Knallchargen

Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland – welchen Unsinn der von sich gegeben hat, sollte man lieber im angegebenen Link nachlesen, es ist für dieses Format zu viel.

Redaktion DIE ZEIT (kein Autor angegeben) – „Der Nato gelingt es in Afghanistan nicht, Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden“, beginnt ein Artikel vom 22. Februar 2010. Tenor ganz klar: Die NATO ist das Problem, sie geht nicht sorgsam genug vor. Die Realität: Die NATO bekämpft Leute, die sich einen Dreck um Kriegsrecht kümmern, sich zwischen Zivilisten verbergen, um möglichst viele zivile Opfer zu verursachen, um sich dann hinstellen und von der Grausamkeit der „Kreuzfahrer“ faseln und so gegen den Westen hetzen zu können. Und bei uns fallen sie alle drauf rein (und natürlich hat auch Karzai die Zeichen erkannt und hängt sein Fähnchen in den Wind).

Michael Borgstede, DIE WELT – Beer7 schreibt ein paar Sachen auf, weshalb der gute Mann sich zu Unrecht wundert.

Maria Jepsen, Bischöfin der Nordelbischen Kirche – Nach dem Rücktritt von Margot Käßmann befand Jepsen, von Frauen würde mehr moralische Integrität erwartet als von Männern.

Juerg Bischoff/Redaktion NZZ – machen sich die Position der Terroristen in Sachen jüdisches nationales Erbe vollständig zueigen. Dabei gehen sie so weit, jüdische Ansprüche auf jüdische heilige Stätten in Frage zu stellen: Es geht um „Ibrahimi-Moschee“ – hierbei wird wenigstens noch von „Abraham und seiner Familie“ geschrieben, allerdings verschwiegen, dass auch Isaak und Jakob hier beerdigt sein sollen, die nun gar keine muslimischen „Heiligen“ sind; dann das „so genannte Grab Rahels“, „früher ebenfalls eine Moschee“ (hahahahahaha! Die übernehmen selbst die unhaltbarsten Lügen der Terroristen!) und „eine Grabstätte in Nablus, die angeblich die Gebeine des Patriarchen Josef bergen soll“ (das Josefsgrab in Schechem/Nablus, das von den Arabern schon vor Jahren niedergebrannt wurde) – ist es nicht schön, wie bei jüdischem Anspruch alles in Zweifel gezogen wird, während islamische Ansprüche überhaupt nicht in Frage gestellt werden dürfen? Allein die Überschrift sagte schon alles: „Moschee wird Kulturgut Israels“ – nur ja den Juden nichts zugestehen!

Staatsanwaltschaft Köln – die Klage gegen den Klagemaurer von Köln wurde von der Staatsanwaltschaft abgelehnt. Die als Grund für die Klage angeführte Karikatur sei nur israelfeindlich, nicht antisemitisch. Und außerdem schützt §130 StGB nur vor inländischen Karikaturen, nicht vor solchen aus dem Ausland. Darüber hinaus gibt es folgende Aussage der Staatsanwaltschaft: „Nur die Anzeigen strafantragsberechtigter Personen, also Juden und Israelis in Deutschland werden überprüft.“ Als 08/15-Deutscher darf ich also nichts gegen puren Antisemitismus unternehmen. Wenn er denn überhaupt als Antisemitismus zugelassen ist. Für allen möglichen Kram dürfen unsere Gutmenschen für andere in die Bresche springen – nur für Juden, da sind alle anderen nicht zuständig. Die Stadt, die so sehr dä Aasch huh und de Zäng ussenanger haben will, tut das ausschließlich gegen „Rechts“. Und da fällt der moderne Antisemitismus halt unter den Tisch. Man macht sich eben gerne mit den Judenhassern eins. Hat man schon im Karneval der 1930-er. Und behauptet dann, man sei gegen diese eklige Jauche. Wie nach 1945 die Karnevalisten auch. Nur, dass das heute gleichzeitig geschieht. Widerstand der Mittäter, sozusagen.
Aber ganz ehrlich: Nachdem der Klagemaurer seit Jahren ungehindert seine Gülle auskippen durfte und alle offiziellen Stellen Kölns, einschließlich der Justiz, sich nie dagegen aussprachen, sondern es ausdrücklich begrüßten – hätte man da wirklich etwas anderes erwarten dürfen?

Catherine Ashton, EU-Außenbeauftragte – sie bedauerte es, dass al-Gaddafi zu einem ‘unglücklichen Zeitpunkt’ zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz aufgerufen hat. Nach Frau Ashton ist es also ganz in Ordnung, zum islamischen heiligen Krieg aufzurufen (ist Gaddafi damit ein Islammissversteher?), nur über den Zeitpunkt muss man reden. Oder wie es Clemens Wergin schreibt: Heißt das, in einem halben Jahr hätte Muammar al-Gaddafis Heiliger Krieg gegen die Alpenrepublik besser gepasst, und man hätte ihn nur netter verpacken müssen?

Alexandra Senfft, Autorin und zeitweise UN-Beobachterin in Israel, Gazastreifen und „Westbank“ – angeblich schreibt sie Neues, aber es sind nur die bekannten hohlen Phrasen: Juden in Judäa – geht gar nicht; Siedlungen sind Hindernisse; ach ja: früher gab es nur friedliches Zusammenleben zwischen Arabern Palästinensern [die haben sich ja schon vor Jahrtausenden so genannt – oder so] und Juden. Klar, kein Pogrom in Safed (1834) und auch sonst nichts. Übrigens gibt es im gesamten Interview mit der Dame überhaupt nicht.

Olivier Roy und Radio Vatikan – „Der Islam in Europa nähert sich dem Christentum an“. Und wie? Weil muslimische Gemeinden ihre Internetseiten in den Landessprachen publizieren; und weil sie Minarette bauen wollen. Und weil der Botschafter der Türkei beim Heiligen Stuhl das behauptet. Dass die Sprache etwas mit Missionierungsbestrebungen zu tun haben könnte und die Minarette Machtansprüche geltend machen, das geht natürlich gar nicht. Wer so etwas denkt oder gar sagt, ist islamophob und rassistisch. (Und welche Rasse ist der Islam nochmal?)

Falter, eine österreichische Zeitschrift – Norman Finkelstein „ist kein Holocaust-Relativierer“. Aha, jetzt wissen wir es. Und weshalb? Hat der Typ das selbst behauptet? Oder seine Terrormullah-Genossen? Oder andere Antisemiten? Oh, Finkelstein ist „ein anerkannter Historiker“ – na, da wissen wir jetzt aber, dass die von der Uni, die ihm die Professur verweigerte und ihn feuerte nun ganz falsch handelte, die Dummköpfe! Die Vorträge hält der Mann übrigens nicht als Historiker und Lehrer an den Elite-Unis, sondern auf antiisraelischen Propagandaveranstaltungen. Das allgemeine und akademisch anerkannte Urteil zu Finkelstein ist: Der Mann hat in seinem Fach noch keine wissenschaftlich wertvolle Arbeit abgeliefert. Das ist Falter aber egal. Anerkennung holt man sich nicht durch anerkannte Forschung und Lehre, sondern bei den Antisemiten.

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