Die Palästinenser haben schon zwei Staaten: Die Wahrheit mit den Worten Khaled Abu Toamehs

Phyllis Chesler, Pajamas Media, 15. April 2010

Der wahre Krieg ist der von Palästinensern gegen Palästinenser

Die Welt ist verrückt geworden – oder zumindest hat die amerikanische Führung sich jetzt formell dem islamistischen und internationalen Wahnsinn zum „Frieden im Nahen Osten“ angeschlossen.

Präsident Obama hat gerade behauptet, die amerikanische „lebenswichtige nationale Sicherheit“ sei verbunden damit, Frieden zwischen den Israelis und den Palästinensern zu finden – oder einen solchen aufzuzwingen. Südafrikas verehrter Erzbischof a.D. Desmond Tutu hat gerade die vor kurzem erfolgte studentische Abstimmung in Berkeley gepriesen (die vom Präsidenten der Universität später mit einem Veto belegt wurde) Universitätsgelder aus Firmen zu deinvestieren, die „von der Ungerechtigkeit der israelischen Besatzung palästinensischen Landes in Verletzung palästinensischer Menschenrechte profitieren“. Tutu schreibt, dass, was er im besetzen palästinensischen Land gesehen habe, ihn an die Zustände erinnert, die er „in Südafrika unter dem rassistischen Apartheidsystem erlebt“ habe.

Tutu – das geht wirklich zu weit! Wer genau hat Sie durch die Gebiete geführt? Die üblichen diabolischen und geschickten Propagandisten? Hatten Sie sich zufällig darum gekümmert Israel zu besuchen? Wenn nicht: warum nicht?

Ich empfehle dringend, dass sowohl Präsident Obama als auch Erzbischof Tutu Khaled Abu Toameh zu Rate ziehen, einen israelisch-arabischen, muslimisch/palästinensischen Journalisten; ich hatte das Privileg ihn neulich in Manhattan sprechen zu hören. Abu Toameh lebt in Jerusalem und „begreift“ es wirklich. Er ist ein charmanter, urbaner Mann, der perfekt Englisch spricht; ich nehme an, er spricht Arabisch und Hebräisch genauso gut.

Abu Toameh arbeitete für die PLO-Zeitung als Übersetzer und frisch gebackener Journalist, ging dann an die Hebräische Universität und entschied sich, er wolle ein richtiger Journalist werden, nicht bloß ein Propagandist. Das hieß für eine israelische Zeitung zu arbeiten, bei der „Pressefreiheit“ respektiert wird. Abu Toameh bestätigt, dass Journalisten und bedeutende Besucher der „Gebiete“ nicht einfach irgendwo auf eigene Faust hingehen können; sie riskieren, dass ihnen Besuche in der Zukunft verboten oder sie sogar getötet werden, wenn sie etwas berichten, von dem die verschiedenen palästinensischen Milizen nicht wollen, dass die Welt es erfährt. „Alle Nachrichten im Gazastreifen und der Westbank werden kontrolliert.“

Erzbischof, Präsident: Hört ihr das?

Abu Toameh begann 1988 für die Jerusalem Post zu arbeiten. Er wird nicht als „Verräter“ angesehen, weil er für die freie israelische Presse in Jerusalem arbeitet – aber er ist dafür an Universitäten in Kalifornien angegriffen worden! Er begreift, wie fundamentalistisch und gefährlich die Hamas wirklich ist; und doch liest er, dass die Hamas moderat wird – wo? Im Globe and Mail in Toronto!

Ich dränge – nein, ich beschwöre Sie, ich verlange, dass all die, die weiter von einem „Friedensprozess“ reden, dem zuhören, was Abu Toameh zu sagen hat. Meine Gefühle dazu sind derart stark, dass ich das, was er sagte, hier fast wortwörtlich wiedergebe.

Er sprach an der Upper West Side, im Aish HaTorah. Ja, ein orthodoxes jüdisch-religiöses Zentrum war so liebenswürdig Abu Toameh eine Plattform zu geben und er war ihnen sehr dankbar. So war der gewöhnlich für religiöse Veranstaltungen und Studium reserviert Raum genau der Ort, an dem der trockene, ironische und launige Abu Toameh sprach. Er ist sehr israelisch – wenn auch nicht so heißblütig wie manch anderer oder wie manche Araber.

