Checkpoints

Ein ganz normaler Tag in Israel. Du geht aus dem Haus und willst einkaufen. Wenn es nicht so viel ist oder nur Lebensmittel, dann geht man in den nächsten Supermarkt. Will man da hinein, muss man erst einmal seine Taschen vorzeigen, ggf. die Hosentaschen leeren und durch einen Scanner gehen. Ist ein solcher nicht vorhanden, dann hat der Wachmann (oder die Wachfrau) vor dem Laden einen Handscanner. Damit sichergestellt wird, dass niemand im Laden eine Bombe hochgehen lässt.

Geht man nicht in den Supermarkt, sondern auf den Markt, ist es – zumindest bei solchen, die auch touristisch bekannt und frequentiert sind – auch so, dass es Wachleute gibt, denen man vorsichtshalber seine Tasche zeigen sollte. Es ist nicht immer nötig, aber sie sind da und wer ihnen irgendwie auffällt, wird mal eben angesprochen und kontrolliert.

Will man gar in einer Mall – einem Einkaufszentrum – einkaufen, dann kommt man am Scanner nicht vorbei. Die Hosentaschen müssen sowieso geleert werden, damit man keinen Alarm auslöst. Fährt man mit dem Auto in die Tiefgarage, dürfen die Türen und der Kofferraum geöffnet werden, damit die Wachleute sich versichern können, dasskein Sprengsatz mitgeführt wird.

Bus fahren ist auch nicht ganz einfach. Einen Busbahnhof kann man nur nach einer Kontrolle betreten; inzwischen stehen auch hier überall Personenscanner sowie Gepäck-Scanner.

Gleiches gilt für die Eisenbahn. Vom Flughafen brauchen wir gar nicht erst zu sprechen – da gibt es ausführlichste Berichte.

Nehmen wir also mal meinen heutigen Tag (Art der Kontrollen s. oben): ich stieg aus dem Linienbus vom Hostel zum Busbahnhof und wollte mir noch eine Flasche Saft kaufen. Kontrolle. Danach ging ich rüber zum Bahnhof. Nächste Kontrolle. Als ich am Zielort aus dem Bahnhof kam, holte ein Freund mich ab. Wir fuhren zum Supermarkt, etwas Obst holen. 3. Kontrolle. Danach ging es in ein Einkaufszentrum, Mittag essen. 4. Kontrolle (Tiefgarage).

Und da war es gerade mal Mittag. Abends ging es in Sachen Heimflug weiter:
– Die erste Kontrolle erfolgte noch auf der Zufahrt zum Flughafen; da musste man langsam fahren und anhalten (unterstützt von kräftigen Bodenwellen), damit ein Kontrolleur zumindest ins Wageninnere sehen kann, bevor er das Fahrzeug durchwinkt.
– Fällt man aus irgendwelchen Gründen auf, dann erfolgt eine erste Befragung unter Aushändigung des Reisepasses noch vor Betreten des Terminals.
– Dort geht es mit Anstehen zur Gepäckkontrolle weiter; zu dieser kommt man erst nach einer weiteren, intensiven Befragung.
– Das Gepäck wird durch einen Scanner geschickt; hinterher darf man sich in der Regel wieder anstellen, um noch einmal von Hand alles durchsehen und mit einem Detektor abtasten zu lassen. Wer irgendetwas Elektronisches oder Kabel im Gepäck hat, ist auf jeden Fall dran.

Nach dem Einchecken geht es weiter:
– Zuerst wird noch einmal der Pass samt Bordkarte angesehen. Dieser Kontrolleur (oder die Kontrolleurin) schickt einen dann in eine der Schlangen für die Sicherheitskontrolle.
– Der zugehörige Check beinhaltet die üblichen Durchleuchtungen und Durchsuchungen samt Abtastung mit einem Detektor. Gegebenenfalls wird das Handgepäck ausgepackt und Einzelteile nochmals durch den Scanner geschickt. Oder auch die Schuhe…
– Ist alles wieder eingepackt, folgt nacht dem nächsten Durchgang die eigentlich Passkontrolle mit Stempel.
Danach ist man tatsächlich durch und kann seinen Flug antreten – wenn der nicht Verspätung hat. Und das alles nur, weil bei den Arabern der Hass geschürt wird und Judenmord ins ganz normale fromme Leben gehören soll.

