Die Schlinge um Israels Hals

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 16. Juni 2010

Israel wird an öffentlichen Galgen gehenkt, die auf dem Gelände der Vereinten Nationen mit jeder Menge Seil erreichtet werden, das vergnügt von der muslimischen Welt geliefert wird. Aber die Henker sind zumeist Westler, die immer noch glauben, der muslimische Lynch-Mob auf ihrer Türschwelle könne mit dem Tod eines einzelnen Opfers befriedet werden.

Henker-SchlingeWenn man dabei ist dich zu hängen, kannst du drei Dinge tun. Du kannst stolz hingehen, einen heldenhafte Satz sagen oder zwei, um dein Märtyrertum im Gedächtnis der Geschichte einzubetten und dann erlauben gehenkt zu werden. Juden haben haufenweise Erfahrung mit dieser Art von Märtyrertum.

Alternativ könnte man sich bis zum Galgen verteidigen und argumentieren, dass ein Fehler gemacht wurde, dass der eigene Fall auf unlautere Weise begutachtet wurde und darum betteln, dass jemand zuhört und etwas unternimmt. Das endet ebenfalls mit dem Hängen. Aber es ist das Hängen eines Sklaven, ohne dass damit auch nur ein Fitzelchen Würde verbunden wäre. Ein Mann, der seine Mörder anbettelnd stirbt und sein Schicksal in die Ehre von Lügnern und Heuchlern legt, deren Verbrechen die schlimmsten seiner eigenen tugendhaft erscheinen lassen, ist ein feiger Trottel.

Denn es gibt wirklich nur eines, das man tun kann, wenn einem der Strick um den Hals gelegt wird. Widerstand leisten. Eine Schlinge funktioniert mit dem Zuziehen um den Hals und dem Abschneiden der Luft oder dem Brechen des Genicks. Wenn man gegen das Zuziehen der Schlinge Widerstand leistet, könnte man auch überleben. Wenn man andererseits allem Prozedere folgt, wenn man erlaubt sich die Hände hinter dem Rücken fesseln und die Schlinge um den Hals festziehen zu lassen, während man darauf vertraut, dass das System einem noch Recht verschafft – dann ist der Tod unvermeidlich.

Siebzehn Jahre lang ist Israel zum Galgen gegangen. Seine Führer haben es am Nasenring der internationalen Zusicherungen dorthin geführt. Sein Volk ist dorthin geführt worden, indem man es ablehnte zu sehen, was auf es wartete, selbst als das Blut von der Straße entfernt wurde. Jeder Versuch eine friedliche Lösung zu erzielen, jedes Zugeständnis und jedes Zeigen guten Willens aht nur die Stricke um seine Hände und die Schlinge um seinen Hals fester gezogen.

Der Grund dafür ist, dass jedes Zugeständnis, das Israel machte, nicht nur seine Fähigkeit sich zu verteidigen weiter einschränkte, sondern auch seine Fähigkeit grundlegende Dinge zu tun, so den Wohnungsbau in der Hauptstadt des eigenen Staates. Jede Geste und jede Vereinbarung, die Israel unterschrieben hat, hat es immer weiter an noch restriktivere Bedingungen gebunden. Und keine davon hat irgendwelchen Frieden gebracht. Alles, was sie gemacht haben, war, die Latte für die nächste Runde der vom Feind und seinen Helfern und Helfershelfern in der nächsten Verhandlungsphase höher zu hängen.

Das ist kein Friedensprozess und es war nie einer. Das ist öffentliches Lynchen. Es ist die Lynchung eines Landes, dessen einziges tatsächliche Verbrechen darin besteht, dass seine Existenz den religiösen Fanatismus und die Vorurteile einer Million Muslime vor den Kopf stößt, die einen Großteil der Ölreserven der Welt kontrollieren und deren Anhänger bereit sind auf den Straßen fast jeder großen Stadt der Welt wegen der geringsten Beleidigung zu randalieren und zu töten.

Das Lynchen begann als Gerichtsverhandlung, bei dem der Mörder einen schicken Anzug trug und sein Opfer in einem orangen Overall auf der Anklagebank saß. Während der Verhandlung wurde dem Mörder erlaubt jeden Tag den Gerichtssaal zu verlassen, um weiter zu töten. Und jeden Nachmittag sollte er mit blutigen Händen in den Gerichtssaal zurückkehren, die der Richter und die Juroren nicht zu sehen vorgaben. Und wenn das Opfer es wagte, die Aufmerksamkeit auf die blutigen Hände zu lenken, wurde es zum Schweigen gebracht und ihm gesagt, dass diese Morde sein Fehler waren. Hatte es den Mörder denn nicht dazu provoziert sie zu begehen?

