Klartext – Dr. Aaron Lerner: Arabische Liga lehnt Israels Recht auf Überleben ab

Dr. Aaron Lerner, IMRA, 1. April 2010

Die großzügigste Interpretation der Haltung der Arabischen Liga ist die: Wenn Israel alle arabischen Forderungen erfüllt, würden die Mitgliedsstaaten Israels Existenz zu diesem Zeitpunkt anerkennen, allerdings nicht sein Recht auf Überleben.

Es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen der Anerkennung von Israels vorläufiger Existenz und seinem Recht zu überleben.

Ersteres ist mehr eine Form der traditionellen „Hudna“ – ein zeitlich begrenzter Waffenstillstand, bis die Zeit die Bedingungen ermöglicht den Feind zu besiegen.

Die Sirte-Erklärung der Arabischen Liga vom 28. März, mit der die Anerkennung Israels als jüdischer Staat abgelehnt wird, ist eine Ablehnung des Überlebensrechts Israels.

Die arabischen Staaten sollten kein Problem mit der Vorstellung haben, dass ein Land mit einer Religion verbunden ist. Immerhin erklären die Verfassungen der Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga allesamt ausdrücklich, dass der Islam ihre offizielle Staatsreligion ist – so, wie es auch im Entwurf der palästinensischen Verfassung steht.

Aber wenn die Araber – einschließlich der israelischen Araber – gegen die Ausweisung Israels als „jüdischer Staat“ sind, geht das Problem weit darüber hinaus, dass das Judentum sich in Israels nationalem Kalender und anderen Facetten des Staates spiegelt. Die Kernfrage Israels als jüdischem Staat, die sie inakzeptabel finden, ist die, dass Juden auf der ganzen Welt das Recht haben nach Israel einzuwandern und Staatsbürger zu bekommen.

Wenn die Araber Israels Überlebensrecht anerkennen, dann wäre es für sie nicht so entscheidend die jüdische Einwanderung zu stoppen.

Statt dessen drängen sie nicht nur auf ein Ende der jüdischen Immigration, sondern zusammen da mit auf das Recht der Araber mit Familienbanden nach Israel, das Land zu überfluten.