Kompromisse radikalisieren Araber gegen Israel

Elder of Ziyon, 29. Dezember 2009

Eine libanesische Zeitung berichtet, dass Israel im Januar sich aus dem nördlichen Teil von Ghajar zurückziehen könnte. YNet zitiert den dafür angegebenen Grund:

Nach Angaben des Berichts hoffen die UNO und die Vereinigten Staaten, dass Israels Rückzug aus dem nördlichen Teil von Ghajar zu einer Abnahme der Spannungen zwischen Israel und dem Libanon führen wird.

Ungeachtet der zugehörigen rechtlichen Fragen ist die Äußerung von Hoffnung unerträglich falsch.

Schon der Gedanke, dass israelischer Kompromiss zu Ghajar „Spannungen verringern“ könnte – mit einer libanesischen Regierung, die die Hisbollah unterstützt – ist eine Umkehr der Wirklichkeit und ein Fallbeispiel westlicher diplomatischer Inkompetenz, wenn es um die arabische Welt geht.

Israelische Kompromisse führen in der arabischen Welt nicht zu gutem Willen. Stattdessen radikalisieren sie die Hardliner, die ermutigt werden mehr zu fordern.

Diese Tatsache sollte selbst für die begriffstutzigsten Diplomaten offensichtlich sein. Dennoch verfolgen Wester weiter stur fort ihre eigene Weltsicht auf die arabische Welt zu projizieren, die als Ganzes einfach nicht dieselbe Denkweise hat.

Wenn die arabische Welt glaubt, dass Israel an sich illegitim ist, wird sie nicht mit ihm „Kompromisse“ eingehen. Sie wird alle Mittel nutzen – Diplomatie, Militär, Public Relations – um Israel zu vernichten. Und Israel ist für die arabische Welt schlimmer als rechtswidrig – es ist ein Symbol arabischer Inkompetenz und ständige Erinnerung an arabische Schande. Einige der Mittel werden taktisch sein, einige strategisch, doch das ganze Konzept von Kompromiss geht davon aus, dass jede Partei über ein Minimum an Respekt für die andere verfügt.

Was auch immer geschieht, für Israel ist der einzige Respekt, den es in der arabischen Welt gewinnen kann, der Respekt für den Starken.

Die meisten Israelis interessieren sich nicht für Ghajar (obwohl die meisten Einwohner von Nord-Ghajar sehr aufgebracht sein dürften, ihre Rechte als Einwohner Israels zu verlieren). Aber das ist eine Karte, die Israel hält – und es macht keinen Sinn, sie in der Hoffnung auf eine abstrakte Geste des guten Willens auf der anderen Seite abzugeben. Fakt ist, dass das kontraproduktiv ist.

Ich bin sicher, dass es konkrete Schritte gibt, die Israel im Gegenzug verlangen kann. Allerdings ist die Vorstellung, dass die Beziehungen sich von alleine als Ergebnis eines einseitigen Zugeständnisses verbessern werden, töricht.

Posted via email from abseits vom mainstream – heplev

Ein Gedanke zu “Kompromisse radikalisieren Araber gegen Israel

  1. Appeasement macht Aggressoren nur aggressiver. Insbesondere solche Aggressoren, die glauben, in einem göttlichen Auftrag zu handeln!

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.