Jetzt geht das Verfahren seinem Ende zu. Die Farce, dass die Sitzungen irgendetwas mit Frieden  zu tun hatten, wird aufgedröselt. Und wir können der Hamas und Obama dafür danken. Das Endspiel ist nur allzu klar. Es soll der „Fehler“ rückgängig gemacht werden, der es der ältesten und am stärksten verfolgten Minderheit des Nahen Ostens erlaubte, für eine kurze Zeit ihre Heimat aus der Tyrannei der muslimischen Kalifen und Sultane zurückzugewinnen. Damit sie als Heimat für ihre Verfolgten Geschwister aus dem Osten und dem Westen dient. Aus dem Süden und dem Norden. Diesen Fehler.

Lynchmob-SchlingeIn einem Jahr, in dem das iranische Regime Protestierende vergewaltigt und ermordet hat, nachdem es die Wahlen „stahl“; in dem China und Nordkorea damit fortfahren politische Dissidenten zu foltern und zu ermorden; in dem Saudi-Arabien und Dubai von südostasiatischen Sklavenarbeitern leben; in dem Venezuelas Chavez weiter unabhängige Medienorgane schließt und Gegner ins Gefängnis steckt; in dem die Türkei weiterhin tausende kurdische politische Gefangene fest- und (Nord-)Zypern besetzt hält; in dem Russland weiter die Demokratie abbaut und Journalisten ermordet; in dem der Sudan weiter Völkermord begeht und der Rest der Welt trauernd den Kopf senkt, aber weiterhin Business as usual betreibt – in diesem Jahr ist Israel der Hauptübeltäter wegen solch heimtückischer Taten wie der berichteten Ermordung eines Terrorführers der Hamas n Dubai und des Abfangens einer Flotte, die der Hamas Hilfe und Trost bringt. Jedes Land, einschließlich der Nationen auf dieser Liste, stürmt mit seinen Verurteilungen vor und fordert, dass Israel zur Verantwortung gezogen wird. Für was? Dafür, dass es ablehnt sich lynchen zu lassen.

Jedes Mal, wenn Israel versucht entgegenkommend zu sein, macht es in Wirklichkeit einen weiteren Schritt hin zum Galgen. Es erlaubt, dass ihm die Schlinge um den Hals weiter zugezogen wird. Und jedes Mal, wenn das geschieht, muss es schwerer um Luft kämpfen. Wenn das so weiter geht, wird es irgendwann überhaupt keine Luft mehr zum Atmen geben. Nur eine einsame und verlassene Figur, die im heißen Ostwind aus der Wüste baumelt. Und Schreie des „ibtach al yahud“ im Schutt der Städte und Gärten von Jerusalem, Haifa, Tel Aviv und Ariel.

Israel kann nicht überleben, indem es einem Lynchmob entgegen kommt. Das geht nur, wenn es den Mut hat sich gegen ihn zu wehren. Wenn die internationale Gemeinschaft auf Veranlassung des muslimischen Lynchmobs die Parameter für Israels Überleben diktiert, muss es diese Parameter ausdehnen, indem es sie durchbricht und auf die anderes Seite kommt. Wenn sie Terroristen anerkennen wollen, dann werden wir diese Terroristen töten. Wenn sie die Blockade des Gazastreifens durchbrechen wollen, dann werden wir den Gazastreifen zurückerobern. Wenn sie einseitig einen Palästinenserstaat schaffen wollen, dann werden wir diese Gebiete annektieren. Entgegenkommen ist eine Henkersschlinge. Offener Ungehorsam ist die Luft der Freiheit. Jedes Mal, wenn Israel sich zurückzieht, wird es dafür verdammt. Wenn es vorrückt, wird es auch verdammt, aber seine Handlungsfreiheit wird erweitert.

Die Welt wird Israel immer verurteilen, egal, welche Absichten es hat. Aber wie jede Form der Beschimpfung gewinnen diese Verurteilungen nur Macht, wenn Israel erlaubt, sich sein Handeln von ihnen diktieren zu lassen. Israel wird nicht wegen dem verurteilt, was es tut. Es wird wegen eines kranken Musters islamischer Bigotterie, linken Radikalismus und internationalen Dhimmitums verurteilt, die an einem Ort zusammenlaufen. Das ist ein Muster des Hasses, das nicht annulliert werden kann. Man kann es nur ignorieren.

