Sehr geehrte Bürgermeisterin von Monschau

Am letzten Wochenende war Geert Wilders privat in Monschau, einer mittelalterlichen, hübschen Stadt in der Rureifel, die vom Tourismus lebt und u.a. für ihre Senfmühle bekannt ist. Sein Aufenthalt wäre nicht bemerkenswert gewesen, hätte er nicht unerwartet ärztliche Versorgung benötigt. Das ließ auch die Bürgermeisterin aufmerksam werden, die sich daraufhin sehr ungehalten zeigte. Ihre boshafte Reaktion auf Wilders‘ Besuch ließ Diana West einen offenen Brief schreiben:

Sehr geehrte Margareta Ritter (margareta.ritter@stadt.monschau.de),

Ich habe das Vergnügen gehabt, Ihre ausnehmend hübsche deutsche Stadt zu besuchen; ich bin das zweite Mitglied unserer Familie, das dies tat. Die erste war mein Vater, der als Mitglied der 102nd Cavalry Reconnaissance Squadron in General Bradleys Armee, der – sich von Wunden erholend, die er in der Schlacht um St. Lo erlitt – sich vom zweiten Tag nach der Landung in der Normandie durch Nordeuropa kämpfte, bis er Ende 1944 Monschau erreichte.

Ich führe das nur an, weil ich heute Morgen las, dass Sie erklärt haben, Geert Wilders, der gerade ein Wochenende in Ihrer Stadt verbrachte, in Monschau „nicht willkommen“ ist. „Wer wie Wilders die niederländische Integrationsdebatte mit giftigem Rechtspopulismus belastet und bei der Forderung nach dessen Verbot den Koran mit Hitlers Mein Kampf vergleicht, der ist in Monschau nicht willkommen!“, werden Sie zitiert.

Ich protestiere. Zu allererst: Es ist kein „Rechtspopulismus“, mit dem Wilders die Integrationsdebatte „belastet“. Er tut das mit Fakten zur Scharia (dem islamischen Gesetz), einem totalitären und herrenmenschlichen Rechts- und Religionssystem. Er trägt diese Fakten in die Öffentlichkeit, einen Ort, an dem Angst vor islamischer Vergeltung heutzutage diese überlebenswichtige, zivilisatorische Konversation zum Schweigen gebracht hat. Eine weitere Tatsache, die er anführt, die aber Multikulturalisten, wie sie eine zu sein scheinen, unbehaglich sind, ist die Ähnlichkeit zwischen Mein Kampf und dem Koran. Sie mögen Wilders – und all die tausende holländische Unterstützer – in Monschau zur persona non grata erklären; das wird aber die Scharia oder die Koran-Kampf-Ähnlichkeiten nicht verschwinden lassen.

Aber vielleicht kümmert Sie das nicht. Vielleicht haben Sie einen neuen Totalitarismus gefunden, dem Sie sich unterwerfen können. Aber ich protestiere gegen Ihre Entscheidung Wilders den Zutritt nach Monschau zu verbieten, der ein Verteidiger der Freiheit gegen Totalitarismus ist – derselben Freiheit, die mein Vater in und um Monschau vor so langer Zeit gegen einen ähnlich herrenmenschlichen Totalitarismus verteidigte. Ich habe eine starke Ahnung, dass er sagen würde: So lange Sie im Amt sind, war es die Mühen nicht wert.

Hochachtungsvoll

Diana West, USA

8 Gedanken zu “Sehr geehrte Bürgermeisterin von Monschau

  1. Gibts nicht irgendwelche rechtlichen/diplomatischen Komplikationen, wenn ich derartige Sachen gegen einen gewählten Vertreter eines Nachbarlandes unternehme?

    Ansonsten mag ich diese selbsterklärten Menschenfreunde und Demokraten – für sie darf jeder frei seine Meinung äußern, solange sie ihre eigene ist – ansonsten: fällt aus wegen ist nicht.

