Das langfristige Problem der UNRWA

Elder of Ziyon, 17. August 2010

Die UNRWA hat erneut gewarnt, dass die ein großes finanzielles Defizit hat und gezwungen sein wird Schulen oder andere Programme zu schließen, sollte nicht schnell Bargeld hereinkommen. Filippo Grandie, der Generalbeauftragte der UNRWA, sagt, ein Defizit von $84 Millionen müssen diesen Monat noch gedeckt werden, ansonsten würden die Dienste beeinträchtigt.

Dafür, dass die tatsächliche und imaginäre „Flüchtlings“-Bevölkerung, für die die UNRWA Verantwortung übernimmt, rasant wächst, hat die UNRWA erstaunlich wenig Planungsarbeit zur Verringerung des Problems geleistet. 2005 veröffentlichte die sie einen Fünfjahres-Plan, der vorgab „die Bedingungen für die menschliche Entwicklung und nachhaltige Eigenständigkeit der palästinensischen Flüchtlinge zu schaffen“. Doch die einzige konkreten Maßnahmen waren ein Mikrofinanzplan und Berufsbildendung – wichtig, aber weitgehend symbolische Initiativen, die nicht dazu geschaffen waren, eine echte Delle zur Reduzierung der palästinensisch-arabischen Abhängigkeit von der UN-Fürsorgeorganisation zu schaffen.

Ich muss erst noch eine echte, langfristige Strategie der UNRWA sehen, wie sie ihre Operationen über das nächste Jahrzehnt weiterführen will. Es ist offensichtlich, dass sie nicht weiter mehr und mehr Geld aus dem Westen bekommen kann (arabische Staaten zahlen nur einen geringen Teil des UNRWA-Budgets und halten oft ihre Zusagen nicht ein).

Selbst wenn es morgen einen Friedensplan und am Tag darauf einen palästinensisch-arabischen Staat geben würde, gäbe es immer noch fast fünf Millionen offiziell registrierte „Flüchtlinge“, eine ständig wachsende Bevölkerung. Die PA kann es sich nicht leisten ihre eigene Wirtschaft in Schwung zu halten; Millionen Araber aufzunehmen, die von ihren Gastgeberländern staatenlos gehalten werden und von denen viele radikalisiert wurden, indem man sie so viele Jahre unter miserablen Bedingungen hielt.

Und niemand denkt darüber nach, wie das Problem zu lösen ist.

Die arabischen Staaten halten den Status quo nur allzu gerne aufrecht – es kostet sie nichts, ihnen diese armseligen Lager der UNRWA zu überlassen und sie selbst tragen keinerlei Verantwortung. Die Millionen Pseudo-Flüchtlinge lässt man für die Phase 2 des Plans zur Vernichtung Israels in der Luft hängen, dem nicht existenten „Rückkehrrecht“. Egal, welche Vereinbarung Israel unterzeichnet, die besagt, das werde nie geschehen, wird diese Frage als legitimes Thema innerhalb weniger Jahre aufkommen.

Es gibt nur eine Lösung: Die arabischen Staaten müssen Verantwortung für ihre Rolle übernehmen, die palästinensischen Araber staatenlos, diskriminiert und in Armseligkeit zu halten. Si müssen Pläne implementieren, um ihre „Gäste“ in ihre eigenen Gesellschaften zu integrieren, wie jede andere Flüchtlingsbevölkerung der Geschichte in ihren Gastgeberländern integriert worden ist.

Der einzige Weg, dies möglich zu machen, besteht darin sie zu beschämen.

Die endemische Diskriminierung muss veröffentlicht werden, der die palästinensischen Araber seit 1948 unterworfen worden sind. Der Welt muss gesagt werden, wie sehr diese Leute ein normaler Teil der Gesellschaft werden wollen. Man muss zeigen, dass die palästinensischen Araber, als einzige unter den Arabern, keine Staatsbürger eines anderen arabischen Landes werden können – auf Drängen der Arabischen Liga höchstselbst.

Die UNRWA könnte tatsächlich etwas Positives zum Frieden beitragen. Sie kann der Welt eine einfache Tatsache erzählen: Selbst wenn die Ereignisse von 1948 für die palästinensischen Araber eine Katastrophe waren, sind die Probleme, die sie 62 Jahre später haben, die direkte Verantwortung der arabischen Staaten, die sie wie untermenschliche Schachfiguren behandelt haben. Würde die UNRWA eine einzige, einfach Presseerklärung ausgeben, die diese, allen bekannten Fakten offen ausspricht, könnte sie mehr tun, um der Bevölkerung der „Flüchtlinge“ zu helfen, als sie es in sechs Jahrzehnten je schafften.

Menschenrechtsorganisationen, die vorgeben sich um die palästinensischen Araber zu sorgen, sollten bei dieser Initiative auch ganz vorne stehen. Die Zeit muss enden, in der die palästinensischen Araber als Bauern im Schachspiel der Politik genutzt werden; ihnen sollte die Chance gegeben werden Bürger in einem arabischen Staat ihrer Wahl zu werden, innerhalb derselben Einbürgerungsgesetze, die jeder andere arabische Bürger durchlaufen würde.

Alle haben den Kopf im Sand stecken und geben vor, ein „Friedensplan“ könne das Problem lösen. Doch eine Tatsache ist klar: Der Status quo ist untragbar und es muss etwas getan werden, um die Geißel der Staatenlosigkeit von Menschen zu reduzieren und zu eliminieren, die zynisch einzig als Waffen genutzt werden, um Israel zu verletzen.