Wenn du auf die Drohungen und Sticheleien derer hörst, die dich hassen, dann gibst du ihnen Macht über dich selbst. Wenn du versuchst dein Verhalten anzupassen, um ihre Gunst zu gewinnen, dann wird ihr Erguss an Hass auf dich nur größer werden. Denn es ist nicht dein Verhalten, das sie hassen – du bist es. Indem du Schwäche zeigst, lädst du sie zum Angriff ein. Wenn du deinen Feinden Macht über dich gibst, dann ist alles, was du erreichst, dass sie angesichts deiner Verletzbarkeit in einen ekstatischen Taumel geraten. Wenn du diesen Weg weiter gehst, dann wird du entweder zum Sklaven oder zur Leiche. Zum Sklaven, wenn wir für sie lebend irgendwie von Nutzen sind. Zur Leiche, wenn nicht. Auf jeden Fall musst du deinen Kopf in die Schlinge stecken, die sie für dich gemacht haben.

Israel kann so nicht weiter machen. Kein Land kann das lange. Und doch macht es das, marschiert weiter auf den Galgen zu, protestierend, dass ein schwerer Fehler vorliegt. Aber da gibt es keinen Fehler. Überhaupt nicht. Die Henker nicken mitfühlend und versprechen, sich die Sache anzusehen, während sie ihm die Hände hinter dem Rücken fesseln. Es ist eine Farce und jeder außer den Dümmsten im Lynchmob und dem Verurteilten weiß das.

Aber wie der Verurteilte, der in dem Anekdötchen für die Hinrichtung vorbereitet wird die Augenbinde ablehnt, werden wir immer weiter ermahnt keinen Ärger zu machen. Geh still. Atme tief. Bald ist alles vorbei. Was wird die Welt sagen, wenn wir Widerstand leisten? Genau das, was die Welt jetzt auch sagt. Dass wir der Schläger im Viertel sind. Die Unruhestifter, die die Ursache allen Ärgers unter den ansonsten friedlichen Nationen des Nahen Ostens sind. Der Wurm in einem wunderbar gesunden Apfel muslimischer Tyranneien.

Jede ausgesprochene Drohung ist gekommen, wenn Israel Zugeständnisse gemacht hat; nicht weil es solche ablehnte. Jedes Mal, wenn Israel moralisch überlegenen Weg gewählt hat, haben seine Feinde es von einem tiefer gelegenen aus überfallen. Es ist überfällig, dass wir aufwachen und anfangen einige Lektionen zu lernen. Die Schlinge ist festgezogen. Und die Nation ringt nach Luft. Dieser Lufthauch war Jerusalem. Der nächste wird Galiläa sein. Und was dann? Wie viele weitere Luftzüge haben wir übrig, bis wir ersticken und sterben?

Vor Oslo wurde Israel mit Terror bedroht, sollte es sich nicht fügen. Es fügte sich und der Terror verstärkte sich um ein Vielfaches. Und wenn es nicht weiter verhandelte, wurde ihm mit internationaler Isolation gedroht. Es verhandelte. Es gab. Und es wurde trotzdem isoliert. Ihm wurde mit Boykott gedroht und es gab und die Boykotte kamen trotzdem. Jetzt drohen sie mit einseitiger Anerkennung eines Palästinenserstaates. Gefolgt von einer Einstaaten-Lösung. Gefolgt von internationaler Intervention. Schlinge, Galgen und alles, was dazu gehört. Und glaubt wirklich jemand, dass das alles nicht trotzdem kommen wird, wenn Israel Abbas und seinen terroristischen Kumpanen den eigenen Staat mit der Hauptstadt Jerusalem gibt?

Bisher hat kein einziger Kompromiss funktioniert. Was bedeutet, dass Kompromiss nicht funktionieren wird. Ein Prozess, in dem einem Seite wiederholt Kompromisse eingeht und die andere Seite wiederholt droht und nimmt, ist kein Prozess, sondern Stillstand. Wenn dich einer mit einer Waffe bedroht, dann kannst du glauben, dass du dich mit Geld loskaufen kannst. Dann kommt er wieder und wieder. Und dann ist es nicht länger eine Bedrohung, sondern ein Prozess. Israel befindet sich in diesem Prozess oder besser gesagt, es wird durch diesen Prozess gezogen. Am Ende dieses Prozesses steht der Tod. Wenn du nur auf die Waffe achtest und nicht auf die Bedrohungsmuster, dann könntest du immer weiter nachgeben, bis du alles aufgegeben hast, dein Haus, deine Frau und deine Kinder; und du hast nichts mehr übrig außer deinem Leben. Und dann wirst du auch das verlieren. Das ist die Natur dieses Prozesses. Um zu überleben, darfst du nicht nur allein auf die Waffe sehen, sondern musst den Prozess betrachten, von dem sie ein Teil ist.

