahren stagnierende Gruppe lutherischer Christen dort nur etwa 1.200 Personen umfasst und dazu über zwei Länder verteilt ist – Jordanien und Israel – wird sie mit enormen Mitteln von den Mitgliedskirchen, vor allem aus Deutschland, mit mehreren hunderttausend Euro im Jahr am Leben erhalten. Allein vier der deutschen Landeskirchen zahlen jährlich 75.000 Euro für die Gemeindearbeit (Rheinischer Merkur“ v. 24.7.2010). Munib A. Younan nahm die Wahl in Siegerpose und – in Anbetracht des Anlasses etwas deplaziert – mit dem Victory-Siegeszeichen an!

    Noch im März dieses Jahres rechnete der Ebf. der Ev.-Luth.-Kirche in Kenia, Walter Omwanza, mit der Auflösung des LWB („idea-Spektrum“ v. 16.3.2010). Er befürchtete, dass das kleine Häuflein der bibeltreuen Aufrechten gegen die liberalen Lutheraner untergehen würde. Was heute von „evangelischen“ BischöfInnen verkündet wird – dabei ist unter anderem zu denken an die Befürwortung der Tötung von Kindern im Mutterleib (als „Abtreibung“ verharmlost), die Segnung von gleichgeschlechtlichen „Ehen“, selbst von „GeistlichenInnen“, Billigung einer Bibelverfälschung in „gerechter Frauensprache“, die Frauenordination, die Gleichstellung von Christentum und Islam (dazu der kommissarische Leiter der EKD, Schneider: „Kritik am Islam ist unchristlich“) und, last but not least, die Förderung der „Palästinensischen Theologie“, die Israel seiner ewigen göttlichen Berufung und seines Besitzes von Judäa, Samaria und Galiläa, das doch viele Male im AT und NT ausdrücklich als Eigentum des HERRN bezeichnet wird, berauben will. Trotz der Wahl Younans und trotz der Abweisung berechtigter Forderungen konservativer und an biblischen Werten festhaltenden Christen unter den Lutheranern kam es noch nicht zum Bruch in Stuttgart.

    Dabei hatte doch der Leitende Bischof der Vereinigten Ev.-Luth. Kirche Deutschlands (VELKD), Friedrich, noch am 21.3.2010 bei einem Festgottesdienst in Schwerin mit pathetischen Worten hervorgehoben: „In unserer lutherischen Tradition sind Maßstäbe und Einstellungen enthalten, die uns auf unserem Weg durch das 21. Jahrhundert sehr hilfreich sein können.“ Er sprach auch davon, dass dabei „die Bibel eine zentrale Rolle“ spiele („idea-Spektrum“ v. 21.3.2010). Wenn Friedrich jedoch die Weisungen des HERRN bewusst missachtet (siehe oben), dann verhöhnt er damit Gott.

    Sowohl der amtierende Leiter der EKD, Präses Schneider, als auch der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Ebf. Zollitsch, beglückwünschten den Bischof der Ev.-Luth. Kirche in „Jordanien und dem Heiligen Land“ in seiner neuen Funktion als Präsidenten des LWB. Ungewöhnlich ist, dass Younan Bischof in zwei Ländern ist. Obwohl das „Heilige Land“ politisch inkorrekt „Israel“ heißt, haben es doch alle Kirchen gemein, vom „Heiligen Land“ zu sprechen, so als ob es (auch) ihnen gehörte. Dem Wunsche fast aller Kirchenleute entspricht auch die Forderung nach einer Teilung des „Heiligen Landes“ und seiner Hauptstadt Jerusalem in einen israelischen Teil und in einen Teil „Palästina“. Dabei gab es in der gesamten Geschichte des Nahen Osten nie einen Staat „Palästina“, und Jerusalem ist die 3000 Jahre alte Hauptstadt des Judentums und – vielmehr noch – der Ort, an dem die Herrlichkeit Gottes auf dem Zion erschienen ist und wieder erscheinen wird. Auch die Araber selbst wollen gar keinen weiteren Staat an der Seite Israels! Das kann man sowohl in der Charta der PLO von 1964 als auch in der Charta der HAMAS (ein Akronym aus arabischen Wörtern, das soviel wie „Eiferer“ für Allah bedeutet) von 1988 nachlesen. Das Ziel beider islamischen Terrororganisationen ist die Vernichtung des „Zionistischen Gebildes“ und die Vereinigung dieses Gebietes mit der arabischen Nation. Zwischen 1948 und 1967 hätte die Möglichkeit zur Gründung eines Staates „Palästina“ im von Jordanien widerrechtlich annektierten Judäa und Samaria (heute „Westbank“ genannt) bestanden. Aber das wollte man schon damals nicht, weil man das gesamte Territorium Israels beansprucht. Jerusalem war für die Araber bis 1967 völlig uninteressant. Auch danach gab es noch einmal die Chance für einen „palästinensische Staat“, als bei den Camp David II Verhandlungen im Juli 2000 der damalige israelische MP Barak dem PLO-Chef Arafat ein weit reichendes Angebot machte: er bot den Arabern 97% der geforderten Gebiete und dazu den Ostteil Jerusalems mit der heiligsten Stätte Israels. Aber auch das lehnte Arafat ab.

