Obama machte einen schwer wiegenden Fehler

Micah Halpern schreibt am 23. Januar:

Präsident Obama hatte im TIME Magazine ein Interview gegeben, das in der Ausgabe dieser Woche stand. Er gibt zu, dass er sein Vermögen überschätzte, die Palästinenser und die Israelis zu einer gemeinsamen Vereinbarung zu bringen.

„Unterschätzt“ ist Understatement.
Bevor Obama an der Macht war, gab es Dialog und Diskussion.
Jetzt, buchstäblich seit den ersten Tagen der Präsidentschaft Obamas, hat es keinen Dialog gegeben, keine Diskussion und keine unabhängigen Treffen.

Mit anderen Worten: Die guten Absichten des Präsidenten haben in Verbindung mit seinen schlechten Briefings und völligem Missverstehen der Lage dazu geführt, dass beide Seiten weiter von einander entfernt sich als vor seinen Einmischungen.

Genau ein Jahr ist es her, dass der neue Präsident auf einem totalen Einfrieren der Siedlungen als Vorbedingung für Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern bestand. 365 Tage später hat es keinerlei Fortschritt gegeben.

Nahost-Experten singen jetzt eine Runde „Hab‘ ich doch gesagt“.
Vielleicht wird er nächstes Mal auf uns hören.

Es ist frappierend zu erleben, wie von unseren Eliten, Meinungsbildnern und sonstigen Leuten, die tatsächlich oder vermeintlich etwas zu sagen haben, Fakten einfach ausgeblendet werden. Alle, die behaupten „vernünftigen Menschenverstand“ zu benutzen und damit „allgemeingültige Wahrheiten“ zu kennen und zu verbreiten, das Problem bei Netanyahu und seiner „rechtsgerichteten“ Hardliner-Regierung verorten, ohne daran zu denken, dass die PalAraber in dem Moment alles fallen ließen, sich zurücklehnten und nur noch Forderungen stellten, als Obama den Mund aufgemacht und Israel eine völlig unsachliche Bedingung gestellt hatte.

Jedes Mal, wenn ein „Partner“ und „Freund“ des jüdischen Staates sich aufmacht, das Problem Nahost-Konflikt zu lösen, indem er auf Israel Druck ausübt, kommt nichts dabei heraus, das von Wert wäre. Normalerweise kommt alles ins Stocken; Oslo war die Ausnahme, weil Arafat einen Fuß auf den Boden bekommen wollte, um seinen Terrorkrieg vorzubereiten – und am Ende stellten wir dann fest, dass „Oslo“ nicht nur ein Fehlschlag war, sondern das Sprungbrett der Terroristen war, über das sie ihren Mordfeldzug gegen die Juden im Nahen Osten wieder effektiv aufnehmen konnten. Und auch hier wurde Israel weniger vom Westen unter Druck gesetzt, sondern von der israelischen Regierung stark vorangetrieben.

Das Verhaltensmuster der Palästinenserführer wird ignoriert oder geleugnet. Obama ist nicht anders. Er wollte nicht wahr haben, was offensichtlich war. Und richtete Schaden an, von dem ungewiss ist, ob er wieder gut gemacht werden kann – wenn, dann von einem neuen Präsidenten, der einen anderen Stil den Terroristen gegenüber an den Tag legt.

Posted via email from abseits vom mainstream – heplev

Ein Gedanke zu “Obama machte einen schwer wiegenden Fehler

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.