Kanzler der Universität Oxford lügt in Sachen Gaza

Elder of Ziyon, 8. August 2010

In einem Artikel in der European Voice mit dem Titel „The Gaza Prison“ (Das Gefängnis Gaza) plappert der derzeitige Kanzler von Oxford (außerdem der letzte britische Gouverneur Hongkongs und ehemaliger EU-Kommissar für äußere Angelegenheiten) Chris Patton Lügen zu Israel und dem Gazastreifen ach. Hier nur ein Absatz:

Als ich vor der Zweiten Intifada im Gazastreifen war, gab es viele Beispiele unternehmerischer Aktivitäten – Fabriken und Bauernhöfe. Die meisten davon sind ausgemerzt worden. Als 2009 der Überfall auf Gaza endete, machten israelische Bulldozer Fabriken platt. Dass eine Grenzzone verhängt wurde, hat 29% des Agrarlandes des Streifens verschlungen.

Dieser einzelne Absatz illustriert alles Falsche, wie es von angeblich gut meinenden, gebildeten Leuten in Sachen Gazastreifen dargestellt wird. Er enthält nicht nur palästinensisch-arabische Lügen, die Patten im Ganzen schluckt, sondern auch eine Lüge, die er selbst puschen will.

Patten schreibt beredt über die Wirtschaft des Gazastreifens vor der zweiten Intifada (die er hilfreicherweise groß schreibt, womit er vielleicht ein wenig Beifall für diesen terroristischen Amoklauf andeutet). Dann erklärt er, wie schlimm es jetzt ist – wobei er andeutet, dass sei wegen des israelischen Handelns von 2009 so.

Das ist eine Lüge.

Die Wirtschaft des Gazastreifens stürzte als direktes Ergebnis der Intifada ab, nicht wegen Israels Handeln. Es gibt zwei Hauptgründe dafür, dass 34% der Gazaner heute ohne Arbeit sind. Der eine besteht darin, dass israelische Firmen seit 2001 im Zuge der aus dem Gazastreifen kommenden Terrorwelle – einschließlich vieler Anschläge auf die Fabriken selbst – diesen verließen. Das Industriegebiet Erez hinke ein paar Jahre vor sich hin, musste aber letztlich geschlossen werden.

Der andere besteht darin, dass die Hamas den Gazastreifen 2007 gewaltsam unter ihre Kontrolle brachte.

Eine Arbeitslosen-Statistik für Gaza für die Jahre 1999 bis 2006 zeigt klar die Folgen des ersten Grundes:

1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Arbeitslosigkeit im Gazastreifen 17 19,5 34,1 38,1 29,2 35,4 30,3 34,8

Die detaillierten Aufstellungen zu Arbeitslosigkeit seitdem habe ich nicht zur Verfügung, aber zwischen 2006 – also etwa der Zeit der Übernahme des Gazastreifens – und heute ist die Rate auf über 40% gestiegen und ging dann wieder auf 34% zurück, also demselben Level, auf dem sie beim Beginn der Intifada lag.

Mit anderen Worten: Die Schuld für die wirtschaftlichen Probleme sollte der Terrororganisation gegeben werden, die aus dem Gazastreifen heraus operiert und ihn jetzt führt. Und die Implikation, Israel habe gezielt Gazas Industrien „ausgemerzt“, ist nicht nur eine Lüge, sondern Verleumdung.

Woher hat Patten die Information, das Israel am Ende der Operation Gegossenes Blei brutal und mutwillig „Fabriken platt machte“? Während Goldstone behauptete, es habe keinen militärischen Sinn dafür gegeben, dass Israel die Al-Badr-Mehlmühle und die Sawfeary-Hühnerfarmen beschädigte , widerspricht die IDF beiden Schilderungen – und selbst Goldstone behauptete nicht, dass Israel nach dem weitgehenden Ende der Kämpfe Fabriken platt machte. Die Meinung, dass Israel im Gazastreifen böswillig Fabriken einebnete ist eine Lüge. Das ist das Produkt einer Fieberfantasie, nicht das, was man vom Leiter einer Institution höherer Bildung erwarten würde, der den Unterschied zwischen Fakten und Propaganda kennen sollte, mit der er während seines Besuchs im Gazastreifen gefüttert wurde.