    Noch im 20. Jahrhundert waren die beiden Moscheen auf dem Tempelberg vom Zerfall bedroht, und islamische Würdenträger ließen sich weder vor 1967 noch danach an der vermeintlich „drittheiligsten Stätte des Islam“ blicken. Es ist auch eine merkwürdige Behauptung der Muslime, dass die Al-Aqsa Moschee ein islamisches Heiligtum sei, wurde doch dieses Bauwerk einst vom oströmischen Kaiser Justinian im 6. Jahrhundert als dreischiffige Basilika Santa Maria errichtet und erst 79 Jahre nach dem Tode des islamischen Propheten zu einer Moschee entweiht.

    Anmerkung: Zwar stammt der geographische Begriff „Palästina“, der sowohl das Gebiet Israels als auch das des heutigen Jordanien umfasst, von den Philistern ab. Dieses seefahrende Volk kam einst von den Inseln der Ägäis und ließ sich an der Küste Kanaans, hauptsächlich im Gebiet der späteren fünf Philisterstädte nieder. Sie waren ein Dorn im Fleische der Israeliten, gingen aber spätestens bei der Eroberung des Nordreiches Israel durch die Assyrer im Jahre 622 v.Chr. unter. Der hebräische Ausdruck für „Philister“ bedeutet übrigens „Wanderer/Fremder“, also jemand, der, der nicht im Land beheimatet ist (Wilhelm Gesenius, Hebräisches Wörterbuch, Leipzig 1890, S.684). Tatsächlich gibt es das Wort „Palästina“ erst seit der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes durch die Römer unter Kaiser Hadrian (135 n.Chr.); es hat sich seitdem als eine unheilvolle Bezeichnung in das jüdische Kollektivgedächtnis eingegraben. Die römische Umbenennung hatte das konkrete Ziel, die jüdische Identität auch sprachlich zu zerstören. Dem entsprechend wurde das eroberte Jerusalem 135 als römische Kolonie wieder aufgebaut und zu Ehren des Kaisers, dessen voller Name Titus Aelius Hadrianus lautete, „Aelia Capitolina“ genannt. Es scheint, dass der Name „Judaea“ zur gleichen Zeit abgeschafft wurde wie der von Jerusalem und dass das Land in „Palaestina“ oder „ Syria-Palaestina“ umbenannt wurde, und zwar in gleicher Absicht, die geschichtliche jüdische Vergangenheit auszulöschen (Bernhard Lewis, Le retour d´Islam, Paris 1985, s.150 zit. in Pfisterer a.a.O. S.144).

    In der Kreuzfahrerzeit und danach verschwand der Name Jahrhunderte lang wieder aus der Sprache der Verwaltung. Anzumerken ist, dass auch die Deutsche Bibelgesellschaft bis in unsere Zeit hinein die biblischen Karten aus der Zeit von Jesus mit „Palästina“ bezeichnet hat, obwohl es richtigerweise hätte heißen müssen „Syria-Palaestina“.

    Auf keinen Fall können sich aber die heutigen Araber auf diese Philister als Vorfahren berufen. Und die „Palästinenser“ – zu denen sich auch die zugezogene arabische Familie Younans zählt – wurden erst 1964 von Arafat zu einem Volk gemacht, das sich allerdings nach dem Völkerrecht von den übrigen Arabern weder durch eine eigene Sprache, eine eigene Religion oder etwa durch eine eigene Kultur unterscheidet. „Ein palästinensisches Volk gibt es nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen Israel und für die arabische Einheit. … Doch sobald unsere Rechte auf das gesamte Palästina wiederhergestellt sind, dürfen wir die Vereinigung Jordaniens mit Palästina keinen Augenblick mehr verzögern“, so der früher führende PLO-Vertreter Zuheir Mohsen 1977 (in: W. Roxan, Israel und die Palästinenser, Darmstadt 1978, S.66, zit. in Pfisterer a.a.O. s.141). Das entspricht der jeweiligen Charta von PLO (1964) und Hamas (1988).

    Kommen wir zu den merkwürdigen Zusammenhängen und Hintergründen der Wahl eines Arabers zum obersten Lutheraner. Zunächst einmal ist zu sagen, dass außer den UN keine anderen Organisationen Israel wegen vermeintlicher Menschenrechtsverletzungen und anderer angeblicher Untaten so oft angeklagt haben wie der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und der Lutherische Weltbund (LWB). Deren Antisemitismus ging sogar so weit, dass sie mehrfach zum Boykott israelischer Waren aufriefen. Das erinnert doch sehr an Zeiten, die eigentlich vergangen sein sollten, Zeiten in denen viele führende evangelische Kirchenleute mit den Nazis paktierten.

    Heutige Kirchenführer scheinen nichts dazu gelernt zu haben, auch wenn sie jetzt – teilweise als Alt-68er – überwiegend mit den Linken in einem Boot sitzen. Die Ideologien der braunen und roten Sozialisten unterscheiden sich jedoch kaum. Beide haben mit dem Islam eine Reihe von Gemeinsamkeiten wie den Antisemitismus, die Intoleranz, die (oft versteckte) Gewalt gegen Andersdenkende und die Ablehnung des christlichen Glaubens.