Tagtäglich werden Israelis (und Besucher Israels) kontrolliert. Unter Generalverdacht gestellt. Weil es da so einen Haufen nicht israelischer/ touristischer Antisemiten gibt, die einfach nicht in Frieden mit Juden leben wollen. Die der Grund dafür sind, dass es im Herrschaftsbereich der PA Straßensperren gibt, diese viel und ständig verurteilten Checkpoints. Die, über die alle Welt so gerne flucht und sie auf jeden Fall abgeschafft sehen will. Warum? Damit die Alltagscheckpoints in Israel, über die niemand redet und die viel zahlreicher sind, noch nötiger werden? Das Leben der Israelis noch mehr von Sicherheitskontrollen bestimmt wird? Sollen nur Israelis und Besucher Israels das über sich ergehen lassen müssen, die Volksgenossen der Täter aber nicht? Israelis und ihre Touristen sind unter Generalverdacht zu stellen, aber für Mitglieder des „Volks“ der Täter darf es nicht sein?

Es wird Zeit, dass über alle Checkpoints geredet wird. Und dass klar wird, wer für deren Existenz verantwortlich ist: die Terroristen, nicht Israel. Und dass endlich gefordert wird, dass die wirklich Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden: die Terroristen, nicht Israel!

(vgl. auch: Kollektive Bestrafungen)

7 Gedanken zu “Checkpoints

  1. nicht zu vergessen die kosten die den menschen aufgebürdet werden.
    natürlich nicht zu vergessen ist in welcher lage die kontrolöre sind,
    die ja sozusagen nach den eigenen tod suchen.(einige wren ja bereits „erfolgreich“ bei ihrer suche) geiler job wirst bezahlt um dich zu opfern, mit mittagspause und feierabend, urlaub usw wartst du auf
    „abdul-selbstbomber“ um mit ihm zusammen zu……… 😦
    sind ja blos juden

  2. Sehr gute Feststelung, was allzu gerne von den MSM vergessen wird.
    @X leider wahre Worte, welche mich ungemein traurig stimmen. Ich habe immer diese Menschen, sprich Wachpersonal, für ihren Mut (?) bewundert, denn besonders gut sind sie ja auch nicht bezahlt.

  3. Heute habe ich die MSM durchgesehen kein muks über die grad Rakete die begleitet von zwei Mörser Granaten vom „Gefängnis“ Gaza nach Israel abgefeuert wurden. Der auch als Knall Frosch von Palestinisten und sonstigen Terror Apologeten verniedlichte Raketen Typ Grad (natürlich Russisch / Hagel) hat eine Reichweite von zirka 20 km und einen
    Spräng Kopf von 20 kg also die Spräng Köpfe israelischer Helikopter für gezielte Angriffe haben maximal eine Ladung von 3-4 kg ist doch schon ein mächtiger Knall Frosch so eine GRAD und die knallte heute in eine Wohn Gegend in der Hafenstadt ASCHKELON rein , trotzdem kein muks nix in den MSM ❗
    😦

  4. #heplev danke äh auf welchem Programm kommt REUTERS oder FOCUS? 🙄
    ich habs nicht gewusst aber trotzdem warte mal aufs Echo heute
    die IDF hat nen Hamas Führer platt gemacht …..
    😉

    • Hey, wenn du MSM behauptest, dann kannst du weder auf Agenturen noch Printmedien verzichten (zumal beides online war)
      🙂

  5. @ heplev :hab wieder was gelernt 🙂
    Meinte Medien die min 5% der Nachrichten Interessierten erreicht.

    Na ja bei Sderot krachte heute eine Kasam in eine Schule oder so was
    und ich will nach Israel diesen Sommer 😕
    Tja meine Leute leben damit jeden Tag.
    😉

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