    Vielleicht müssen Juden ja dort auch demnächst einen gelben Stern tragen – natürlich nur zu ihrer eigenen Sicherheit! Kopenhagen läßt grüßen.

  2. Ich finde die Reaktion der Monschauer Bürgermeisterin anständig, ehrenwert und richtig. Wir haben schon genügend Rechtsextremisten in Deutschland, da brauchen wir nicht noch Exporte wie die wasserstoffblondierte Islamhetzer-Tunte Wilders aus Holland.

    Ich habe mich inzwischen bei Frau Ritter für ihr mutiges Statement bedankt und ihr mitgeteilt, aus welch trübem Sumpf die Pöbelei von „Dianne West“ (?) gekrochen kam.

  3. Achneeee! Bestimmen jetzt Faschisten aus den Niederlanden und den Vereinigten Staaten, wie die Bundesrepublik mit den bei ihnen lebenden Ausländern umzugehen hat?

  4. Wieder zwei, die nur zeigen, dass sie Ressentiments verbreiten, die sie aufgeschnappt haben, statt sich mit Fakten auseinanderzusetzen.
    Wilders ist libertär. Die plakativen Versuche ihn als etwas anderes zu stigmatisieren, sind erfolgreich bei Leuten, die nicht denken, aber falsch.
    @Jo: Ich weiß nicht, was dieser Dummbatzen-Spruch soll, denn Wilders hat nun mal überhaupt nicht gesagt, wie Deutschland mit wem auch immer umgehen soll. Dafür haben wir genügend Deutsche, an deren Wesen die Welt immer noch genesen soll – vor allem, wenn es um „Rechtspopulisten“ in den Niederlanden geht, gelle?
    @Maron: Wer nicht einmal Diana West richtig schreiben kann, sollte sich überlegen, ob ein wenig Wissen angebracht wäre.
    Im Übrigen war die Äußerung von Frau Ritter nicht mutig, sondern höchstens populistisch.
    Übrigens sollten Leute, die von einer „Tunte (!) Wilders“ schmieren, vor der eigenen Türe kehren, bevor sie anderen etwas vorwerfen.

  5. langsam aber sicher wird es langweilig. um eine ausgewogene, eigene beurteilung bestimmter personen im ansatz wahrzunehmen, bedarf es einer, zumindest mittleren intelligenz. intelligenz hingegen erwirbt man sich nicht durch eine berieselung durch die hiesige „gutmenschen medienenwelt“. diesen typen, die in wilder das böse sehen ist wahlich nicht mehr zu helfen. diese typen springen auch von einer 30 meter hohen brücke – wenn die „gutmenschen medienwelt“ das als „geil“ präsentiert.

    Markus
    GMW

  6. http://www.cdu-monschau.de/aktuelles.php

    Wie ich sehe, ist die Bürgermeisterin von der CDU. Vielleicht befürchtet sie, daß deutsche Wähler, wenn ihre Partei so weitermacht, sich nach Persönlichkeiten à la Geert Wilders umsehen werden, und die CDU/CSU dann zur 18%-Partei schrumpft?

    Diese Befürchtung ist berechtigt. Leider haben wir noch keinen Geert Wilders, aber es wird nicht mehr lange dauern.

    • Dein Optimismus in Ehren, aber dazu ist Deutschland wohl nicht in der Lage. Da kommen andere hoch, die wir lieber nicht haben wollen. Und das nur, weil die „Etablierten“ es schlichtweg verweigern, sich den Problemen zu stellen.

  7. Man sollte die Frau Bürgermeisterin von Monschau im Aachener Ostviertel „aussetzen“…am besten nach Einbruch der Dunkelheit,damit Sie sieht wie man im eigenen Land von Islamisten beleidigt,bedrängt und gejagt wird.Ich als Simmerather Bürger bin froh,das die Uhren hier oben etwas anders ticken….

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