    Führende Lutheraner fahren oft ins „Heilige Land“ oder nach „Palästina“. Der bayerische Bischof Friedrich war sogar mehrere Jahre Propst in Jerusalem, bevor er in sein jetziges Amt kam. In einem Interview im März-Programmheft (2010) von Bibel-TV erklärt der Nahostbeauftragte der EKD, das ihm der Staat Israel und seine Politik „Herzschmerzen“ bereite, habe er doch viele Freunde in „Palästina“, von denen er erfahre, dass es „immer wieder Unrecht, ja Menschenrechtsverletzungen durch eine langjährige israelische Besatzung gibt“. Zu diesen Freunden gehören Munib Younan und der arabische „evangelische“ Pfarrer Mitri Raheb in Bethlehem. In dieser urjüdischen Stadt (s. Micha 5,1), die heute von der PLO besetzt ist und terrorisiert wird, kam es vor acht Jahren (2002) zu einem unerhörten Vorfall. Etwa 200 schwer bewaffnete islamische Terroristen drangen vor laufenden Kameras in die Geburtskirche ein, nahmen 70 Mönche als Geiseln und besetzten diese zweitheiligste Stätte der Christenheit wochenlang. In dieser Zeit verwüsteten sie das Innere der Kirche und beschmutzten sie mit Urin und Kot. Weder der Vertreter des Papstes, der arabische lateinische Patriarch Michel Sabah, noch der von der „Palästinensischen Theologie“ beseelte und in Deutschland ausgebildete Pfarrer Mitri Raheb erhoben Einspruch. Auch nicht, als Araber die grüne Fahne des Propheten mit dem islamischen Glaubensbekenntnis auf dem Dach dieses ältesten christlichen Gotteshauses hissten. Stattdessen behauptete Raheb, dass die israelische Armee, die das Terrain abgeriegelt hatte, angeblich (auch) auf die ev. Weihnachtskirche in der Nähe geschossen hätte. Diese später offenkundigen Lügen wurden von den Bischöfen Friedrich und Knuth ungeprüft aufgenommen und kolportiert. Beide forderten nicht etwa die Räumung der Geburtskirche, sondern den Abzug der israelischen Armee!

    Als die islamischen Kämpfer schließlich aufgaben, wurden 17 dieser Schwerverbrecher gefangen genommen und den Behörden der EU überstellt. Sie blieben aber nur für kurze Zeit inhaftiert und tauchten später unter.

    Israel hielt sich auch in dieser für die gesamte Christenheit sensiblen Angelegenheit heraus. Erst als alle Terroristen das geschändete Gotteshaus verlassen hatten, kamen israelische Spezialisten und entschärften unter Lebensgefahr 40 hinterhältig angebrachte Sprengstofffallen. Nach umfangreicher Reinigung und Renovierung wurde die Geburtskirche am 12.5.2002 wieder geweiht. Seitens der Kirchen gab es weder einen nachträglichen Protest gegenüber der arabischen Autonomiebehörde noch einen Dank an die israelische Armee. Es gab auch keine Worte des Bedauerns der Kircheleiter, die den Lügen des Dr. Mitri Raheb aufgesessen waren.

    Bischof Friedrich vermied eine Klarstellung und die orthodoxe Kirche beschwerte sich nicht einmal über die schändliche Verwüstung des heiligen Ortes durch Muslime, die von Präses Schneider als „Kinder Gottes“ bezeichnet werden („idea-Spektrum“ v. 29.3.2010). In Bethlehem wurde der große König Israels, David, geboren und 1000 Jahre später der angekündigte „Davidssohn“ Jeshua, der Messias für die Juden und der Heiland für die Welt – auch für die Muslime! Das schändliche Verhalten Arafats beschädigte nicht etwa die Beziehung zu den „geistlichen“ Würdenträgern der Kirchen. Etliche ev. Bischöfe besuchten auch danach den PLO-Führer und werteten damit diesen Mörder auf.

    Einer, der besonders oft und gern auf Israel einprügelt, ist der westfälische Präses Buß. So kritisierte er nach einer achttägigen Nahostreise am 21.10.2009 aufs schärfste die israelische Sicherheitsmauer, die an besonders gefährlichen Abschnitten gegen arabische Scharfschützen errichtet wurde. Dass durch diesen Schutz auch mögliche Selbstmordattentate durch die „Fedayin al Islam“ oder von den „Märtyrern auf Allahs Weg“ verhindert und Menschenleben gerettet wurden und werden, scheint den wackeren Kirchenmann nicht zu interessieren.

    Buß war es auch, der ohne Legitimation im „Namen der Kirche“ (!) den israelischen Militäreinsatz gegen die „Gaza-Friedensflottilie“ heftig kritisierte. Sichtlich ohne Kenntnis der tatsächlichen Vorgänge lehnte er sich bereits einen Tag danach am 31. Mai aus dem Fenster und verdammte Israel („idea-Spektrum“ v. 9.6.2010), das eine gewaltsame Provokation der weltweit operierenden radikal türkisch-islamistischen „Hilfsorganisation“ IHH mit Verbindungen zur Hamas und zur Muslimbruderschaft abwehrte. Diese Aktion wurde auch von linken Antisemiten, darunter die Bundestagsabgeordneten der Nachfolgeorganisation der SED Annette Groth und Inge Höger sowie der frühere Abgeordnete und Friedensaktivist Norman Paech (alle Die Linke) unterstützt, die sich auf einem der Schiffe befanden.

