Der einzig zulässige Hass?

Barry Rubin, 25. August 2010

Der Vorsitzende von Amnesty International Finnland, Frank Johansson, schrieb in seinem Blog bei einer finnischen Zeitung, Israel sei ein „Abschaum-Staat“. Das erinnert mich an einen französischen Botschafter, der auf einer Dinner-Party vor ein paar Jahren ein ekligeres Wort benutzte. Und im Verlauf der Jahre habe ich von verschiedenen Diplomaten Gleiches gehört.

Ist es nicht erstaunlich, dass es in diesen Tagen der Political Correctness und des Multikulturalismus und humanitären Liebenswürdigkeit in der Welt nur ein Volk und ein Land gibt, bei dem die angeblich ehrbaren Europäer nicht zögern, es mit dem bösartigsten Vokabular zu beschimpfen? Es gibt immer noch ein einzelnes Volk, auf das die angeblichen Regeln der Nicht-Stereotypisierung und des Antirassismus in vielen Bereichen nicht zur Anwendung gebracht werden.

Natürlich würde man es nicht wagen auf diese Art über den Iran oder Sudan, Saudi-Arabien oder Syrien, Venezuela oder Nordkorea, Zimbabwe oder Kuba zu reden – oder, wenn wir schon dabei sind, über die Hamas oder die Hisbollah oder andere an der Macht befindliche Terroristen, Folterer, Mörder und Diebe. Habgier? Angst? Unterstützung für repressive Diktaturen, die mit populistischer und antiwestlicher Rhetorik herumfuchteln? In der Tat, wenn ein solcher Mensch irgendein anderes Land der Welt – von Albanien bis Zypern – in dieser Weise kritisieren würde, würde er sofort zum Rücktritt gezwungen.

Könnten solche Leute ein Gefühl dafür haben, dass dies nur eine neue Spielart des historischen Antisemitismus ist? Nun, man nur zitieren, was Theodor Herzl vor gut einem Jahrhundert schrieb. Kurz bevor das 20. Jahrhundert begann, stellt Herzl etwas Erstaunliches fest. Trotz Fortschritten in Technologie, Verkehr und Kommunikation blieb eines das, was immer noch so war, seit die Türken Byzanz eroberten, Kolumbus seine Segel setzte und Ochsenkarren das Hauptverkehrsmittel waren.

Dieses Eine war der Antisemitismus. In der Tat stellte Herzl traurig heraus: „Nach einer kurzen Atempause … sind die schlimmen Zeiten zurück… nicht nur in den rückständigen Ländern… sondern auch in denen, die zivilisiert genannt werden.“

Jetzt stehen wir im Beginn des 21. Jahrhundert. Der Kreislauf wird wiederholt und Gruppen wie Amnesty International, Human Rights Watch und der UNO-Menschenrechtsrat stehen an der Spitze.

Schande über sie alle.

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