Wieder wird der Jihad geleugnet

Robert Spencer, FrontPageMag.com, 5. Mai 2010

Wie wissen jetzt, dass die Autobombe am Times Square ein versuchter islamischer Jihad-Anschlag  war. Aber die Mainstream-Medien folgen ihrem üblich Muster und leugnen diese Tatsache, spielen sie herunter oder verschleiern sie.

In The Nation schrieb am Montag Robert Dreyfuss und versinnbildlichte die Hoffnung der Mainstream-Medien, dass der Autobomber sich als Rechtsextremer erweisen würde. „Es könnte sein, dass die in Pakistan sitzenden Taliban, die Tehrik-e Tailiban Pakistan (TTP), still und leise einen Ableger in Connecticut etablierten, während wir nicht hinsahen. Das ist möglich. Aber es erscheint mir weit wahrscheinlicher, dass der Täter des vermasselten Times Square-Bombenkomplotts entweder ein Einzeltäter war oder Mitglied eines verrückten Ablegers der Tea Party-Bewegung, der regierungsfeindlichen extremen Rechten. Die gibt es tatsächlich in Connecticut, wo, wie es scheint, die Nummernschilder gestohlen wurden.

Die Wahrheit ist, dass – nach Angaben pakistanischer Behörden – der Möchtegern-Autobomber Faisal Shahzad in diesem Land ein Jihad-Trainingslager besuchte. Er verbrachte vor kurzem fünf Monate in Pakistan, darunter einige Zeit in Peschawar, einem Zentrum der Aktivitäten von Al-Qaida und den Taliban. Eine pakistanische Taliban-Gruppe beanspruchte die Verantwortung für den Anschlag für sich – eine Behauptung, die die amerikanischen Behörden sofort verwarfen, aber neu ernsthaft überlegt werden musste, sobald Shahzads Verbindungen in Pakistan offen gelegt wurden.

Shahzad parkte seinen mit Sprengstoff voll gepackten SUV außerhalb der Büros von Viacom, der Muttergesellschaft von Comedy Central, die die Zeichentrickserie South Park zeigt, deren Macher gerade erst von islamischen Herrenmenschen in New York mit dem Tod bedroht wurden, weil sie es wagten Mohammed zu verspotten. Die muslimische Gruppe, die die Drohung aussprach, Revolution Muslim, missionierte am Times Square noch wenige Stunden vor der Entdeckung von Shazhads Autobombe.

Doch trotz all dem sagen praktisch keine Medienberichte etwas darüber, dass Shahzad Muslim ist. Ein solcher Hinweis wäre jedoch kaum überflüssig: Die islamische Jihad-Ideologie und die Todesstrafe, die im islamischen Recht für jeden verankert ist, der Allah oder Mohammed beleidigt, sind die wahrscheinlichsten Schlüssel für Shahzads Motivation. Aber der politisch korrekte, multikulturalistische Imperativ verlangt, dass der Islam und die Muslime – die (zumindest in dieser wirren Sichtweise) nicht weiß und nicht westlich sind – immer als Opfer dargestellt werden müssen, egal, wie fantasievoll die Verrenkungen sind, die die Analysten veranstalten müssen, um etwas zu finden – irgendetwas – mit dem man für das Blutbad jemand anderem als den islamischen Doktrinen des Hasses und der Gewalt gegen Ungläubige verantwortlich machen kann.

Ezra Klein übernahm in der Washington Post die Führung in der Abteilung Fantasie. Mit der Feststellung, dass Shahzad bei der Hypothekenraten für sein Haus in Connecticut in Verzug geriet und der Besitz nun vor der Zwangsvollstreckung steht, entdeckte Klein eine bislang nicht bemerkte Motivation für gewalttätigen Jihad: „Zwangsvollsteckungen generieren ein enormes Maß an Leid, Missstimmung und Depression, das Menschen aller Art in gefährliches Verhalten abkippen lassen kann, das keine Schlagzeilen verursacht, aber Leben ruiniert. Und bei allem, das wir getan haben, um den Finanzsektor zu retten, haben wir nicht annähernd genug getan, den ums Überleben kämpfenden Hausbesitzern zu helfen.“ Helft den ums Überleben kämpfenden Hausbesitzern, sonder versuchen sie am Times Square Autobomben zu zünden!

Contessa Brewer von MSNBC könnte sich zwischenzeitlich nicht dem Herzeleid der Kündigung einer Hypothek gegenüber sehen, aber sie hatte ihren eigenen Grund „ein großes Maß an Kummer und Missstimmung und Depression“ zu empfinden: Was sie runterzog, war, dass Shahzad sich als Muslim erwies. „Es gab einen Teil von mir“, jammerte Brewer, sobald der Täter identifiziert war, „der hoffte, diese würde nicht jemand sein, der irgendwie Verbindungen zu einem islamischen Land hatte.“

Brewer erklärte, sie hoffte, dass Shahzads Handeln dem kein Wiederaufleben geben würde, was sie „überholten Fanatismus“ nannte – womit sie der üblichen Voreingenommenheit der Mainstream-Medien mit einer „Gegenreaktion“ gegen unschuldige Muslime Ausdruck gab. Diese Voreingenommenheit manifestiert sich in einer Flut an Artikeln über die Angst der Muslime vor „Gegenreaktionen“, die jedes Mal kommen, wenn es einen versuchten oder erfolgreichen Jihad-Terroranschlag in Amerika oder Europa gibt; das einzige, was nie passiert, ist die Gegenreaktion, die eher ein Hirngespinst der Fantasie der linken Medien bleibt als eine tatsächliche Bedrohung unschuldiger Muslime.

Trotz allem war New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg genauso vertieft in diese Phantom-Drohung einer Gegenreaktion und warnte die New Yorker mehrfach vor Aktionen gegen Muslime oder Pakistanis. Bloomberg sollte sich schämen. Er hätte Erklärungen über den Schutz Amerikaner Glaubensbekenntnisse geben und die muslimische Gemeinde in Amerika wegen der Tolerierung von Jihadisten zur Rechenschaft ziehen sollen. Es hat nie Gegenreaktionen gegen unschuldige Muslime in den USA gegeben. Das ist eine Erfindung, die wir nur zu hören bekommen, wenn ein Muslime Massenmord an Amerikanern plant. Und dann bekommen wird das endlos zu hören, als wären Muslime die Opfer, nicht die Täter.

Faisal Shahzad und seine Autobombe sind nur ein weiterer Hinweis auf die Hartnäckigkeit und Ausdauer des Jihad gegen die Vereinigten Staaten – und den fortgesetzten und sogar sich verhärtenden Widerstand amerikanischer Offizieller gegen den elementaren Schritt zuzugeben, dass überhaupt ein Jihad geführt wird.

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