    Außer den bereits genannten Kirchenführern sei noch der frühere Pfarrer in Schwerte und heutige Bischof der Pommerschen Ev. Kirche, Hans-Jürgen Abromeit erwähnt. Auch er ist wie sein früherer Vorgesetzter Buß ein scharfer Gegner Israels und fällt immer wieder durch seine Kritik auf. Allein 2009 unternahm er drei Reisen nach „Israel und Palästina“ – letzteres ein Land, das es gar nicht gibt. Nach der Rückkehr forderte er die „Staatengemeinschaft“ auf, noch mehr Druck auf den jüdischen Staat auszuüben. Von der Geschichte des Nahen Osten scheint er keine Kenntnis zu haben. Den Vernichtungswillen von PLO und HAMAS, schwarz auf weiß in deren jeweiliger Charta nachzulesen, ignoriert er und ebenso auch das Leid der israelischen Bevölkerung, die weiterhin mit Raketen aus Hamastan beschossen wird.

    Nach und nach kommen ja immer mehr Einzelheiten und Hintergründe zur „Gaza-Friedensaktion“ ans Tageslicht. Und erstaunlicherweise wird auch Abromeit als „kirchlicher Förderer“ der Gaza-Flotte“ genannt und damit die türkischen IHH-Aktivitäten unterstützt! Inzwischen wurde der islamische „Hilfsverein“ von Innenminister de Maizière in Deutschland verboten, weil dieser „unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe seit einem langen Zeitraum und in beträchtlichem finanziellen Umfang im Gaza-Streifen ansässige so genannte Sozialvereine, die der HAMAS zuzuordnen sind“, unterstütze. „Die Hamas wirke „in aggressiv-kämpferischer Weise darauf hin, Angehörige und Institutionen des Staates Israel auch unter Einsatz von terroristischen Mittel zu bekämpfen, ihnen Schaden zuzufügen und weitere Gewalt hervorzurufen“. Es sei davon auszugehen, dass die türkisch-nationalistische IHH Millionenbeträge an die HAMAS überwies („idea-Spektrum“ v. 12.7.2010 und andere Medien). Und davon will der Unterstützer Abromeit nichts gewusst haben?

    Übrigens haben diese Kirchenleiter und sonstigen Gutmenschen, die sich immer schnell über Israel empören, geschwiegen, als der islamische Mob unmittelbar nach der freiwilligen Überlassung des Gaza-Streifens durch die israelische Armee sämtliche 27 Gotteshäuser der Juden (=Synagogen) am 11.9.2005 zerstörte. Zuvor hatten 8.000 jüdische Siedler dieses Stück Heimat auf Veranlassung von Sharon verlassen müssen. Damals ging es den dort lebenden Arabern besser als in der jetzigen Hölle des von der Hamas errichteten „Staates Allahs“ – so muss es ja richtig heißen und nicht etwa „Gottesstaat“. Sharon erlitt kurz darauf einen Gehirnschlag und liegt seitdem im Koma!

    Aber nicht nur die Kirchenleiter und diejenigen, die zu all dem schweigen, müssen sich fragen lassen, ob die Kirche insgesamt als antisemitische Organisation zu bezeichnen ist. Der letzte Kirchentag in München, also die Veranstaltung der Gesamtkirche, übte ebenfalls und ohne nennenswerten Widerspruch scharfe Kritik an der Politik Israels. Das ist bedenklich!

    Der hoch angesehene frühere Ebf. von Paris, Kardinal Jean-Marie Lustiger brachte es auf den Punkt: „Antisemitismus ist Gotteslästerung!“ Warum?

    Israel wurde von Gott erwählt, damit es ein Licht für die Heiden werde und Gottes Heil bis an die Enden der Erde sei (Jes 49,6): „Du bist mein Knecht, Israel, durch den ICH MICH verherrlichen will“ (Jes 49,3). Und viele Stellen der Schrift heben hervor, dass diese besondere Erwählung und Bestimmung Israels ewigen Bestand hat (u.a. Jes 66,22; Jer 31,36f). Noch ehe Israel zum Volk wurde, sprach der HERR zu Abraham: „ICH will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden a l l e Geschlechter auf Erden“ (Gen 12,3).

    Auch im NT weist der Apostel Paulus ausdrücklich auf die ewige Berufung Israels hin und erklärt das Verhältnis zwischen Israel und den Heiden, die zum Glauben an den Auferstandenen kommen (Röm 9-11).

    Zum Volk Israel gehört auch ein Land: Judäa, Samaria und Galiläa, das viele Male in der Bibel als Gottes Eigentum bezeichnet wird und Israel zum ewigen Besitz gegeben wurde. So ist auch Joh 1,11f zu verstehen: Jesus kam in Sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab ER Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an Seinen Namen glauben.

    Desgleichen Jerusalem mit dem Zion, das der HERR selbst die „Stadt des großen Königs“ nennt (Mt 5,35), gehört unzweifelhaft allein und ungeteilt zum Eigentum Gottes. Viele Verheißungen sind damit verknüpft. Bitte einmal den ganzen Propheten Sacharja lesen, besonders die Kapitel 8 bis 14. Jerusalem wird einmal nicht nur wieder die Anbetungsstätte des jüdischen Volkes sein, sondern auch der Heiden, die sich zum HERRN bekehren (Sach 8,22f). Die Kirchenleute (und Politiker), die Jerusalem wieder teilen wollen, vergessen, dass Jerusalem mehr als 800mal in der Bibel erwähnt ist – im Koran dagegen nicht ein einziges Mal! Jeder vernünftige Mensch käme auch nicht auf den Gedanken, Berlin wieder zu teilen. Allerdings haben sich etliche Kirchenführer gar nicht über die Wiedervereinigung gefreut, nachdem sie doch zuvor mit den Machthabern im Kommunismus gut leben konnten …

    Die zuvor geschilderten Einstellungen von evangelischen, aber auch katholischen Kirchenführern, soll auf die Wahl des Arabers Younan zum Chef der Lutheraner zurückführen und auf die von den arabischen „Christen“ entwickelte „Palästinensische Theologie“. Darüber hat schon Rudolf Pfisterer in seinem sehr lesenswerten, leider aber nicht wieder aufgelegten Buch „Israel oder Palästina?“ (Wuppertal/Zürich 1992) geschrieben.

