Fromme Wünsche

Heute las ich etwas, das mich an einen alten Witz aus der Nazizeit erinnerte. Dieser Witz geht so:

Hitler, Goebbels und Göring gehen im Spätsommer 1934 in einem Berliner Park spazieren. Auf einer Bank finden sie das Brevier eines katholischen Priesters. Goebbels schlägt es neugierig auf und beginnt, Notizen auf dem leeren Blatt am Anfang vorzulesen: „Gott erhalte unseren Reichskanzler Adolf Hitler.“
Bei den anderen beiden gehen die Augenbrauen hoch.
„Gott erhalte unseren Minister für Volksaufklärung Joseph Goebbels.“
Göring feixt.
„Gott erhalte unseren Reichsminister für Luftfahrt und Ministerpräsidenten von Preußen, Hermann Göring.“

„Ich wusste gar nicht, dass wir auch Anhänger im katholischen Klerus haben“, sinniert Goebbels, blättert die Seite um und liest weiter:
„Gott erhalte unseren Obersten Führer der SA, Ernst Röhm.“
Darunter notiert in roter Tinte:
„Am 1. Juli 1934 geschehen.“

Damit im Hinterkopf las ich, dass die Website von Mahmud Ahmadinedschad gehackt wurde. Dort war folgender Text zu lesen:

Lieber Gott,
2009 hast du meinen Lieblingssänger zu dir genommen: Michael Jackson.
Meine Lieblings-Schauspielerin: Farrah Fawcett.
Meinen Lieblings-Schauspieler: Patrick Swayze.
Meine Lieblings-Stimme: Neda.

Bitte, bitte, vergiss im Jahr 2010 nicht meinen Lieblings-Politiker – Ahmadinedschad – und meinen Lieblings-Diktator – Khamenei.
Danke.