Wochenend-Schaschlik

Outsourcing: Mahmud Abbas weigert sich ja bekanntlich (wirklich bekanntlich?) mit den Israelis zu verhandeln. Jetzt hat er sich einen neuen Coup überlegt, wie er Verhandlungen vermeiden kann. Er fordert die USA auf, an seiner Stelle mit den Israelis zu verhandeln, auch über die endgültigen Grenzen. So schlägt er mehreren Problemen ein Schnippchen: Zum einen erscheint er der Welt gegenüber verhandlungsbereit, während die Araber sich darauf konzentrieren können, dass er nicht verhandelt. Zum zweiten kann er den Amis die Schuld in die Schuhe schieben, wenn seine Maximalforderungen nicht erfüllt werden. Und die Welt könnte sich freuen, das die beiden meist verleumdeten Staaten des Globus für alles Übel verantwortlich gemacht werden können.

Die Europäische Kommission hat eine Klage am Hals. Die ist aus Sicht der ungewählten Regierung natürlich „absurd“ völlig unberechtigt. Allerdings werden seit Jahren Daten über EU-Geldspenden an NGOs gesammelt und jetzt ist NGO Monitor sicher, dass genügend zusammengetragen wurde, um die Kommission zu verklagen, weil sie ihren Transparenz-Verpflichtungen bezüglich der Verteilung von Geldern an NGOs nicht nachkommt.

Herzallerliebst: Arabische Propaganda Informations-Minister diskutieren Vorschläge zur Formung einer gemeinsamen Medien-Strategie, um Israels Plänen zur Judaisierung Jerusalems und der Zerstörung des Al Aqsa-Moscheekomplexes entgegenzutreten. U.a. sollen auch europäische (Fernseh-)Satelliten-Betreiber aufgefordert werden nichts zu senden, das für Araber und Muslime verletzend sein könnte. Arabische Sender wurden aufgefordert, keine Hetze zu senden. (Konkret wurden die Herrschaften nicht. Vielleicht sollten sie erst einmal definieren, was ihrer Meinung nach Hetze ist und was nicht, damit sie glaubwürdig werden.) Ach ja: Sie fordern Initiativen im US-Kongress, um Medien strafrechtlich belangen zu können – verbitten sich aber gleichzeitig „Einmischung in innere Angelegenheiten“. Tendenz: Ihr dürft nicht, wir aber wohl. (Die Schaffung einer Medien-Kontrollkommission dürfte dann wohl in erster Linie dazu dienen, dass kritische Medien zensiert werden – soweit sie überhaupt existieren.)

Real-Satire? DIE WELT verkündete, die Hamas sei bereit ihre Charta zu vernichten und das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Dann stellt sich heraus: Es ist nicht die Hamas, sondern nur deren Dependence im „Westjordanland“. (Das postwendende Dementi der Hamas ist bei der WELT nicht angekommen.) Schonmal wieder ein Rückschlag. Dann kommen die Kommentare – und bei denen muss man sich entweder vor Lachen den Bauch halten oder verzweifeln, je nachdem, wie man sie auffasst: ernst gemeint oder Ironie bis Zynismus? „Wenn sich diese Nachricht als nachhaltig erweist, ist das ein Sieg der gemässigten und vernünftigen Kreise in der Hamas.“ An Israel gerichtet: „Das ist ein Kompromiss den man annehmen sollte. Nur mit einem deutlichen aufeinander zugehen ist Frieden möglich. Frieden kann man nicht aus der Position der Stärke heraus diktieren.“ Ach ja, welcher Kompromiss? Wann sind die 1964 erfundenen Palästinenser Kompromisse, die sie nicht als taktisches Mittel zur Fortsetzung des Versuchs Israel zu vernichten nutzten?