    Bei der „Palästinensischen Theologie“ oder auch „Ersatztheologie“ geht es um die Enterbung Israels von seinem biblischen Territorium und um die Behauptung der Kirchen, nun selbst an die Stelle Israels als „Volk Gottes“ gesetzt zu sein. Dieser Anspruch der Kirchen und nun auch der arabischen „Christen“ reicht zurück bis ins 2. Jahrhundert. Seit dieser Zeit nämlich beansprucht die Kirche – ganz entgegen der Heiligen Schrift – das von Gott gewollte „neue Israel“ zu sein. Die Segnungen, die Gott ausschließlich Seinem Volk Israel – gerade auch in der Zukunft – durch die Propheten verheißen hat, sollen nun auf die Kirche übergehen, während der Fluch für den Ungehorsam allein auf Israel lasten würde. Für seinen Ungehorsam wurde Israel, wie angekündigt, siebenmal mehr von Gott bestraft (Lev 26,28), nicht aber verstoßen! Und die Kirche bleibt für ihr Versagen ungeschoren?

    Bereits in der Frühzeit der Kirche behaupteten Prediger, die Juden seien von Gott verflucht, von IHM verlassen und sie seien Söhne des Teufels. So behauptete im 2. Jahrhundert Marcian, dass der „Gott des AT“ ein anderer sei als der „Gott der Christen“. Deshalb sei das AT als Schrift aufzugeben. Der Herr Jesus sagte dagegen: „Ich und der Vater sind eins“ (Joh 10,30). Und: „Ihr sucht in der Schrift (AT), denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist´s, die von mir zeugt“ (Joh 5,39).

    Johann Chrysostomos, Patriarch von Konstantinopel (344-407), konstatierte: „Juden sind die unwürdigsten Menschen – sie sind wollüstig, gefräßig, habgierig … sie beteten den Teufel an. Es ist die Pflicht aller Christen, die Juden zu hassen.“ Synagogen bezeichnete er als „Synagogen Satans“.

    Im Mittelalter geschah es dann immer häufiger, dass Juden aller Untaten bezichtigt wurden. Sie wurden besonders gekennzeichnet, mussten eine bestimmte Kleidung tragen, mussten in Ghettos wohnen, wurden beraubt, vertrieben – auch aus dem eigenen Land – und oft genug umgebracht, obwohl sie seit der Römerzeit u.a. in Deutschland sesshaft wurden und zum Wohlstand der Städte beitrugen. Auf den feinen Unterschied zwischen Antijudaismus und Antisemitismus soll hier nicht eingegangen werden.

    Auch der Reformator der Kirche, Martin Luther, wandte sich mit zunehmendem Alter in heftigen Worten gegen die Juden, nachdem er zuvor vergeblich versucht hatte, die „Dazugehörigen“, die „Blutsverwandten“ für den christlichen Glauben zu gewinnen – so in seiner Schrift „Dass Jesus ein geborener Jude sei“ (1523). Sein anfängliches Wohlwollen schlug um in blinden Hass. Der sich in seiner Altersschrift „Von den Juden und ihren Lügen“ (1543) niederschlug. Er sah die Juden als verstockte und unter dem Zorn Gottes stehende Feinde von Christus. Luther forderte auch Taten gegen die Juden und verlangte, ihre Synagogen niederzubrennen, ihre Bücher zu vernichten und ihre Häuser zu verwüsten. Er hatte sicher aus religiösem Zorn geschrieben, der aber war dann mit ein Grund dafür, dass in der dunkelsten Zeit deutscher Geschichte die braunen Sozialisten seine ungeheuerlichen Forderungen auch in die Tat umsetzten bis hin zur Shoa, dem Versuch, das jüdische Volk auszurotten. Noch in seiner letzten Predigt in seiner Geburtsstadt Eisleben wetterte Luther in St. Andreas gegen die Juden. Vier Tage später starb er am 18.2.1546 im gegenüberliegenden Gasthaus an den Strapazen der vorangegangenen Reise. Heute befindet sich am Eingang der Kirche eine kleine Bronzeplatte mit dem Jesus-Wort: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ Mögen es noch viele Besucher der Lutherstätten im Herzen bewahren und sich auch an das Wort von Jesus erinnern: Das Heil kommt von den Juden! (Joh 4,22) Wie kann sich die Kirche dem entziehen?

    Es waren nicht viele Christen, die sich dem Hass gegen die Juden entgegenstellten – und die Kirchen(leitungen) schwiegen in ihrer großen Mehrheit oder machten in schändlicher Weise mit. Sie erwiesen sich schon damals als willige Mitläufer und nicht etwa als Hirten ihrer Gemeinden.