Schließlich ist die angebliche „Tatsache“, dass Israels Pufferzone im Gazastreifen – über deren Zweck Patten sonderbarerweise schweigt – 29% des „Agrarlandes“ des Gazastreifens einnimmt, kann ebenso leicht als Lüge entlarvt werden.

Was könnte einen respektierten britischen Akademiker und ehemaligen Diplomaten Lüge über Israel glauben – und verbreiten – lassen? Wie viel davon ist eigene Bereitschaft diese ihm vorgelegten Lügen zu glauben; und wie groß ist sein Verlangen, seine eigenen Versionen dieser leicht zu widerlegenden Lügen zu verbreiten? Vielleicht am wichtigsten: Warum schweigt Patten über jeden möglichen Grund dafür, dass Israel den von der Hamas regierten Gazastreifen als weniger als freundschaftliches Territorium zu behandeln?

Dass er diese Fragen zusammenbringt zeigt an, dass Patten nicht ahnungslos ist, sondern arglistig. Es macht mehr als krank, dass ein Mensch in seiner prestigeträchtigen Position keine Skrupel hat ein derart schäbiges und transparentes Stück antiisraelischer Propaganda zu schreiben.

UPDATE: R-MEW hat noch Hintergrund zu Patten:

Die International Crisis Group wird vom ehemaligen EU-Kommissar für Außenbeziehungen und derzeitigen Kanzler der Universität Oxford, Christ Patten, zusammen mit der ehemaligen UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Louis Arbour, geleitet. Patten, daran erinnern Sie sich vielleicht, lehnte 2003 eine Untersuchung der Abzweigung von europäischen Steuergeldern zur Finanzierung palästinensischer Selbstmord-Bomber ab, weil er „eine Untersuchung so sehr braucht wie ein Loch im Kopf“. In den letzten Jahren ist Pattes Oxford Empfänger von mehr als 300 Millionen Dollar an Spenden der Saudis gewesen. Arbour ist dafür berühmt, die wild antisemitische und oxymoronische arabische Menschenrechtscharta gut geheißen zu haben, als sie bei der UNO arbeitete.

5 Gedanken zu “Kanzler der Universität Oxford lügt in Sachen Gaza

  1. shalom ,in einem bericht hatte ich geschrieben ,dass die briten seit
    sie 1947 bis anfang 1948 von den israelischen freiheitskämpfern, eine
    armee gab es damals noch nicht, aus palästina vertrieben wurden,auch
    auf druck der uno, an diesen schmach immer noch denken und gute
    freunde der paöstinenser sind. ich meine die terroristische bande
    der hamas und genossen. also wird fleissig gelogen und israel alles
    in die schuge geschoben << unter dem motto< die juden haben immer
    schuld. shalom karl<<

  2. …. lügen immer nur die anderen?

    Ich glaube auf beiden Seiten lügen Politiker und deren Handlange die Taschen voll.

    Israel zeigt auf Paraden tanzender Fanatiker und sagt uns das sind die Palästinenser, kurz darauf tanzen israelische Siedler bei jedem Bombeneinschlag und beglückwünchen die Piloten für jeden den sie getötet haben.

    Fanatiker wie der iran. Präsident oder die Führer das Hamas zerren die Leichen getöteter Kinder nach einer Explosion in einer Fabrik vor die kamera und behaupten die israel. Armee war das. Israelische Siedler beschiessen Kinder und sagen sie hätten sich verteidigt.

    Auf beiden Seiten wird gelogen.

    • Ach, ein Äquidistanter, der alles gleich findet. Kein Unterschied zwischen Terroropfern und Terroristen.
      Wie wäre es mit Beweisen für Behauputungen wie „kurz darauf tanzen israelische Siedler bei jedem Bombeneinschlag und beglückwünchen die Piloten für jeden den sie getötet haben“?
      Herr Uwe übernimmt die Lügenpropaganda der Araber, wenn er solche Äußerungen wie „Israelische Siedler beschiessen Kinder und sagen sie hätten sich verteidigt“ für bare Münze hält. An Wahrheiten ist er offensichtlich nicht interessiert.

    • Abgesehen vom übrigen: Wenn es um Lüge der Araber und ihrer Helfershelfer geht, dann sollte man sich damit beschäftigen und nicht scheinheilig relativieren, indem pauschal unterstellt wird, die Opferseite würde auch immer lügen.

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