Zufall – aber ein schöner

Dass man davon praktisch nicht mehr redet, dass das kein Thema ist – geschenkt. Aber er wird wohl – wo auch immer er ist – rotieren, dass der jüdische Staat nicht nur existiert, sondern auch noch feiern kann.

Hoffentlich kriegt er einen schönen Drehwurm. Noch über Jahrzehnte oder länger hinweg. Der Staat seiner ganz persönlich zu Feinden erklärten Leute blüht und gedeiht. Er hat Nachfolger genug gefunden, die sein Werk fortsetzen wollen. Es werden immer mehr und sie kommen auch von da, wo sie sich nie als solche verorten lassen würden, sondern ganz besonders gegen den kleinen Landstreicher-Verschnitt vorzugehen behaupten. Aber wie schon Broder geschrieben hatte: In der Antifa steckt ganz viel Anti, aber kein Fa mehr. Und Obama zeigt auch wo der Zeitgeist weht.

Ich denke, Israel wird es überleben, weil es von einer Macht geschützt ist, gegen die Menschen nichts ausrichten können. Das Volk wird nicht untergehen. Ich hoffe, dass das nicht zu viele Menschenleben kosten wird. (Leider sagt mir meine Bibel aber auch, dass es viele Leben kosten wird.)

Am Yisrael Chai!

13 Gedanken zu “Zufall – aber ein schöner

  1. Naja, ob die Bibel das sagt ? Ich wäre etwas vorsichtig mit der Bibelinterpretation, ich denke, man muss sie immer im Zusammenhang sehen.

      • Hoffentlich beziehen sich diese Stellen auf die Vergangenheit, auf die Zerstörung Jerusalems durch die Römer. Ich hoffe, dass Israel jetzt beschirmt wird. Aber Verwandte sind ebenfalls der Meinung, dass die Endzeit nach manchen Bibelstellen viele Menschenleben in Israel kosten könnte. Ich hoffe jedenfalls auf Jesaja 31,4-5: „… so wird der HERR der Heerscharen herabsteigen, um auf dem Berg Zion und auf seinem Hügel zu kämpfen. Wie schwebende Vögel, so wird der HERR der Herrscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und retten, schonen und befreien.“

  2. ich meinte: ob die Bibel sagt, dass es viele Menschenleben kosten wird.

    Will heißen: ich wäre vorsichtig damit, aus der Bibel die Zukunft bestimmen zu wollen. Ich sehe sie als Buch, in der viel Gottesbegegnung aufgezeichnet wurde. Aber als Zukunftsprognosegerät, quasi als Wahrsagekugel für die Zukunft, würde ich sie nicht unbedingt sehen.

    • Ich nehme sie nicht als „Wahrsagekugel“, aber ich glaube, dass die beschriebenen Kämpfe kommen werden.

      • Immer und immer wieder wenn Israels Feinde der Meinung sind es vernichten zu können, werden sie sich dazu hinreißen lassen es auch zu versuchen.
        Das ist schon fast ein Naturgesetz!
        Seit einiger Zeit haben sie massiv Oberwasser und tja, es führt wohl leider wieder mal kein Weg daran vorbei.
        Ich täts mir zwar gern ersparen, zu viel Leid und Elend auf allen Seiten, aber das Ende steht auch fest, von daher…
        Wer Wind sät wird Sturm ernten!
        Sollte sich der Iran echt zum Äußersten hinreißen lassen und es schaffen den Großteil Israels in einem Überraschungsschlag zu vernichten – wird das auch sein Ende und das all seiner Verbündeten sein.
        Masada wird nicht wieder fallen!

        • Ich halte das für unwahrscheinlich. Das ist eher Rhetorik des Iran, der sich gegen den Westen verbal aufrüstet. Aber das sind auch keine Selbstmörder im Iran. Ein Angriff auf Israel durch Iran hätte für Iran verheerende Folgen.

          Aus diesem Grund wird er sicher nicht erfolgen.
          Viel eher wird ein Schlag gegen den Iran vorbereitet, wenn ich das richtig sehe. Und mit rhetorischen Mitteln vorbereitet.

          Hoffentlich kommt es nicht dazu, denn das hätte ebenfalls verheerende Folgen.

  3. Also hier seh ich den Herrn Broder mal irren.
    In den Vertretern der AntiFa (des AntiFaschismus) steckt ’ne Menge Fa, aber kaum noch Anti (dagegen).

    • Nee, die sind gegen alles Mögliche, nur nicht mehr gegen Fa, weil sie das selbst betreiben (auch wenn sie das Gegenteil behaupten). Einzige Ausnahme: Die Neonazis. Gegen die sind sie auch. Aber wenn es um lebende Juden und den Nahen Osten geht, dann stehen sie mit denen in einer Reihe.

      • Das trifft auf viele zu, aber nicht auf alle. Bei entsprechenden Demos sind jedenfalls auch öfters prozionistische Antifa-Gruppen zu bewundern.
        Das kann man ruhig zur Kenntnis nehmen (ohne dabei die Kritik an antizionistischen Linken aufzugeben).

        • …öfters prozionistische Antifa-Gruppen ???
          Ich würde gerne wissen wann und wo das denn gewesen sein sollte?

          • Hier sind wahrscheinlich BAK Shalom gemeint, die aber in den eigenen Reihen als „Antideutsche“ verungimpflicht werden. Dabei sind es die Einzigen, die unter den Linken eine halbwegs vernünftige Position vertreten.

            • Ja, ich habe unter anderen an die Gruppe „BAK Shalom“ gedacht. In den letzten Jahr(zehnt)en gab es bekanntlich (?) größere Auseinandersetzungen um Zionismus, linken Antisemitismus und Nahost in der ursprünglich linken politischen Subkultur. Ergebnisse davon sind u.A. verschieden Zusammenhänge, die prozionistisch eingestellt sind.
              Wer’s nicht glaubt: einfach mal ein paar Antifa-Demos in Berlin besuchen und die Israel-Buttons und Fahnen zählen… solche Leute bilden sicher keine Mehrheit, aber es gibt sie.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.