Erst einmal bestätigt Abu Toameh, dass das schlimmste für das palästinensische Volk die verschiedenen Friedensprozesse waren; diese waren fehlgeleitet, unaufrichtig und konnten nicht funktionieren. „Vor den Oslo-Vereinbarungen hatten die Palästinenser große Hoffnungen, wir würden ein demokratisches Parlament bekommen, genauso wie die Israelis eines haben; und freie Medien. Seit Oslo sind die Dinge in die falsch Richtung gelaufen.“

Aus Abu Toamehs Sicht „gründete Oslo auf der Annahme, dass Arafat und die Fatah zuverlässige Friedenspartner seien“. Das war weit von der Wahrheit entfernt. Nachdem Arafat erst einmal triumphal zurückkehrte, „begann die Show, eine Einmann-Show. Dreizehn bis fünfzehn Milizen streiften durch die Straßen. Das meiste des Arafat für Palästina gegebenen Geldes wurde zum Fenster hinaus geworfen, auf Schweizer Bankkonten gebracht und seiner Frau Suha in Frankreich überwiesen; er baute ein Kasino – direkt gegenüber von einem Flüchtlingslager.“

Abu Toameh gibt an, dass all diejenigen, die Arafat Geld gaben, „es einfach ablehnten zu glauben, dass er korrupt war“. Weil Abu Toameh darüber berichtete, wurde er wiederholt gefragt, ob er „auf der Gehaltsliste der jüdischen Lobby“ stehe. Aber, sagte er, es wurde immer schwieriger im Ausland Artikel einzureichen, weil „die Zeitungsredakteure alle Artikel gegen die Besatzung haben wollten. Sie wollen ihre Leser nicht mit Fakten verwirren“.

Aus seiner Sicht hatten alle Angst die Wahrheit zu berichten, weil Arafat und seine Schlägertruppen diejenigen töten würden, die sie erzählten. Und so verbitterten und „radikalisierten“ Arafat und der mythische Friedensprozess das palästinensische Volk und sie wandten sich der Hamas zu, einer vom Iran finanzierten islamistischen Organisation. „Die Leute verloren das Vertrauen in den Friedensprozess.“ Abu Toameh bestätigte ebenfalls, dass Arafat immer weiter in Englisch das eine über Frieden sagte und auf Arabisch die Menschen weiter gegen Israel aufhetzte.

Der israelische Präsident Shimon Peres verteidigte Arafat. Peres weigert sich einzubeziehen, was Arafat auf Arabisch sagte. Abu Toameh dachte sich: „Wie dumm ist dieser Mann? Weiß er nicht, dass Arafat die Juden als die Nachkommen von Schweinen und Affen beschreibt? Warum mit den Juden Frieden schließen, wenn sie derart fürchterlich sind?“

Und so gewann die Hamas 2006 eine demokratische Wahl – eine Wahl, die unter amerikanischer Aufsicht abgehalten wurde du die sowohl von Präsident Bush als auch Außenministerin Condoleezza Rice sehr unterstützt wurde. Rice erwartete nicht, dass die Hamas gewinnen würde. Abu Toameh wusste, dass sie gewinnen würde; die Menschen waren angesichts ihrer hoffnungslosen Lage durch die Hand ihrer eigenen Führer verärgert. Abu Toameh: „Israel ermöglichte die Wahl der Hamas ebenfalls, indem es den Arabern in Jerusalem erlaubte in dieser Wahl abzustimmen. Israel wusste nicht, was jedes palästinensische Kind wusste: dass die Hamas gewinnen würde.“

Und so hat die Fatah jetzt verloren, Mahmud Abbas kann keinen Frieden liefern und kann auch mit der Hamas nicht Frieden schließen. Anders herum tritt die Hamas auch nicht zurück. Als Folge davon „hat dieser Bürgerkrieg zwischen den Palästinensern bisher 2000 Leben gekostet“.