Religion des Friedens: 36 in US-Gefängnissen zum Islam Konvertierte betreiben jetzt im Jemen Jihad – den heiligen Krieg mit Waffen und Morden, nicht den inneren Kampf ein besserer Muslim zu sein. Ganz bestimmt alles nur Islam-Missversteher.

Der US-Bündnispartner Pakistan will den Taliban „auf allen Ebenen“ die Hand ausstrecken. Warum nicht, wo doch US-Verteidigungsminister Gates gerade die Taliban als politische Kraft anerkannte (auch wenn sie noch so die eine oder andere Unart ablegen müssten).

Die Scheidungsrate in Saudi-Arabien ist in den letzten 20 Jahren von 25% auf 60% gestiegen. Dabei gibt es ein erstaunliches (?) Phänomen: Zunehmend feiern Frauen relativ ausgelassen ihre Scheidungen, als Zeichen dafür, dass sie sich von der Dominierung durch ihre Ehemänner befreit haben.

Die Zahl antisemitischer Taten im vergangenen Jahr ist weltweit so hoch gewesen, wie seit 10 Jahren nicht mehr. Jetzt wäre es interessant, die „islamophoben“ Taten dem gegenüber zu stellen. Macht das jemand? Von der Qualitätsjournaille, meine ich…

Verfolgte Christen:
Die größte Christenverfolgung aller Zeiten
Indonesia: 1000 Muslims burn down two churches (auch hier)

Obama Watch:
Wieder hat er einen verloren: Obamas Kandidat für die Leitung des Verkehrssicherheitsamtes hat seine Kandidatur zurückgezogen, was der Superpräsi mit Bedauern zur Kenntnis nimmt. Der Kandidat hatte sich u.a. mit der Äußerung hervorgetan, Abtreibungsgegner seien Terroristen.
Zum auf der Zunge zergehen lassen: Der offizielle Bericht der US Army über den Massenmord durch Hasan Nidal in Fort Hood enthält nicht eine einzige direkte Erwähnung zu seinem Jihad-Glauben oder den damit in Verbindung stehenden Motiven für seine Tat. Der Grund: „Man wollte nicht so tief in die Motive bohren.“ Mit anderen Worten: Eine der wichtigsten Angelegenheiten, die Suche nach dem Motiv für eine Tat, wurde hier gezielt ausgeklammert. Obamas Militär kommt hier also nicht mal auf den Untersuchungsstandard normaler Ermittlungen in einem Kriminalfall, als der der Terroranschlag doch behandelt werden soll. Die Jünger Mohammeds bekommen also wieder einmal eine Sonderbehandlung, die keiner sonst erfährt.
Wahlstrategie der Demokratischen Partei für den Wahlkampf 2010 (große Teile von Senat, Repräsentantenhaus): Bush ist für das Versagen der wirtschaftlichen Maßnahmen der Regierung Obama verantwortlich.
Vielleicht ist direkte Demokratie wirklich nichts, schließlich könnte das Volk anderes wollen als die einzig wahren Weisen und Wissenden: 61% der US-Wähler wollen, dass der Kongress die Gesundheitsreform fallen lässt, aber Obama gelobt weiter dafür zu kämpfen.
Apropos Zahlen aus dem Volk: 77% der Investoren betrachten Obama als gegen die Geschäftswelt handelnd.
Super: Die aktualisierte Terroristen-Liste der USA beinhaltet bis auf einen keinen Hamas-Terroristen mehr. Damit macht die Regierung Obama den Weg für hindernisfreien Geldfluss der EU an die Terrorgruppe frei.
An der kanadischen Grenze wurde ein Muslim verhaftet, weil er über seine Verbindungen zu einer gemeinnützigen Organisation gelogen hatte, die die Hamas unterstützt. Tja, das ist halt der Fehler. Er sollte es machen wie Tariq Ramadan – der lügt dazu nicht (jedenfalls nicht so offen), also darf er jetzt auch mit besonderer Erlaubnis der US-Regierung wieder in die USA einreisen.