    Der wichtigste Punkt der „Palästinensischen Theologie“ ist die Ablehnung des AT als Offenbarung Gottes an Israel und die Völker. Bereits der Vorgänger Younans im Amt des Bischofs der wenigen noch verbliebenen arabischen Christen, Nasser, lehnte die Verbindlichkeit der ganzen Bibel ab und damit auch ein „verheißenes Land“ für Israel sowie den ewigen „Bund Gottes“ mit Seinem Volk. Er fragte: „Ist der Gott, den wir als Jesus Christus unseren Herrn kennen, der gleiche Gott wie der Gott der Hebräer im Alten Testament? … Ich bin auch nicht damit einig, dass der Bund Gottes mit den Juden noch andauert …“ (Pfisterer, a.a.O. S.194)

    Die gleiche Meinung vertritt auch der in Deutschland ausgebildete lutherische Pfarrer Mitri Raheb in Bethlehem (s. oben), der noch dazu der PLO nahe steht.

    Wenn Nasser das Wort „auch“ gebraucht, denn weist das darauf hin, dass er und seine Glaubensgenossen nicht allein diese Ansicht vertreten. Von deutscher Seite, weder von der lutherischen noch von der katholischen, wird dem widersprochen. Das heißt, es gibt Zustimmung; denn wer nicht NEIN sagt, stimmt zu.

    In dieser Sache stellte der jetzige Direktor des Missionswerkes (!) der Bayerischen Lutherischen Kirche in Neuendettelsau, Hermann Vorländer, schon 1979 fest: „Es kann auf die Dauer keinen Staat in Palästina geben, der nur die religiösen Ansprüche einer Religion (!) verwirklicht. Der zionistische Staat (!) muß, wenn er überleben will, sich allmählich dezionisieren und entkonfessionalisieren.“ (Es verwundert nicht, wenn sich auch Vorländer besonders stark, aber erfolglos, um einen „Dialog“ mit dem Islam bemüht.)

    Als der Terrorist Arafat 1982 vom Papst in Rom empfangen wurde, sprach er von dem „Palästinenser Jesus“, den er dann ein Jahr später auf einer Pressekonferenz (2.9.1983) ebenso unwidersprochen in die PLO einverleibte: „Jesus war ein Araber und ein Palästinenser, er war der erste Fedajin, der das Schwert trug … Wir (!) standen unter römischer Besatzung. Wir(!) haben einen palästinensischen Fischer nach Rom entsandt, der Petrus hieß. Er hat nicht nur Rom, sondern die Herzen von Rom besetzt.“ Noch 1991 wiederholte Arafat diese Behauptung: „Vergessen Sie nicht, dass Christus ein Palästinenser war, dass der heilige Petrus ein Palästinenser war!“ (Pfisterer, a.a.O. S. 192)

    Ein bekannter Vertreter der „Palästinensischen Theologie“ ist auch der libanesische katholische Priester und Professor A.Th. Khoury (Universität Münster). Er behauptet: „Jeder Gläubige, der durch seine Theologie das religiöse Recht Israels in Palästina zu rechtfertigen versucht, ist ein Ungläubiger, der Gott und Christus verleugnet“ (zit. in Pfisterer a.a.O. S.194).

    Fasst man diese Aussagen von arabischen und übrigen „Kirchenleuten“ zusammen, bzw. sieht das Schweigen von führenden Kirchenvertretern dazu, muss man zu dem Schluss kommen, dass der kirchliche Antisemitismus die Gültigkeit des AT ebenfalls ablehnt und die Kirche weiterhin als das „wahre Israel“ bezeichnet. Für Christen ist dagegen die gesamte Bibel das verbindliche von Gott inspirierte Wort und die Wahrheit. Christen können deshalb keine Antisemiten sein – oder mit den Worten von Kardinal J.M. Lustiger gesprochen: „Antisemiten sind keine Christen. Antisemitismus ist Gotteslästerung!“

    Es wird deutlich, wohin eine Theologie führt, die von nationalistisch-politischen Wünschen getragen wird und nicht mehr nach Gottes Willen und Plänen fragt. Hierzu ist ein Wort von Paulus an Timotheus zu bedenken: Es wird eine Zeit kommen, in der viele „die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken, und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren“ (2.Tim 4,3f).

    Martin Luther hat das AT zwar nicht verworfen, aber seine gegen die Juden gerichteten Worte ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere Geschichte. Auf sie wurde und wird zurückgegriffen, wenn es opportun erscheint und wenn eigenes unrechtes Tun damit gerechtfertigt werden soll.

