Fayyad beruft sich auf das „historische Palästina“

Elder of Ziyon, 3. Februar 2010

PA-Permierminister Salam Fayyad hat umstritten an der Herzliya-Konferenz zu Israels Sicherheit teilgenommen. In seiner Rede äußerte er die oft zitierte Position, dass die palästinensischen Araber „nur in würde auf 22% des historischen Palästina leben wollen“.

Wir haben zur Tatsache, dass das „historische Palästina“ auf jeden Fall beträchtliche Teile östlich des Jordan einschließt, mehrfach ausführlich geschrieben. Aber um es Fayyad einfacher zu machen, würde ich ihn gerne fragen, welche Stämme Teil des „historischen Palästina“ waren und welche nicht.

Nach Angaben von Robinson und Smith in ihrem Überblick über Palästina in den 30-er und 40-er Jahren des 19. Jahrhunderts, gehörten damals zu den Stämmen in und um das Jordantal die Ka’abineh, die Raschaideh, die Ta’amirah, die Mas’udy, die ‘Abbad, die Amir, die ‘Abbadin und die Muschalikhah, die ‘Adwan, Ibn Ghiiniim, Beni Hasan, die Baharat, die ‘Ajarimeh, Beni Sukhr und Beni Hamideh. Einige lebten im Osten und einige lebten im Westen. Welche sind „palästinensisch“?

Der Überblick des Palestine Exploration Fund für Ost-Palästina in den 1880-er Jahren erwähnt, dass der Adwan-Stamm der stärkste Stamm östlich des Jordan ist, zusammen mit den Rivalen der Beni Sakhr und den Hameidi (die ihr Getreide in Jerusalem verkaufen sollten).

Von den Adwan wird allerdings in einer vor kurzem verfassten Studie gesagt, sie seien „palästinensisch“. Und die frühere Studie von Robinson/Smith redet von den Adwan als Mitglieder, die in Jericho saßen.

Ein verantwortlicher Mensch würde also den Schluss ziehen, dass die arabischen Stämme von vor gerade mal 150 Jahren oft miteinander kämpften und sich miteinander verbündeten, abhängig von der aktuellen politischen Atmosphäre; dass sie oft Nomaden waren (viele Stämme kame ursprünglich von so weit entfernten Orten wie dem Jemen), betrachteten den Jordan in keiner Weise als politische Grenze und betrachteten sich nicht im geringsten als „palästinensisch“ (die Beni Sakhr gab es vom östlichen Teil des Jordantals bis zum Hauran-Gebiet im heutigen Syrien).

Also, Herr Fayyad, welche Stämme waren „palästinensisch“? Insbesondere: Sind die Adwan Teil Ihres Volkes? Und wenn, warum sagen Sie, das „historische Palästina“ liege strikt westlich des Jordan und benutzen eine Landesgrenze, die bis ins 20. Jahrhundert schlicht nicht existierte?

Auf den Punkt gebracht: Warum ist die Definition von „palästinensischem“ Land seit 1964 immer genau kongruent mit von Juden kontrolliertem Land?

2 Gedanken zu “Fayyad beruft sich auf das „historische Palästina“

  1. Vielleicht vergisst das palaestinensische Subjekt, dass der Begriff Palaestina von den Roemern gepraegt wurde ca. 70 nach Christus bei der Zerstoerung des 2. Tempel. Die Roemer hatten diesen Begriff gepraegt um die Juden zu verarschen. Seit 3500 Jahren hatte es immer Juden in Israel gegeben, obwohl manchmal zugegebenerweise wenige.

    • Hast noch nicht so sehr viel Ahnung, wie die „arbeiten“, was?
      Wer schon Jesus als „Palästinenser“ hinstellt, oft sogar als den ersten, den kümmert es doch nicht, dass dass „Palästina“ ein Begriff ist, der erst nach dem Bar Kochba-Aufstand (130-er Jahre des ersten Jhdt. unserer Zeitrechnung) geprägt wurde.

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