Warum es keinen Frieden geben wird

Op-ed: Ein palästinensischer Staat an der Seite Israels würde dem Wesen des Palästinensianismus widersprechen

Moshe Dann, YNet, 15. Juli 2010

Die Bemühungen, einen palästinensischen Staat durchzusetzen (der „Zweistaaten“-Vorschlag“ sind aus einem einfachen Grund zum Scheitern verurteilt: Die palästinensischen Araber wollen keinen solchen Staat; sie bilden keine Nation oder ein Volk. Ihr Nationalismus gründet auf keiner einzigartigen linguistischen, historischen, kulturellen oder religiösen Identität; ihr oberstes ziel ist die Auslöschung des Staates Israel und seiner jüdischen Einwohner.

Jede Form „palästinensischer“ Eigenstaatlichkeit, die Israels Existenzrecht anerkennt, ist daher laut ihrer Definition unmöglich. Das ist aus der Charta der PLO wie der der Hamas klar ersichtlich. Palästinianismus ist keine nationale Identität, sondern ein politisches Konstrukt, das als Teil einer terroristischen Agenda entwickelt wurde, als man 1964 die PLO gründete. Es war eine Art der Unterscheidung zwischen Arabern und Juden und zwischen Arabern, die vor 1948 in Israel lebten und anderen Arabern.

„Palästinensische Araber“ oder „arabische Palästinenser“ ist keine fremde oder koloniale Beschreibung; so beschrieben sie sich selbst in ihren offiziellen Dokumenten. Ihre Identität war auf einem Mythos gegründet; ihr einziger Daseinszweck war „die Befreiung Palästinas’“ einschließlich dessen, was heute Jordanien ist.

Araber, die in Palästina lebten, betrachteten sich nicht als trennbar von der großen arabischen Nation; das spiegelt sich in den Dokumenten der PLO. Sie demonstrierten für den Pronazi-Mufti Haddsch Amin al-Husseini – nicht, weil sie damit ihrer nationalen Identität Ausdruck verliehen, sondern wegen ihres Judenhasses. Sie definieren ihren Kampf auch nicht als einen, mit dem die Eigenstaatlichkeit erreicht an der Seite Israels erreicht werden soll. Ihr Ziel ist die Ersetzung Israels.

Vorschläge für „zwei Staaten“ mit palästinensischer Eigenstaatlichkeit als territorialem Ziel widersprechen daher dem Palästinensianismus. Solche Pläne bedeuten für ihn das Ende und ein Ende des Kampfes der Ausmerzung Israels.

Eigenstaatlichkeit bedeutet das Ende des bewaffneten Kampfs

Das erklärt, warum kein arabisch-„palästinensischer“ Führer westlichen oder zionistischen Interessen nachgeben wird und warum Kompromisse einzugehen Anathema ist. Eigenstaatlichkeit bedeutet die Leugnung der Nakba (Katastrophe), der Gründung des Staates Israel 1948 und zuzugeben, dass alles, für das sie gekämpft und Opfer gebracht haben, vergebens war.

Eigenstaatlichkeit bedeutet, dass man fünf Millionen Araber im Stich lässt, die in 58 von der UNRWA betriebenen „Flüchtlingslagern“ in Judäa, Samaria, dem Gazastreifen, dem Libanon, Syrien und Jordanien leben, ebenso Hunderttausende verstreut in der Welt. Sie werden nicht länger als „Flüchtlinge“ betrachtet werden. Das bedeutet den Verlust von mehr als einer halben Milliarde Dollar jährlich, die die UNRWA zur Verfügung hat.

Eigenstaatlichkeit bedeutet, dass man den „bewaffneten Kampf“ aufgibt, das entscheidende Merkmal ihrer Identität; sie bedeutet, dass das von der PLO geschaffene Konzept des Palästinensianismus, wie es von der UNO und den Medien und sogar israelischen Politikern anerkannt wurde, eine Täuschung war, eine gefälschte Identität mit einem falschen Ziel. Sie bedeutet, dass ihr Leiden umsonst war.

Eigenstaatlichkeit bedeutet, dass man Verantwortung übernimmt und die Hetze und Gewalt beendet. Sie bedeutet, dass man sich dem Mythos der „palästinensischen Archäologie“ und der „palästinensischen Gesellschaft und Kultur“ stellt und authentischen Nationalismus, Institutionen und Strukturen aufbaut, die transparent sind.

Sie bedeutet außerdem natürlich, dass der Konflikt beendet wird, dem Terrorismus als offizieller Politik ein Ende gesetzt wird und der Bürgerkrieg zwischen den Islamisten und Säkularen, zwischen den Stämmen und den Clans endet, die Korruption und Gesetzlosigkeit beendet wird und man eine wahrhaft demokratische Regierung bildet.

Kein künstliches Konstrukt, das von außen verfügt wird, kann die Gründung eines echten Prozesses des „Nation building“ von innen ersetzen. Ironischerweise ist der „Palästinensianismus“ des größte Hindernis für einen palästinensischen Staat neben Israel und für die regionale Stabilität.

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