Ironischerweise versuchen jetzt diejenigen, die einst nach freien und offenen Wahlen zeterten, die ordnungsgemäß Gewählten mit Waffen und Bomben zu stürzen. Die Hamas war die Fatah aus dem Gazastreifen. Abu Toameh berichtet, dass er persönlich „sah, wie Palästinenser vor der Hamas in Richtung Ägypten davon liefen; sah, wie Ägypten die Grenze für diese Flüchtenden schloss. Einzig Israel half Muslimen, die davor standen von Muslimen abgeschlachtet zu werden.“

Und so schließt Abu Toameh trocken und ironisch: „Wir haben unsere Zweistaaten-Lösung. Die Palästinenser haben zwei Staaten. Die Hamas wir von der Muslimbruderschaft, Syrien und dem Iran finanziert und ich würde dort nicht leben wollen. Die Westbank wird von Arafats ehemaligen Kumpanen geführt. Aber Mahmud Abbas hat Angst vor dem eigenen Volk. Ich habe ihn nicht ein einziges Mal in einem Dorf gesehen. Er hat keinerlei Glaubwürdigkeit. Er kann keinen Frieden bringen. Wenn Israel sich aus der Westbank zurückzieht, wird die Hamas sie übernehmen. Die IDF hält Abbas davon ab aufgehängt zu werden. Israel hält auch die Fatah und die Hamas davon ab einander umzubringen. Sie hassen einander mehr als sie Israel hassen.“

Aus seiner Sicht „können wir mit dem Friedensprozess nicht weiter machen. Es gibt keinen palästinensischen Partner… Wussten Sie, dass Mahmud Abbas‘ Amtszeit 2009 auslief, aber Außenministerin Rice ihm sagte, einfach weiterzumachen? Sehen Sie: Abbas hat die Kontrolle über 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen verloren. Abbas wird außerdem als korrupt und ineffizient betrachtet. Wem will Abbas seine Friedensvereinbarung verkaufen? Die Hamas wird ihn am Eingang zum Gazastreifen aufhängen, sie werden nicht zögern.“

Was schlägt Abu Toameh vor, wie es weiter gehen soll?

„Löst Sie alle palästinensischen Milizen auf, fangt an palästinensische Infrastrukturen aufzubauen, löst die palästinensisch-palästinensischen Probleme – und erst dann setzt euch mit den Juden zusammen. Obama glaubt, der Ball sei im Feld der Israelis. Das stimmt nicht.“

Abu Toameh macht eine Pause, dann sagt er: „Wenn ich Netanyahu wäre, ich würde den Palästinensern zehn anbieten. Er sollte Obama rüberholen und ihn fragen: Wem soll ich die palästinensischen Staaten geben? Der Hamas? Abbas? Dem Islamischen Jihad?“ Er warnt Israel, es solle „vorsichtig mit einseitigen Maßnahmen umgehen. Alles Land, das ihr abgebt, jedes Land, das ihr Abbas gebt, wird in der Hand des Iran enden. Sehen Sie, was aus Gaza geworden ist. Dasselbe wird sich wiederholen. Die Mehrheit der Juden unterstützt einen Palästinenserstaat nicht, weil sie die Palästinenser leben, sondern weil sie sie loswerden wollen.

Und dann gab er eine Warnung aus, die nichts mit der Zweistaaten-Lösung oder mit einem Friedensprozess zu tun hatte – an Israel: „Die israelischen Araber sind Israel gegenüber loyal gewesen. Sie werden immer noch diskriminiert. Nein, Israel ist kein Apartheidstaat, aber es gibt Diskriminierung von 1,4 Millionen seiner Staatsbürger. Wenn Israel keinen Notfallplan einführt, um das zu lösen, dann wird die Radikalisierung der israelischen Araber explodieren. Die nächste Intifada wird in Haifa, Umm el-Fahm, Nazareth, Rahat und Jaffa stattfinden.“

An Präsident Obama gerichtet: Bitte machen Sie nicht weiter dieselben Fehler, die sowohl Ihre republikanischen als auch demokratischen Vorgänger gemacht haben.

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4 Gedanken zu “Die Palästinenser haben schon zwei Staaten: Die Wahrheit mit den Worten Khaled Abu Toamehs

  1. sogar Uri Avnery hat Tutù widersprochen, weil er mit diesem blöden Apartheitsgefasel ankam, na, ja in Südafrika geht es heute nur anders herum, jetzt werden Weisse diskriminiert, getötet und verfolgt. geändert hat sich also nichts.

    Buder Tutù, warum siehst du den Balken nicht in deinem Auge?

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