Bückling beim AntisemitenDer letzte Monat hätte die endgültige Lehrer sein sollen. Ein düsterer Beleg für die Tatsache, dass selbst durch den Abzug aus dem Gazastreifen, der Hamas erlaubte ihn zu kontrollieren und nichts dagegen unternahm, dass die Hamas Zugang von außen hatte, die Welt aufheult, als hätte Israel das Land von einem Ende zum anderen mit Gräbern überzogen, wie es der Sudan oder der Iran oder einige der anderen Mitglieder und ehemaligen Mitglieder des UNO-Menschenrechtsrats es getan haben. Das ist keine Gerechtigkeit. Das ist ein Lynchmob. Und welche Antwort gibt Netanyahu? Wie fast jede israelische Regierung vor ihm weicht er in Sachen Blockade zurück. Weil der Lynchmob durch dieses Leckerchen beschwichtigt wird. Wird es bestimmt, nicht wahr? Etwa nicht?

Wir reden nicht länger von Verhandlungen. Oder irgendeiner ernsthaften Diskussion über einen Staat. Wir reden darüber, dass die Welt mit einer Stimme aufsteht und die Rechte einer völkermörderischen Organisation verteidigt, die von Mahmud Ahmadinedschad finanziert wird, zu dessen Charta diese Worte gehören: „Der Tag des Gerichts wird nicht kommen, bis die Muslime die Juden bekämpfen (die Juden töten), wenn ein Jude sich hinter Steinen und Bäumen versteckt. Die Steine und Bäume werden sagen: O Muslime, o Abdallah, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.“ Die Vortäuschung längst vorbei. Hier geht es nicht um irgendetwas, das einem Frieden auch nur nahe kommt. Es geht um den Tod. Das ist ein Lynchmob. Einige kommen bereitwillig. Andere glauben, sie hätten keine andere Chance. Dass ein einziger Mord ihnen die Toleranz des Dar al-Islam verschaffen wird.

So sieht eine Schlinge aus. Dies ist der Galgen. Sowie seine Hände gefesselt werden, verliert Israel die Möglichkeit sich zu verteidigen. Sowie sich die Schlinge zuzieht, stirbt Israel. Nur, wenn es der Schlinge Widerstand leistet, kann es überleben. Nur, wenn es darum kämpft seine Hände frei zu behalten, kann es Widerstand leisten. Der Weg der Kapitulation ist der Weg in den Tod. Und wenn Israel tot ist, wird sein eigener Henker als nächstes folgen. Denn der Lynchmob hat erst angefangen. Der Tod macht ihm nur Lust auf mehr. Er wird vom Blut nur hungriger, nicht gesättigt. Und er wird die Welt in Blut tauchen, wenn er nicht aufgehalten wird. Aber jetzt zieht sich die Schlinge zu. Es ist nur noch ein klein wenig Luft übrig. Was werden wir mit dieser Luft tun? Nach Gerechtigkeit rufen oder mit aller Kraft darum kämpfen, die Schlinge wegzureißen. Noch haben wir die Wahl. Wenn die Schlinge ihre Arbeit gemacht hat, wird das nicht mehr so sein.

4 Gedanken zu “Die Schlinge um Israels Hals

  1. Danke für die Übersetzung. Der Druck durch die internationale Staatengemeinschaft war seit der Staatsgründung Israels einseitig gegen Israel gerichtet. Dazu noch die irrige Hoffnung Israels, dass es möglich sei, sich mit unversöhnlichen Feinden zu versöhnen. Wenn ich als Christ nicht glauben würde, dass der Gott Israels Sein Volk nicht im Stich lassen wird, hätte ich keine Hoffnung mehr.

  2. Augenöffnender Artikel !
    Ich sitze hier im scheinbar sicheren Deutschland und muß zusehen, dass niedergemacht wird, was ich am Meisten liebe. Ich halte aber größten Teils die Gusche, trage nicht einmal meine Kippa in der Öffentlichkeit. Mit der Rundfunkgebühr bezahle ich sogar die nazistisch- israelfeindliche Hetze. Ich verhalte mich ruhing, um nicht selbst Opfer zu werden, obwohl mir klar sein mußte, dass mit dem Fall Israels, auch mein Ende bevorsteht.
    Den Strick, spüre ich schon !

    • Nur Mut, denn es wird nicht so bleiben, wie es jetzt ist, denn: „Wie schwebende Vögel, so wird der HERR der Heerscharen Jerusalem beschirmen: beschirmen und retten, schonen und befreien.“ Jesaja 31,5

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