    Vor den heutigen Antisemiten in den Kirchen hat schon ein anderer das AT verworfen: der Katholik Hitler. In seinen Gesprächen mit dem damaligen Senatspräsidenten von Danzig, Rauschning, äußerte er: „Wir beenden einen Irrweg der Menschheit. Die Tafeln vom Berge Sinai haben ihre Gültigkeit verloren. Das Gewissen ist eine jüdische Erfindung. Es ist wie die Beschneidung eine Verstümmelung des menschlichen Wesens. Eine neue Zeit der magischen Weltdeutung kommt herauf, der Deutung aus dem Willen und nicht dem Wissen. Es gibt keine Wahrheit, weder im moralischen noch wissenschaftlichen Sinne. … Die Vorsehung hat mich zu dem größten Befreier der Menschheit vorbestimmt. Ich befreie den Menschen von dem Zwange eines Selbstzweck gewordenen Geistes, von den schmutzigen und erniedrigenden Selbstpeinigungen einer Gewissen und Moral genannten Chimäre und von den Ansprüchen einer Freiheit und persönlichen Selbständigkeit, denen immer nur ganz wenige gewachsen sein können. Der christlichen Lehre von der unendlichen Bedeutung der menschlichen Einzelseele und der persönlichen Verantwortung setze ich mit eiskalter Klarheit die erlösende Lehre von der Nichtigkeit und Unbedeutendheit des einzelnen Menschen und seines Fortlebens in der sichtbaren Unsterblichkeit der Nation gegenüber. An die Stelle des Dogmas von dem stellvertretenden Leiden und Sterben eines göttlichen Erlösers tritt das stellvertretende Leben und Handeln des neuen Führergesetzgebers, das die Masse der Gläubigen von der Last der freien Entscheidung entbindet.“ (Kap. 15, Schwarze und weiße Magie)

    „Mit den Konfessionen, ob nun diese oder jene: das ist alles gleich. Das hat keine Zukunft mehr. Für die Deutschen jedenfalls nicht. Der Faschismus mag in Gottes Namen seinen Frieden mit der Kirche machen. Ich werde das auch tun. Warum nicht? Das wird mich nicht abhalten, mit Stumpf und Stiel, mit allen seinen Wurzeln und Fasern das Christentum in Deutschland auszurotten.“(Rauschning, Gespräche mit Hitler, Kap. 4, Der Antichrist, Zürich 1940, zit. in: Quellenbuch zur Kirchengeschichte III, S.98ff)

    Wer sich eingehender mit der Ideologie des Islam befasst, wird viele Parallelen zur Ideologie des braunen und roten Faschismus erkennen. Bemerkenswert, dass Hitler sehr wohl den Unterschied zwischen „Kirche“ und Christentum gemacht hat. Die Kirche heute muss sich fragen lassen, ob sie mit allen ihren gegen das Wort des HERRN gerichteten Entscheidungen, auch in Bezug auf Israel, noch Salz und Licht in dieser Welt sein kann. “Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten“ (Mt 5,13).

    Bleibt noch anzumerken, dass sich H., obwohl nie aus der katholischen Kirche ausgetreten, nur den Islam als Religion vorstellen konnte – wenn überhaupt! Seine enge Zusammenarbeit mit dem damaligen Großmufti von Jerusalem bestätigt das.

    Der neue Chef des LWB Younan sieht die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit allein für sein „palästinensisches Volk“. Er betrachtet Israels (Überlebens)Kampf gegen den islamischen Vernichtungswillen als „rassistisch“! So wie auch der Zionismus von Muslimen und Linken als Rassismus bezeichnet wird. Wie selbstverständlich, aber völlig abwegig in der Sache, bemüht er den Kampf gegen das Apartheidsystem in Südafrika als Vergleich. Der arabisch-islamische Kampf gegen Israel hat dagegen das Ziel, Israel zu vernichten. Die „Verfassungen“ von PLO und Hamas, eine „Sprache der Vernichtung“, belegen diese Zielsetzung eindeutig. Politiker und Kirchenleitungen wollen dieses Ziel noch immer nicht zur Kenntnis nehmen und fordern unverdrossen die Errichtung von zwei Staaten in Judäa, Samaria und Galiläa. Wenn das kein Antisemitismus ist …

    Auf der Konferenz Europäischer Kirchen am 23.7.2009 in Lyon wurde Younan für seine Ansichten zum Nahostkonflikt von den Delegierten mit den heute üblichen „stehenden Ovationen“ gefeiert. Er hatte die Kirchen (und Geldgeber) dazu aufgefordert, sich im Kampf gegen Israel auf die Seite der „Christen“ zu stellen – womit die Araber gemeint waren („idea-Spektrum“ v. 23.7.2009).

    Dass der Kampf der Muslime sich auch gegen die wenigen arabischen Christen wendet, verschweigt Younan, obwohl er doch genau weiß, dass sich die Situation der noch verbliebenen Christen gerade auch in Bethlehem seit der Übernahme der „PA-Behörden“ unerträglich verschlechtert hat. Die Christenverfolgung in fast allen islamischen Ländern wird allerdings auch von den Kirchenleitern kaum erwähnt und schon gar nicht missbilligt.

    Younan will auch eine „Revision von Schulbüchern, die viel Hass säten“. Er erwähnt allerdings nicht, dass s sich hier ausschließlich um arabische Schulbücher handelt, die von Steuergeldern aus der EU finanziert werden – neben den sonstigen erheblichen Geldmengen, die unkontrolliert in die „PA-Autonomie“ fließen. Über die Inhalte dieser Bücher berichtete u.a. schon DIE WELT vom 31.8.2001. Hasserfüllte Passagen gegen die Juden sowie die völlige Ignoranz des jüdischen Staates, auch auf Landkarten, finden sich nicht nur in den „palästinensischen“ Schulbüchern, sondern dies ist Teil des ganz allgemeinen Antisemitismus in der gesamten arabischen-islamischen Welt, der in vielen Suren des Koran begründet ist. Juden und Christen werden im „heiligen Buch“ der Muslime als „Ungläubige“ verflucht. Sie sollen bekämpft werden, bis alles an Allah glaubt (Sure 8,40). Wer dieser islamischen Missionierung widersteht oder gar vom Islam abfällt, ist zu töten.

