Knallchargen

Sevim Dagdelen, MdB „DIE LINKE“ – sie wirft Israel (und seinem Präsidenten) vor den „nächsten Krieg gegen den Iran“ zu planen. Nicht bekannt ist, ob die gute Frau bei Mahmud Ahmadineschad oder einem der Terror-Mullahs auch sitzen geblieben wäre, hätte der irgendwo in ihrer Anwesenheit seine Lügen abgesondert (Peres hat NICHT gelogen). tw24 zeigt auf, wo das Problem der strunzdummen Behauptung der Abgeordneten liegt. Auch der Bericht bei Israelnetz dokumentiert, dass die Abgeordnete ziemlichen Müll verzapft: Wer auf Kritik nur mit „Hassprediger“-Vorwürfen reagieren kann, zeigt, wes Geistes Kind sie ist. (Ihre neuen Fans vom braunen Haufen nimmt sie dagegen anscheinend gerne in Kauf.)

Arno Widman, Feuilletonchef der Frankfurter Rundschau – ihm reicht es, wenn eine Burka-Frau von ihrem Mann gedemütigt wird (das findet er jedenfalls nicht gut), da muss kein Burka-Gegner kommen und mit einem Verbot noch eins drauflegen!

Huib Riethof und die Redaktion der Neue Rheinische Zeitung – Sie reagieren auf das Verfahren gegen Geert Wilders und einen pro-Wilders-Artikel von Daniel Pipes so: „Ist es ein „schmutziger Trick“, wenn man Wilders‘ Propaganda genau unter die Lupe nimmt? Wir reden hier schließlich von der Meinungsfreiheit.“ Aha. Für sich beanspruchen sie sie (auch für ihre Unwahrheiten und Entstellungen), aber Wilders muss sie verboten werden, deshalb der Prozess gegen ihn und seine Befürwortung durch durchgeknallte Linke, die nicht ertragen können, dass freiheitliche Meinungen vertreten werden, die ihnen nicht passen. Sie haben keine wirklichen Argumente, also muss die Justiz herhalten (und mit unfairen Mitteln arbeiten). Am tollsten ist dann eigentlich noch, dass sie sich darin u.a. auch auf die libertären Traditionen Amsterdams berufen – die sie ad absurdum führen, weil ein tatsächlich Libertärer von ihnen verteufelt und verfolgt wird. Auch mit der Behauptung, er sei judenfeindlich – natürlich nicht direkt: „Wilders ist ein Antisemit“, sondern schön subtil über Vergleiche. Dass der Mann sich mit Juden ziemlich gut steht und sich in Sachen Nahost voll hinter Israel stellt, geschenkt. Letzteres bestätigt aber nach Ansicht dieser linken Trolle wohl eher die verlogene Behauptung, sie hätten einen Neonazi entzaubert.

Ulrich Ladurner, DIE ZEIT – So lange der Iran nur an der Bombe bastelt, besteht keine Gefahr und man darf nichts unternehmen. Lassen wir ihn also machen. Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sehen wir weiter. Aber auf keinen Fall schreiten wir irgendwie ein.

Desmond Travers, Goldstone-Kumpel, ist einfach „wunderbar“. Statt auf die zuhauf bestehende substanzielle Kritik auch nur ansatzweise einmal einzugehen, behauptet er nicht nur einfach, diese sei praktisch nicht existent (sondern nur substanzloses Bla-bla, das ständig wiederholt wird), er behauptet auch noch, diese Kritik beweise, dass der Goldstone-Bericht einfach vollständig stimmen muss.

Jenny Tonge, Liberaldemokratin im britischen Oberhaus – sie ist voll auf die „Nachricht“ abgefahren, dass die IDF nur in Haiti (gewesen) sei, um dort Organe zu „ernten“ und fordert von Israel, es solle das untersuchen. Dieser Müll hat dazu geführt, dass ihr Parteichef sie von ihrem Posten als gesundheitspolitische Sprecherin im House of Lords entband. Sie soll sich inzwischen entschuldigt haben – nur, dass das nicht von ihr kommt, sondern von irgendeinem Sprecher.

Karen Krüger, FAZ (Feuilleton) – Armenier sind anscheinend keine Christen, sondern haben eine andere Religion; und auch sonst hat Broder einige recht „schräge“ Ansichten und Formulierungen gefunden.

Miri Weingarten, Ärzte für Menschenrechte/taz – die schafft es doch glatt, im Neues Deutschland die Beduinen und den Negev als von Israel besetzt zu bezeichnen.

Claudia von Werlhof, Professorin für Frauenforschung, Ökofeministin und Patriarchatskritikerin – das Erdbeben von Haiti wurde von den Amerikanern künstlich produziert. Sie sagt zwar „könnte“, aber das liest doch als Gewissheit. Und die USA wollten ja unbedingt eine militärische Besetzung des Landes, weil in der Umgebung große Ölvorkommen vermutet werden – und um Gaga-Hugo unter Druck zu setzen.

Florian Rötzer, Tagesspiegel – in Umkehrung seiner Erkenntnisse von vor noch nicht mal einem Jahr befindet der Geistesblitz jetzt, dass der Druck von außen das Regime stärkt und die Opposition schwächt. Seit Jahren. Wieso er im Sommer noch schrieb, Ahmadinedschad sei immer schlechter angesehen, kümmert ihn heute wohl nicht mehr. Geschwätz von gestern. Qualitätsjournalismus.

Sahra Wagenknecht – d.h., fall sie seit Juli 2008 ihre Meinung nicht geändert hat (ich gehe davon aus, dass sie weiter so denkt): Che Guevara und Hugo Chávez sind Humanisten, Lizas Welt schreibt man mit s und in Venezuela gibt es keinen Antisemitismus. Das kubanische Gesundheitssystem ist ganz toll (schmeiß‘ dich dem dicken Moore an den Bauch, Püppi!) und internationale Hilfe ist Ärzte gegen Öl. Darüber hinaus war die Mauer ein notwendiges Übel und die Täterä der bessere deutsche Staat. Die Frau lebt von unseren Steuergeldern!!!! (Und die venezolanischen Juden verlassen in Scharen das Land, wegen des Hugo-Judenhasses.)

Palestine Today – dass die Mörder von Dubai Kreditkarten amerikanischer Banken benutzten, beweist „ohne jeden Zweifel“, dass die USA Teil der Mordverschwörung waren.

Matthias Gebauer, DER SPIEGEL – „Die Kritik in den Zeitungen, die wegen der strengen Militärzensur in Israel nur eingeschränkt über den spektakulären Fall berichten können, ist heftig. Die Zeitung ‘Haaretz’ forderte auf der Titelseite den Rücktritt von Mossad-Chef Meir. Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird massiv kritisiert, weil er Dagans Amtszeit trotz expliziter Warnungen verlängert habe.“ Aha, eine Militärzensur, die zulässt, dass eine Zeitung auf der Titelseite berichtet und den Rücktritt des Mossad-Chefs fordert, muss ja unheimlich wirksam sein. Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um so einen Schwachsinn zu verzapfen?