Neue Enthüllungen zur Altstadt in einem Editorial der Ha’aretz

CAMERA Snapshots, 16. Mai 2010


Ha’aretz-Lesern wurde Donnerstag ein die Augen öffnendes Editorial gegönnt, in dem es um die angebliche Hetze bezüglich Jerusalems ging. Das nach Angaben der wertgeschätzten Ha’aretz-Redakteure Hauptbeispiel der Hetze der Regierung ist das folgende:

Die größte aller Leistungen hat jedoch Bildungsminister Gideon Sa’ar geschafft, der die Zahl der den Tempelberg und die Davidstadt besuchenden Schulkinder verdoppelte, von 200.000 vor zwei Jahren auf 400.000 seit dem Beginn des jetzigen Schuljahrs. Durch das neue Programm, das vom Bildungsministerium auf Anweisung des Ministers entworfen wurde, werden die Schüler verpflichtet Jerusalem mindestens dreimal während ihrer zwölfjährigen Schulzeit zu besuchen.

Theoretisch ist daran nichts falsch. Doch diese Besuche tendieren dazu sich auf Stätten wie das Jüdische Viertel der Altstadt, die Tunnel an der Westmauer, das Zionstor und die archäologischen Grabungen an der Südmauer des Tempelbergs zu konzentrieren – alles umstrittene Gebiete, die auf der Agenda für Verhandlungen mit den Palästinensern stehen und auch mit neuen jüdischen Siedlungen in Ost-Jerusalem verbunden sind. Darüber hinaus ignorieren die Besichtigungen, die von Führern der extrem rechtsradikalen Organisation Elad geleitet werden, unverhohlen die Existenz der Palästinenser und tragen den eindeutigen Stempel religiös-nationalistischer Indoktrination.

Mitbekommen? Auf dem Planeten Ha’aretz sind der Tempelberg, wo der erste und der zweite jüdische Tempel vor Tausenden von Jahren standen, als auch das Jüdische Viertel in der Altstadt, einschließlich der Westmauer [„Klagemauer“] sowie die Südmauer des Tempelbergs, wo die Juden langsam die Stufen hinauf gingen, um die Tempel zu erreichen und ihre Opfer zu bringen, nicht mit dem Herzen und dem Kern der jüdischen Geschichte und religiösen Identität verbunden, sondern „mit neuen jüdischen Siedlungen in Ostjerusalem“. Gleichermaßen die Augen öffnend ist die Offenbarung, dass das Jüdische Viertel ein „umstrittenes Gebiet… auf der Agenda für Verhandlungen mit den Palästinensern“ ist.

Kein Wunder, dass das Editorial von der American Task Force for Palestine zustimmend wiedergegeben wurde.

Gil Troy stellt heraus:

Unglücklicherweise werden Juden, wenn sie ihre ewigen Bande zu Jerusalem feiern – oder es wagen die Bande der Palästinenser in Zweifel zu ziehen – für Rassisten gehalten. Doch diejenigen, die die jüdischen Verbindungen zu Jerusalem in Zweifel ziehen, bekommen Menschenrechtspreise und EU-Zuschüsse, besonders wenn sie Juden sind. Diese narrative Unausgewogenheit ist eine weitere Form asymmetrischer Kriegsführung.

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3 Gedanken zu “Neue Enthüllungen zur Altstadt in einem Editorial der Ha’aretz

  1. Auf so etwas warten nur die Antisemtiten und Antizionisten, die Ha’aretz weiss nicht wie schwer sie Israel im Ausland schadet? Die EU fährt total antiisraelisch, Deutschland scheint sich anzuschliessen, von Obama reden wir mal gar nicht, mir kommt das Grauen.

    Gute Nacht.

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