    In den muslimischen Schulbüchern werden den Juden vermeintlich schlechte Eigenschaften angedichtet. Sie müssten als „Ungläubige“ (ebenso wie die Christen) gemäß Koran blutig bekämpft werden. Israel wird als „Kolonialmacht“ verunglimpft. (Allein ein Flächenvergleich zwischen Israel – etwa so groß wie Hessen – und den arabischen Ländern, die eine größere Fläche umfassen als die Europas, zeigt die Unsinnigkeit einer solchen Aussage.) Schlimmste Karikaturen in diesen Büchern erinnern an die des „Stürmers“ im III. Reich. Wen wundert es da noch, wenn H.s „Mein Kampf“ in arabischen Ländern noch immer ein Bestseller ist?

    Diese harte Intoleranz des Islam gegenüber Juden und Christen wird von vielen Kirchenvertretern verdrängt. Seit mehr als 40 Jahren wird in Deutschland „dialogisiert“, ohne auch nur den kleinsten Erfolg. Bibel und Koran sind eben zwei völlig verschiedene Offenbarungen. Der Gott und Vater unseres Herrn Jesus und der Götze Allah sind unvergleichlich. In der ersten Sure, der „Fatiha“, die jeder Muslim mehrfach täglich rezitiert (=muslimisches „Gebet“), heißt es: „Lob sei Allah, dem Weltenherrn, dem Erbarmer, dem Barmherzigen, dem König am Tage des Gerichts! Die dienen wir und zu dir rufen um Hilfe wir; leite uns den rechten Pfad, den Pfad derer, denen du gnädig bist (=Muslime), nicht derer, denen du zürnst (=Juden), und nicht der Irrenden (=Christen).

    Mit Younan hat der LWB auch einen streitbaren Verfechter der „Befreiungstheologie“ an die Spitze gewählt. In einem von ihm 2009 unterzeichneten Appell bezeichnet er „die Besetzung der palästinensischen Gebiete“ als „Sünde gegen Gott und die Menschen“. Darin heißt es weiter: „Wir meinen, dass wir Christen gegen die israelische Besetzung Widerstand leisten müssen.“ Der Lutherische Weltbund ignoriert damit die Aussagen der Bibel sowohl im AT als auch im NT in Bezug auf Israel und die dort eindrücklich festgehaltenen Offenbarungen des HERRN, die die gesamte Welt betreffen. Der LWB hat einen Mann an die Spitze gewählt, der die Juden ins Meer treiben will und ihre Präsenz in dem von Gott (!) zugewiesenen Land als Sünde gegen Gott bezeichnet.

    Sowohl der amtierende Ratsvorsitzende der EKD, Schneider als auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Ebf. Zolltsch, begrüßten diese Wahl. Schneider, der jede Kritik am Islam als „unchristlich“ bezeichnet, sicherte Younan die Unterstützung der Evangelischen Kirche in Deutschland zu. Der Leitende Bischof der VELKD, Friedrich, erklärte, dass der LWB mit Younan einen Präsidenten gewinne, „der sich in langen Jahren als Pfarrer und Bischof im Nahen Osten (!) für Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung eingesetzt“ habe.

    Der Lebenslauf und die Ansichten des Munib A. Younan widersprechen diesen Lobeshymnen. Auch haben die Repräsentanten der Kirchen nicht für die Christen gesprochen, die sich als „wilde Zweige“ (aus den Nationen) in den guten „Ölbaum“ (=Volk Gottes Israel) eingepfropft wissen und nun in großer Dankbarkeit teilhaben an dem Saft aus der Wurzel (Röm 11, 17). Deshalb können Christen nicht abseits bleiben, sondern müssen für Israel eintreten und an seiner Seite stehen. Papst Johannes XXIII. betete: „Wir erkennen nun, dass viele, viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen bedeckt haben, so dass wir die Schönheit deines auserwählten Volkes nicht mehr sehen und in seinem Gesicht nicht mehr die die Züge unseres erstgeborenen Bruders wieder erkennen. Wir erkennen, dass das Kainszeichen auf unserer Stirne steht. Jahrhunderte lang hat Abel daniedergelegen in Blut und Tränen, weil wir deine Liebe vergaßen.“

    „Gottes Gaben und Berufung können IHN nicht gereuen. … O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte und unerforschlich Seine Wege! … Denn von IHM und durch IHN und zu IHM sind alle Dinge. IHM sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“ (Röm 11, 29ff)

    • Das gibt es doch bestimmt online irgendwo. Nächstens bitte einen Link angeben, so lange Kommentare taugen nicht wirklich.

  4. Dieser lange Kommentar wurde von mir extra zum obigen Thema verfasst, weil es mir um das Aufzeigen des immer deutlicher hervortretenden Antisemitismus in den Kirchen(leitungen) geht, der leider auch seinen unheilvollen Einfluß auf die Kirchenmitglieder – nicht unbedingt Christen – hat.

    • Ist ja schön und gut, aber das ist kein Kommentar zu einem Artikel mehr. Deshalb die Bitte, solche langen Texte nicht mehr reinsetzen zu wollen. Ich würde ihn nicht mehr freischalten.

      • obwohl, zugegebenermassen der Artikel sehr lang ist, sieht man dennoch, daß er von Autor zusammengestellt wurde. Und er trifft die Wahrheit.

        Ich fand ihn aufschlussreich und informativ.

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